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Amberg: Mehr Arbeitslose erwartet

Markus Nitsch von der Arbeits-Agentur ist sich „sicher“, dass die Corona-Krise zu steigenden Zahlen führen wird.

Die Agentur für Arbeit bündelt momentan ihre Kräfte, um die Unternehmen zu unterstützen.  Foto: Sebastian Gollnow/dpa
Die Agentur für Arbeit bündelt momentan ihre Kräfte, um die Unternehmen zu unterstützen. Foto: Sebastian Gollnow/dpa

Amberg.„Die Corona-Krise hat die Unternehmen in der Region fest im Griff. In dieser für die Wirtschaft so entscheidenden Phase haben wir als Agentur für Arbeit Schwandorf unsere Kräfte gebündelt, um die Unternehmen zu unterstützen. Die Arbeitgeber und damit auch ihre Beschäftigten sollen schnell und unbürokratisch Kurzarbeitergeld erhalten. So werden Arbeitsplätze gesichert und nach dem Ende der Krise können die Unternehmen mit ihrem Stammpersonal schneller zum Normalbetrieb zurückkehren“, berichtet Markus Nitsch, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Schwandorf.

„In den vergangenen Tagen gab es mehrfach den verständlichen Wunsch, dass wir eine Prognose abgeben, wie der Arbeitsmarkt sich in nächster Zeit entwickelt. Hierauf kann ich nur die ehrliche Antwort geben: Auch wir wissen es nicht. Der beinahe vollständige Shutdown erzeugt eine ganz eigene Dynamik, für die es keine Erfahrungswerte gibt.“

Mehr Arbeitslose

Der Agenturleiter führt weiter aus: „Eines lässt sich jedoch mit Sicherheit sagen: Die Corona-Krise wird zu steigenden Arbeitslosenzahlen führen. Dies spiegelt sich jedoch nicht in den aktuell vorliegenden Arbeitsmarkt-Zahlen wider. Diese hat die Statistik am 12. März erhoben, als das Wirtschaftsleben noch weitgehend unberührt von der Krise seinen Lauf nahm. Somit wird die aktuelle Lage am Schwandorfer Arbeitsmarkt mit den vorliegenden Daten nicht abgebildet.“

Die Nachfrage nach Arbeitskräften war im März rückläufig. Durch die Corona-Krise ist der Personalbedarf in der Gesundheitsbranche sowie in der gesamten Kette der Lebensmittelversorgung gestiegen. Genauso werden in der Landwirtschaft dringend Arbeitskräfte gesucht. In der Gastronomie fällt aufgrund der Schließungen von Restaurants und Cafés der Bedarf an Servicepersonal weg.

Die Arbeitslosigkeit hat sich im Bezirk der Geschäftsstelle Amberg von Februar auf März um 142 auf 2039 Personen verringert. Das waren 238 Arbeitslose mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote auf Basis aller zivilen Erwerbspersonen betrug im März 3,6 Prozent vor einem Jahr belief sie sich auf 3,1 Prozent. Dabei meldeten sich 530 Personen (neu oder erneut) arbeitslos, sechs mehr als vor einem Jahr und gleichzeitig beendeten 674 Personen ihre Arbeitslosigkeit (-25). Seit Jahresbeginn gab es insgesamt 1998 Arbeitslosmeldungen, das ist ein Plus von 13 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum; dem gegenüber stehen 1706 Abmeldungen von Arbeitslosen (-24). Der Bestand an Arbeitsstellen ist im März um 47 Stellen auf 940 gestiegen.

Gleiche Arbeitslosenquote

Im Geschäftsstellenbezirk Sulzbach-Rosenberg hat sich die Arbeitslosigkeit von Februar auf März um 78 auf 704 Personen verringert. Das waren zehn Arbeitslose weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote auf Basis aller zivilen Erwerbspersonen betrug im März 2,7 Prozent; sie war damit genauso hoch wie im Vorjahresmonat. Dabei meldeten sich 220 Personen (neu oder erneut) arbeitslos, zwei mehr als vor einem Jahr, und gleichzeitig beendeten 293 Personen ihre Arbeitslosigkeit (-7).

Seit Jahresbeginn gab es insgesamt 772 Arbeitslosmeldungen, das ist ein Minus von 67 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum; dem gegenüber stehen 679 Abmeldungen von Arbeitslosen (-50). Der Bestand an Arbeitsstellen ist im März um zehn Stellen auf 483 gestiegen; im Vergleich zum Vorjahresmonat gab es elf Arbeitsstellen weniger.

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