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Medizin

Ärzte raten zur Grippeschutzimpfung

Gesundheitsamt und ärztlicher Kreisverband Amberg informieren über den Impfstoff. Mitunter kann ohne Spritze geimpft werden.

Ein Pieks für den Schutz vor einer Grippe Foto: Caroline Seidel/dpa
Ein Pieks für den Schutz vor einer Grippe Foto: Caroline Seidel/dpa

Amberg.Bereits zum Beginn der kalten Jahreszeit ist die Zahl der Atemwegsinfekte deutlich angestiegen. Damit steigt auch das Risiko an einer echten Grippe (Influenza Typ A oder B) zu erkranken. Nach der außergewöhnlich schwer verlaufenen Grippewelle im Winter 2017/2018 gibt es eine neue Impfempfehlung der STIKO (Ständigen Impfkommission) des Robert-Koch-Institutes. Empfohlen wird die Impfung mit einem Vierfach-Impfstoff, der eine neue Antigenkombination enthält. Darin wurden die Virusstämme berücksichtigt, die zuletzt am häufigsten beobachtet wurden.

Möglich ist eine Impfung mit einem sogenannten Vierfach-Totimpfstoff, Kinder und Jugendliche im Alter von zwei bis 17 Jahren können alternativ dazu auch mit einem Vierfach-Lebendimpfstoff als Nasenspray, also ohne Spritze, geimpft werden. Wichtig ist eine vorhergehende Beratung beim Hausarzt, Kinderarzt oder Frauenarzt. Ein Impfschutz ist nach circa zehn bis 14 Tagen gegeben.

Termin vereinbaren

  • Fall:

    Eine Vorhersage, wie schwer die Grippesaison ausfallen wird, ist auch Experten nicht möglich. Dem Gesundheitsamt wurde aber bereits ein erster Fall gemeldet.

  • Aufruf:

    Der Vorsitzende des ärztlichen Kreisverbandes Amberg-Sulzbach, Dr. Martin Pöllath, und der Leiter des Gesundheitsamtes, Dr. Roland Brey, bitten Impfwillige, besonders chronisch Kranke und Ältere über 60, sich jetzt an ihren Arzt zu wenden, um einen Termin zu vereinbaren.

  • Verzögerung:

    Der Vorsitzende des Ärztlichen Kreisverbandes Amberg-Sulzbach, Dr. Martin Pöllath, und der Leiter des Gesundheitsamtes Amberg, Dr. Roland Brey, bitten Impfwillige, insbesondere aber chronisch Kranke und Ältere über 60 Jahre, sich jetzt an ihren Arzt zu wenden, um einen Termin für die Grippeimpfung zu vereinbaren.

Empfohlen wird eine Impfung für Personen ab 60 Jahren, Schwangere ab dem 4. Schwangerschaftsmonat, bei erhöhter gesundheitlicher Gefährdung infolge einer Grunderkrankung auch früher, Personen mit erhöhter gesundheitlicher Gefährdung infolge eines Grundleidens (wie z. B. chronische Krankheiten der Atemwegsorgane, Herz- oder Kreislauferkrankungen, Leber- oder Nierenkrankheiten, Diabetes oder andere Stoffwechselkrankheiten, chronische neurologische Grundkrankheiten, z. B. Multiple Sklerose, angeborene oder erworbene Immunschwäche oder HIV), Bewohner von Alten- und Pflegeheimen, Personen, die mit Menschen in einem Haushalt leben oder betreuen, die ein erhöhtes Infektionsrisko haben (z. B. ältere Personen, Personen mit dialysepflichtiger Nierenfunktionsstörung), Medizin- und Pflegepersonal, Personen, die in Einrichtungen mit umfangreichem Publikumsverkehr arbeiten.

In der Grippesaison 2017/2018 wurde nach Angaben der Arbeitsgemeinschaft Influenza des Robert-Koch-Institutes bei über 330 000 Menschen die „echte“ Grippe diagnostiziert. Die Zahl der tatsächlich Erkrankten dürfte jedoch weit darüber liegen, da nur die Labornachweise meldepflichtig sind. Geschätzt wurden neun Millionen influenzabedingte Arztbesuche in Deutschland.

Das Gesundheitsamt Amberg steht für Fragen unter der Telefonnummer (0 96 21) 3 96 69 oder per Mail gesundheitsamt@aberg-sulzbach.de zur Verfügung.

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