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Umwelt

Amberger BUND fordert mehr Klimaschutz

Die Kreisgruppe blickt auf ein erfolgreiches Jahr zurück. Der Vorsitzende sieht jedoch drängende Probleme beim Umweltschutz.
Von Andreas Brückmann

Kreisgruppenvorsitzender Peter Zahn zeichnete Siegfried Knahn und Heinz Ulrich Schmidt, der zusammen mit seiner Frau gekommen war, für langjährige Mitgliedschaft aus (v.l.). Gastdozent Professor Volker Zahner (rechts hinten) gratulierte ebenfalls. Foto: Andreas Brückmann
Kreisgruppenvorsitzender Peter Zahn zeichnete Siegfried Knahn und Heinz Ulrich Schmidt, der zusammen mit seiner Frau gekommen war, für langjährige Mitgliedschaft aus (v.l.). Gastdozent Professor Volker Zahner (rechts hinten) gratulierte ebenfalls. Foto: Andreas Brückmann

Amberg.Viel getan, aber noch viel zu tun: So lautet das Resümee der diesjährigen Mitgliederversammlung der Kreisgruppe Amberg-Sulzbach im BUND Naturschutz, zu der 40 Mitglieder in die Alte Kaserne nach Amberg kamen. In seinem Tätigkeitsbericht gab Vorsitzender Peter Zahn zunächst einen umfassenden Rückblick über das vergangene Jahr. Erfreulich sei dabei die aktuelle Zahl der Mitglieder. Aktuell sind dies 2325 Mitglieder und Förderer.

Ebenfalls erfreut zeigte Zahn sich, dass bei der Haus- und Straßensammlung ein Betrag in Höhe von 11 500 Euro gesammelt werden konnte. Auch die Aktivitäten seien im vergangenen Jahr wieder umfangreich gewesen. Unter anderem wurde das Modell-Energiespardorf an den Schulen sehr gut angenommen und wird auch weiterhin angeboten. Ferner sei es im vergangenen Jahr gelungen, eine aktive Kindergruppe im Kreisgebiet zu etablieren. Auch stehe man mit allen Gemeinden im Landkreis in engem Kontakt, um die Pflege des öffentlichen Grüns zu optimieren.

Weitere Themen

  • Ehrungen:

    Heinz Ulrich Schmidt und Siegfried Knahn wurden für langjährige Mitgliedschaft ausgezeichnet. Da weitere zu Ehrende nicht anwesend waren, werden diese Ehrungen nachgeholt.

  • Vortrag:

    Referent Volker Zahner, Professor für Zoologie, Wildtierökologie und Entomologie an der Hochschule Weihenstephan, führte informativ und unterhaltsam durch das Brutreich des Spechts.

Ausblickend sprach Zahn drängende und drohende Probleme im Bereich Natur- und Umweltschutz an. Näher ging er dabei auf den Klimawandel ein, auf den nach seinen Worten dramatischen Rückgang der Artenzahlen oder die anhaltende Flächeninanspruchnahme, wobei er diese als „Flächenfraß“ titulierte: „Was hier abläuft, ist ein Trauerspiel. In kaum einem anderen Bereich weichen Theorie und Praxis so weit voneinander ab wie hier.“

Energie- und Verkehrswende sind Schwerpunkte des BUND

Zusammengefasst stellte Zahn abschließend Forderungen in den Raum. „Wir brauchen einen wirksamen und schnellen Klimaschutz; die Vielfalt an Tieren, Pflanzen und Lebensräumen darf nicht weiter abnehmen und unsere Landschaft muss vor Flächenfraß und Zersiedlung bewahrt werden.“

Weitere Schwerpunkte, auf die sich nach Zahns Worten die Arbeit des BUND Naturschutz konzentrieren muss, sind zum einen eine effektive Energiewende, eine Verkehrswende mit deutlicher Verkehrsmeidung und der Förderung umweltfreundlicher Verkehrsmittel, sowie eine natur- und tierverträgliche, gentechnikfreie Landwirtschaft, so der Vorsitzende abschließend unter viel Beifall der Mitglieder.

Im Anschluss berichtete Volker Zahner in einem Vortrag über den Mikrokosmos Schwarzspechthöhle.

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