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Bildung

ADAC sorgt für spannende Schulstunde

Pädagogen sensibilisierten Schüler in Kümmersbruck für die Gefahren des Straßenverkehrs. Die Aktion kam bestens an.
Von Klaus Högl

Mit Übungen demonstrierte der Unterricht des ADAC, dass der Bremsweg nicht unterschätzt werden darf. Foto: Högl
Mit Übungen demonstrierte der Unterricht des ADAC, dass der Bremsweg nicht unterschätzt werden darf. Foto: Högl

Kümmersbruck.Eine Situation, wie sie auf unseren Straßen immer wieder vorkommt: Ein Kind läuft auf die Straße, wird von einem Auto erfasst und bleibt verletzt liegen. Damit dieser schlimme Fall immer seltener eintritt, ist der ADAC Nordbayern mit seinem unkonventionellen Verkehrsunterricht „Hallo Auto“ in den nordbayerischen Regierungsbezirken unterwegs.

Es geht hierbei um praktischen Anschauungsunterricht. Nun wurden die fünften und sechsten Klassen der Kümmersbrucker Schule auf dem Parkplatz vor dem TSV Sportgelände von den pädagogisch ausgebildeten Moderatoren Annette Halvorsen und Stefan Mägle gezielt geschult und für die Gefahren im Straßenverkehr pädagogisch sinnvoll sensibilisiert.

Reaktionsweg plus Bremsweg ist Anhalteweg – eine Formel mit der die drei Schulklassen konfrontiert und vertraut gemacht wurden, insbesondere in Bezug auf das Autofahren. Die Schüler können mangels Fahrpraxis die Risiken noch nicht annähernd abschätzen. Durch wissenschaftliche Untersuchungen hat man festgestellt, dass die Kinder die Richtung aus der ein Geräusch kommt, nicht immer bestimmen können, es fehlt zudem der Überblick. Kinder glauben, dass ein Auto einfach stehenbleiben kann – so ist das aber nicht, wie nachhaltig vorgeführt wurde.

Das Projekt

  • Inhalte:

    Die Schüler versetzten sich bei diesem besonderen Unterricht auch in die Situation eines Autofahrers und konnten angeschnallt eine Vollbremsung mit 30 Stundenkilometern austesten.

  • Reaktionen:

    Die sehr praxisnahe und pädagogisch hochwertige Form des Verkehrsunterrichts kam bei den Schülern bestens an. „Voll gut“ und „echt cool“ waren die Reaktionen auf die Aktion des ADAC.

Es gelte daher, hieß es, den Kindern die Gefährlichkeit eines Autos bewusst zu machen. Das hält auch Klassleiter Mario Gräß für erforderlich, der dem ADAC „für die Aufklärungsarbeit dankbar ist, denn das hilft auch Schulwegunfälle zu vermeiden. „Wir hatten in den letzten Jahren zum Glück keinen – aber das soll auch so bleiben“, wünscht sich Mario Gräß für die Schule. Für ihn sei es wichtig, dass sich die Kinder reindenken können in andere Verkehrsteilnehmer, insbesondere auf die Gefährlichkeit der Handynutzung, das Anschnallen, das Fahrverhalten des Fahrers und des Fahrzeugs sowie auf dem Bremsweg.

Die Schülerinnen und Schüler hatten Gelegenheit, reale Verkehrssituationen handlungsorientiert zu erleben. Anfangs fangen die Schüler selbst mal bei sich selbst an: Aus vollem Lauf stoppen sie an der Ziellinie und müssen erkennen, dass sie nicht sofort stehenbleiben können. Noch länger dauert es, wenn sie auf das Flaggenzeichen von Stefan Mägle sofort stehenbleiben sollen. Das wurde festgehalten und daraus gemeinsam mit den Moderatoren für jeden Schüler die Lehrformel „Reaktionsweg-plus-Bremsweg ist Anhalteweg“ erarbeitet, die sich dann wie ein roter Faden durch die Übungen zog.

Diese Erfahrung galt es nun für die Schülerinnen und Schüler auf das Auto zu übertragen: Da wurden Pylonen aufgestellt, an einer Stelle, an der sie das Anhalten eines sich mit 50 km/h nähernden Fahrzeuges erwarten – der Anhalteweg wurde gewaltig unterschätzt. Für die Schüler war dieser Unterricht so sehr eindrucksvoll.

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