MyMz
Anzeige

Politik

Alpenverein stürzt bei der Förderung ab

Die Sportvereine in Amberg werden von der Stadt gefördert – aber nur unter bestimmten Voraussetzungen, die der Deutsche Alpenverein nicht erfüllt.
Von Mariele Schön

Blick ins Stadion am Schanzl: Der FC im TV 1861 Amberg erhält eine Förderung von 4627 Euro. Der FCA baut eine automatische Beregnungsanlage für das Rasenspielfeld ein. Foto: Schön

Amberg.Die Förderung der Vereine mit einer Gesamtsumme von 39 108 Euro wurde im Schul- und Sportausschuss sowie im Hautpausschuss positiv beschlossen. Am 29. September hat dann der Stadtrat das letzte Wort.

Stimmt der zu, erhält der SV Raigering 2284 Euro: Er baut ein Nebengebäude, Garagen und Anbauten für Geräte und Lagerflächen für Sportgeräte.

Der FC Amberg im TV 1861 Amberg erhält diesmal 4627 Euro: Er baut eine automatische Beregnungsanlage für das Rasenspielfeld im Stadion ein.

Der DJK-SB Amberg erhält 1595 Euro: Er erhöht den Ballfangzaun zur Tennishalle des Nachbarvereins hin.

Der TC Amberg am Schanzl erhält von der Stadt 30 600 Euro: Der Verein baut die Umkleidekabinen um, erneuert die Terrassenanlage, die Platzberegnungsanlage und die energetische Sanierung des Sommerclubheimes.

Der Deutsche Alpenverein dagegen erhält kein Geld. CSU-Fraktionschef Dieter Mußemann sagte im Hauptausschuss, der DAV leiste herausragende Arbeit. Er erhalte die Amberger Hütte für jeden Bergsteiger. Das solle honoriert werden. Mußemann schlug vor, mit dem Landkreis Kontakt aufzunehmen. Wäre der bereit, ebenfalls einen Zuschuss zu geben, könnte in etwa über einen Betrag von 10 000 Euro geredet werden. Der Hauptausschuss war geschlossen für diese Lösung, um doch auch den DAV zu unterstützen.

Die Vereine erhalten eine Sportförderung zur Errichtung, Erweiterung, Verbesserung und Ausstattung von Anlagen. Der DAV betreibt die Amberger Hütte, an der umfangreiche Bauarbeiten zur Erweiterung und Verbesserung durchgeführt werden sollen. So soll nun ein Teil der Dachflächen abgebrochen werden, damit das Gebäude mit vier Zimmern ausgebaut werden kann. Weiter sollen ein Notausstieg auf einem Podest und eine Fluchttreppe errichtet werden. Die Dachflächen sollen neu eingedeckt und die Brandmeldeanlagen erweitert werden. Damit wäre der DAV bei der Förderung dabei.

Dass die Förderlichtlinien nicht greifen, liegt am Wohnort der Mitglieder. Voraussetzung ist, dass mindestens 50 Prozent der Mitglieder ihren Wohnsitz in Amberg haben müssen. Zu Beginn des Jahres 2014 hatten aber nur 38,77 Prozent der Mitglieder ihren Wohnsitz in Amberg. Nachdem beim DAV 17,07 Prozent Jugendliche unter 18 Jahren Mitglieder sind, hätte der Verein einen kommunalen Zuschuss von 29 000 Euro bekommen können.

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht