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Gesundheit

Ärzte klären über Antibiotika auf

Die Mediziner des Amberger Netzwerks UGOM wollen sensibilisieren, denn die Medikamente werden oft falsch eingenommen.

Antibiotika werden oft nicht richtig eingenommen. Resistenzen sind die Folge. Foto: Friso Gentsch/dpa
Antibiotika werden oft nicht richtig eingenommen. Resistenzen sind die Folge. Foto: Friso Gentsch/dpa

Amberg.Das Unternehmen Gesundheit Oberpfalz Mitte (UGOM) nimmt im Rahmen des Studien- und Förderprojektes ARena für die Region Amberg-Sulzbach an der diesjährigen „World Antibiotic Awareness Week“ (WAAW) der Weltgesundheitsorganisation WHO teil. Bis zum 18. November stellen zahlreiche teilnehmende Haus- und Facharztpraxen des Ärztenetzes mit üblicherweise häufigem Antibiotika-Einsatz den interessierten Patienten in ihren Praxen Informationen und Materialien zur Verfügung.

Dabei geht es um den Einsatz von Antibiotika und die Entstehung von Resistenzen, heißt es in einer Pressemitteilung. „Antibiotika sind ein wertvolles Gut. Seit ihrer Entdeckung vor über 70 Jahren sind sie unsere wichtigste Waffe bei der Behandlung bakterieller Infektionen“, sagt Hausarzt Dr. Philipp Ewald vom Ärztenetz UGOM. Gelegentlich würden sie aber eingenommen, obwohl sie gar nicht benötigt werden. Gelegentlich würden sie auch nicht entsprechend den Vorgaben eingenommen. „Das führt letztlich dazu, dass die Wirksamkeit von Antibiotika gefährdet ist, da durch ihren wahllosen Einsatz Resistenzen entstanden sind. Infektionen mit resistenten Bakterien sind oft schwer heilbar, manchmal sogar unheilbar, und ihre Zahl steigt“, erklärt Ewald weiter.

Deshalb hatten sich zahlreiche Mitglieder im Laufe des vergangenen Jahres entschlossen, mit einer speziellen Aktivität auf das Thema aufmerksam zu machen. „Das Netz nimmt an ARena, einem Forschungsprojekt zur Vermeidung von Antibiotikaresistenzen teil. Im Rahmen des Projektes wird neben internen Fortbildungen auch versucht, bei den Patienten das Bewusstsein für das Problem zu stärken und das Wissen über Antibiotika zu verbessern“, sagt Henryk Steinbach vom Ärztenetz UGOM. Denn oftmals forderten Patienten auch bei leichten Infekten ein Antibiotikum ein, weil sie denken, dass es ihnen helfe, schneller wieder auf die Beine zu kommen. „Um die Information zu verbessern, nehmen sich die an ARena teilnehmenden Ärzte mehr Zeit für die Aufklärung über Antibiotika bei Patienten mit bestimmten, für das Projekt festgelegten Indexerkrankungen“, sagt Steinbach weiter.

Zum anderen versuche das Projekt aber auch eine möglichst große Öffentlichkeit zu erreichen, um bestenfalls viele Menschen für dieses wichtige Thema zu sensibilisieren. Zur Weltantibiotikawoche weisen die Projektteilnehmer und das zugehörige Netzbüro auf unterschiedlichen Wegen darauf hin, heißt es von UGOM abschließend. Weitere Informationen zum Thema Antibiotika finden Interessierte im Internet auf den Seiten arena-info.de oder antibiotika-alternativen.de und ugom.de/fuer-patienten/antibiotika-resistenz/.

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