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Politik

Amberg führt das 365- Euro-Ticket ein

Auf der Agenda des Ferienausschusses standen Umweltthemen. Die Straßenbeleuchtung verbraucht deutlich weniger Strom.
Von Hans Babl

Für das Umweltticket hat die Stadt mit dem Zweckverband eine Vereinbarung getroffen. Die Einführung kostet mehr Geld. Foto: Michele Danze/dpa
Für das Umweltticket hat die Stadt mit dem Zweckverband eine Vereinbarung getroffen. Die Einführung kostet mehr Geld. Foto: Michele Danze/dpa

Amberg.Der Ferienausschuss der Stadt Amberg wurde darüber informiert, wie sich der Stromverbrauch der Straßenbeleuchtung entwickelt hat. Er konnte von rund drei Millionen kWh im Jahr 2000 durch verschiedene Optimierungsmaßnahmen bis 2014 auf 2,2 Millionen reduziert werden. Nach dem LED-Umrüstungsprojekt lag der Verbrauch im vergangenen Jahr gar nur noch bei knapp 700000 kWh, also um 1,5 Millionen kWh niedriger als 2014. Mit einem normalen Strom-Mix ergibt sich so eine CO2-Einsparung um rund 750 Tonnen CO2-Einsparung pro Jahr.

Für die Einführung des 365-Euro-Tickets fallen Mehrkosten an. Dazu muss die Stadt Amberg für die Umweltfahrausweise jedermann in die Tasche greifen. Der Ferienausschuss stimmte zu, dass der Oberbürgermeister Michael Cerny eine Vereinbarung über die Kostenerstattung mit dem Zweckverband Nahverkehr Amberg-Sulzbach (ZNAS) trifft. Die Summe von 30000 Euro jährlich und in den Folgejahren werden auf der Haushaltsstelle „Förderung des öffentlichen Nahverkehrs“ bereitgestellt. O-Ton Oberbürgermeister Michael Cerny: „Ein Euro pro Tag für die Umweltfahrausweise für jedermann haben Symbolcharakter. Jedes Auto, das nicht unterwegs ist, hilft. Notfalls stellen wir auch mehr Geld zur Verfügung.“

Verkehrsmittel werden vernetzt

„Mobilität findet immer in einer Region und nicht nur geschlossen in der Stadt Amberg oder dem Landkreis Amberg-Sulzbach statt“, stellte Referatsleiter Dr. Bernhard Mitko fest. Deshalb wurde z. B. die Rolle des Aufgabenträgers für den ÖPNV auf den Zweckverband Nahverkehr Amberg-Sulzbach übertragen. Mobilität ist aber auch technikübergreifend. Die Vernetzung der Verkehrmittel ist durch die Digitalisierung erleichtert.“ Das Regionalmanagement beim Landkreis Amberg-Sulzbach bereitet dafür aktuell eine Ausschreibung für die Vergabe zur Entwicklung eines Intermodalen Verkehrskonzeptes vor, das für die Stadt Amberg und den Landkreis Amberg-Sulzbach erstellt werden soll.

Für die Stadt Amberg soll insbesondere auch die Möglichkeit für den Einsatz der E-Mobilität, des autonomen Fahrens sowie die digitale Vernetzung der Verkehrsangebote (Smart Mobility) betrachtet werden.

Für die Abwicklung wurde eine Kooperationsvereinbarung entworfen. Der Ausschuss stimmte der Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung zur Umsetzung des Projekts „Intermoduales Verkehrskonzept“ zu. Die erforderlichen Haushaltsmittel in Höhe von 15000 Euro werden im Haushalt 2020 unter Förderung des öffentlichen Nahverkehrs bereitgestellt.

Begrüßt wurde allseits die „Zusammenarbeit von Stadt und Land, Hand in Hand“. Angeregt wurde, über einen gemeinsamen Park&Ride-Parkplatzes zu verhandeln. „Das wäre wünschenswert und optimal“, meinte dazu auch der OB. Das würde sicherlich einen zusätzlichen Anreiz für den Umstieg auf den Öffentlichen Personennahverkehr bringen.

Als ehrenamtliche Richter von April 2020 bis Ende März 2025 kann die Stadt Amberg auf der Vorschlagsliste nur vier Personen benennen. Fünf hatten die Fraktionen und Gruppierungen des Stadtrates vorgeschlagen. Die CSU Susanne Pirzer und Rudolf Maier, die SPD Dr. Karlheinz Neumeier, die Fraktion B‘90/Die Grünen Helmut Wilhelm und AG Amberger Bunt/FDP Josef Lorenz. Nach dem Proporzverfahren schied Josef Lorenz aus. Er begrüßte, dass Helmut Wilhelm gerne das Amt übernehmen würde.

Mehr Geld für Kinderbetreuung

Auf Antrag des Jugendamtes genehmigte der Ausschuss, die Aufstockung der Mittel für Tageseinrichtungen für Kinder im Haushalt 2019 um 230000 Euro von 8,5 Millionen Euro auf 8,73 Millionen Euro zu erhöhen.

Der Förderverein Luftmuseum Amberg e. V. erhält auf seinen Antrag zweckgebunden für die Nachrüstung der vorgeschriebenen Notbeleuchtungsanlage im Luftmuseum einen Zuschuss in Höhe der tatsächlichen Kosten, maximal 50000 Euro, als direkte Förderung. „Das Luftmuseum ist eine tolle Geschichte und die Stadt profitiert auch davon“, war im Ausschuss zu hören.

Beleuchtung

  • Optimierung:

    Durch verschiedene Maßnahmen konnte der Strombedarf von drei Millionen kw/h auf vier Millionen kw/h bis 2014 gesenkt werden.

  • LED-Umrüstung:

    Nach der Umrüstung auf LED sank der Bedarf um weitere 1,5 Millionen kw/h auf 700 000 kw/h. Die Einsparung an CO2 beträgt dadurch 750 Tonnen pro Jahr. Der Ferienausschuss nahm dies zur Kenntnis.

Das bisher beim Katharinenfriedhof eingesetzte Transportfahrzeug ist nach 22-jähriger Betriebsdauer verbraucht, weist gravierende technische Mängel auf. Teilweise sind Ersatzteile gar nicht mehr lieferbar. Eine Ersatzbeschaffung ist daher dringend notwendig und nicht mehr aufschiebbar. Außerplanmäßig genehmigte der Ausschuss deshalb auf Antrag des Friedhofsamtes 35500 Euro zur Beschaffung eines speziellen Transportfahrzeugs bzw. Geräteträgers.

Für die äußere Erschließung (Kanalbau: Aufweitung des Kanals in der Ahnherrnstraße) des Baugebiet „An den Brandäckern“ wurden die Finanzmittel in Höhe von 170 000 Euro festgelegt: 150000 Euro außerplanmäßig im Haushalt 2019 und 20000 Euro planmäßig im Haushalt 2020.

Für den Bebauungsplanes „Kennedystraße Süd 2“ beschloss der Ferienausschuss des Stadtrates einstimmig die erneute Beteiligung der Behörden und sonstigen Träger öffentlicher Belange.

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