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Region Amberg
Dienstag, 21. August 2018 26° 1

Projekt

Aktiv werden für die Gesundheit

Amberg ist eine Gesundheitsregion plus. Das Programm soll helfen, die Gesundheitsversorgung der Menschen zu verbessern.
Von Paul Böhm

Die Gesundheitsregion Amberg plus ist beschlossene Sache: Sie alle – und das waren mehr als 40 – standen bei der konstituierenden Sitzung im Amberger Rathaus hinter der Entscheidung dieser richtungsweisenden Gesundheitsregion plus Amberg. Foto: Böhm
Die Gesundheitsregion Amberg plus ist beschlossene Sache: Sie alle – und das waren mehr als 40 – standen bei der konstituierenden Sitzung im Amberger Rathaus hinter der Entscheidung dieser richtungsweisenden Gesundheitsregion plus Amberg. Foto: Böhm

Amberg.Schon der Tagungsort für die Auftaktveranstaltung zur „Gesundheitsregion plus“ unterstrich den hohen Stellenwert und die Tragweite der neuen Institution: Im großen Saal des Rathauses am Marktplatz fand die konstituierende Sitzung des Gesundheitsforums zur Gesundheitsregion plus Amberg statt.

Seit Oktober 2017 ist die Stadt Amberg eine der 39 Gesundheitsregionen plus, die durch das Bayerische Staatsministerium für Gesundheit und Pflege gefördert werden. Handlungsfelder sind Gesundheitsversorgung, Gesundheitsförderung und Prävention. Dafür warben in ihren Grußworten die Mitglieder der Steuerungsgruppe, Oberbürgermeister Michael Cerny, der Vorstand des Klinikums St. Marien Amberg, Manfred Wendl, und der Leiter des Gesundheitsamtes Amberg-Sulzbach, Dr. Roland Brey.

Die Lebensqualität erhöhen

Ziel des Förderprogramms des Gesundheitsministeriums ist es, den Gesundheitszustand der Bevölkerung, gerade auch im Hinblick auf die gesundheitliche Chancengleichheit, zu verbessern und die gesundheitsbezogene Lebensqualität zu erhöhen. Die regionale Gesundheitsvorsorge und -versorgung sollen optimiert werden.

Aus Sicht der Stadt Amberg ist eine hervorragende medizinische Infrastruktur im ambulanten und stationären Bereich elementar für die Entwicklung der Region. Aus diesem Grund hat der Stadtrat beschlossen, sich an dem Konzept zu beteiligen, und die Förderung durch den Freistaat Bayern beantragt. Die Geschäftsstelle der Gesundheitsregion plus ist organisatorisch bei der Stadt angesiedelt und hat ihr Büro im Klinikum St. Marien. Die Stelle wird von Christine Hecht geleitet, Assistenz bekommt sie von Lisa Greß.

Viele Themen stehen an

Zum Ende der Sitzung durften alle noch kräftig Buttons verteilen, wo die Amberger der Schuh in Sachen Gesundheitsförderung, Prävention und Gesundheitsversorgung drückt. Foto: Böhm
Zum Ende der Sitzung durften alle noch kräftig Buttons verteilen, wo die Amberger der Schuh in Sachen Gesundheitsförderung, Prävention und Gesundheitsversorgung drückt. Foto: Böhm

Das beschäftigt die Menschen und darüber wollen sie auch mehr wissen: Facharzttermine, Pflegeplätze, genügend Fachpersonal, die Mobilität älterer Bürger, ausreichend Bewegung, gesunde Ernährung, Gesundheit am Arbeitsplatz, Schulen und Kindergärten, ein gesundes Lebensumfeld direkt vor der Haustür – dies sind nur einige der Themen, die rund 50 Amberger Institutionen und Einrichtungen an die Geschäftsstelle der Gesundheitsregion plus herangetragen haben.

Nun fand die erste Sitzung des Gesundheitsforums unter Leitung von OB Michael Cerny im großen Rathaussaal statt. Zu den Teilnehmern gehörten Vertreter der Kommunalpolitik und der unteren Gesundheitsbehörde, von der ambulanten und stationären Versorgung, den Sozialversicherungen sowie von Kindergärten, Schulen, Betrieben, Familie, Selbsthilfe und Sport. Das Gesundheitsforum bildet das zentrale Steuerungsgremium der Gesundheitsregion Plus.

Austausch und Koordination

„Ich freue mich, dass seitens der Institutionen und Einrichtungen in Amberg ein solch großes Interesse und so viel Motivation bestehen. Unser Ziel ist es, orientiert am Bedarf vor Ort, Strukturen zu stärken, um so bestmögliche Voraussetzungen für ein gesünderes Leben der Bürger in der Stadt Amberg und seiner Umgebung zu schaffen“, betonte Christine Hecht.

Mit der Gesundheitsregion ist jetzt ein Netzwerk entstanden, das als Plattform für Austausch, Koordination, Kooperation, Management und Steuerung der Akteure der Gesundheitsvorsorge und Versorgung in der Region dient. Sie bietet eine Struktur, um größere Verantwortung für die Planung und Gestaltung des Gesundheitswesens in der Region wahrzunehmen.

Aufgaben sind, die wohnortnahe Gesundheitsvorsorge und -versorgung zu optimieren. Ferner sollen vorhandene Angebote besser auf die Bedürfnisse der Menschen abgestimmt und der Transfer zwischen Land und Kommunen als Frühwarnsystem bei Über-, Unter- oder Fehlversorgung gesichert werden. Zudem werde zwischen den Kommunen die Zusammenarbeit im Gesundheitswesen gefördert, so Hecht.

Landesamt für Pflege

  • Am Rande

    der Auftaktversammlung zur Gesundheitsregion Amberg plus wurde bekannt, dass das Landesamt für Pflege in Amberg angesiedelt wird. OB Michael Cerny wurde dies wenige Stunden vorher aus der Regierungserklärung von Ministerpräsident Dr. Markus Söder erfahren. Mit dieser Behörde ziehe ein weiteres Zukunftsprojekt in die Region, unterstrichen MdL Dr. Harald Schwartz und OB Cerny.

  • Zusammen

    mit dem Amt für Digitalisierung, Breitband und Vermessung und nach der Verlagerung des Staatsinstituts für Frühpädagogik (IFP) sowie des IT-Servicezentrums der Bayerischen Justiz (JUS-IT) von München in die heimliche Hauptstadt der Oberpfalz werde Amberg sozusagen zur Zukunftshauptstadt Bayerns. Dank galt neben Söder auch Staatsminister Albert Füracker für den nachhaltigen Einsatz für die Region. (abp)

Ansätze für Verbesserungen

Reichlich genutzt haben die Teilnehmer die Möglichkeit, ihre Meinung zur Verbesserung der Gesundheitsversorgung darzulegen. Die meisten Buttons wurden zum Begriff „Fehlende Fachkräfte/Lösungsszenarien“, die Verbesserung von Übergängen, die Situation der Ärzte in Pflegeheimen, Mobilität und Fahrdienste, fehlende Pflegeplätze und zum großen Begriff rund um den „Pflegedschungel“ geklebt.

Aus dem Bereich der Gesundheitsförderung standen Themen wie Bewegung und Haltungsschäden, verhaltensauffällige Kinder sowie Essstörungen im Fokus. Aus dem Bereich der Arbeitswelt und mittleren Alters wurden die betriebliche Gesundheitsförderung samt Management und das Thema „Pflegende Angehörige“ oft genannt.

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