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Amberger verabschiedeten „ihre“ Franziskaner aus dem Kloster

Bei einem Gottesdienst, verabschiedeten die Amberger ihre Franziskaner.

Nun hieß es Abschied nehmen: Nach 555 Jahren verlassen die bayerischen Franziskaner das Kloster auf dem Mariahilfberg. Am Sonntag kamen die Amberger in Scharen auf den Berg, um „ihren“ Franziskanern Lebewohl zu sagen.

Ein letztes Mal feierten die scheidenden Patres Werner und Dagobert sowie Mitbruder Thomas bei herrlichen Wetter vor der Amberger Mariahilf-Wallfahrtskirche einen Gottesdienst.

Viele geistliche Würdenträger waren gekommen, darunter auch die Provinziale des Ordens aus Krakau und München, die Patres Nikodemus Grdyk und Dr. Maximilian Wagner. Für die bisherigen Franziskaner war damit nach Jahrzehnten der Abschied von den Ambergern und vom Berg gekommen.

Da klang viel Wehmut mit, aber auch viele schöne Erinnerungen werden sie im Gepäck an ihre neuen Wirkungsstätten mitnehmen. Dies war auch aus der Predigt von Stadtpfarrer Franz Meiler herauszuhören. Folgte auf einen polnischen Papst in Rom ein Deutscher, so folgten polnische Franziskaner auf die deutschen. Für beide heiße es Loslassen, denn auch die Polen verließen ihre Heimat, um nach Amberg zu kommen.

Zum Abschied der Amberger Franziskaner waren noch einmal viele Gläubige gekommen, um ihnen den Weg zu erleichtern „Nun ade, scheiden tut weh“, das traf wohl die Stimmung, aber ganz aus der Welt ist man ja nicht und Amberg, vor allem der Mariahilfberg, ist immer einen Besuch wert.

Aber wer weiß das besser als die nun „ehemaligen Amberger Franziskaner“ Pater Werner, Pater Dagobert und Bruder Thomas? Ihr Werk in Amberg ist, wie der Lateiner sagt „consummatum est“, zu deutsch vollbracht. Dennoch geht das Leben auf dem Berg mit Angehörigen vom „ordo fratrum minorum“, also vom „Orden der minderen Brüder“, genannt Franziskaner, weiter.

Polnische Ordensbrüder übernehmen zum Stichtag 1. September die Stellen der scheidenden Deutschen und führen deren Arbeit auf dem Berg fort, hoffentlich „ad multos annos“, auf viele Jahre.

Denn die Patres gehören nun einmal zum Mariahilfberg wie das Amberger Bergfest.

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