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Arbeitslosigkeit ist stark gestiegen

Die Arbeitslosenquote erhöhte sich von 3,6 Prozent im März auf 3,8 Prozent im April. Vor einem Jahr lag sie noch bei 2,8 Prozent.

  • Die Aussichten am Arbeitsmarkt sind düster. Foto: Sina Schuldt/dpa

Amberg.Im Bezirk der Geschäftsstelle Amberg ist die Arbeitslosigkeit von März auf April spürbar gestiegen, und zwar um knapp 160 Personen bzw. 7,8 Prozent. Mitte des Berichtsmonats waren knapp 2.200 Personen arbeitslos gemeldet. Im Vergleich zum Vorjahr stieg die Arbeitslosigkeit massiv an, und zwar um rund 610 Personen bzw. 38,6 Prozent. Die Arbeitslosenquote erhöhte sich von 3,6 Prozent im März auf 3,8 Prozent im Berichtsmonat. Im April des vergangenen Jahres lag die Quote bei 2,8 Prozent.

Rund 460 Arbeitnehmer beendeten im April ihre Arbeitslosigkeit, ca. 210 Personen bzw. 31,6 Prozent weniger als im März. Im Vergleich zum Vorjahresmonat ging die Zahl der Abgänge um rund 260 Personen bzw. 36,1 Prozent zurück. Im Gegenzug meldeten sich knapp 620 Arbeitnehmer neu oder erneut arbeitslos, rund 90 Personen bzw. 16,4 Prozent mehr als im März und 110 Arbeitnehmer bzw. 22,2 Prozent mehr als im April 2019.

Alternativen zur Entlassung

„Nachdem bereits in den Vormonaten die Arbeitslosigkeit merklich über den Monaten des Vorjahres lag, verstärkte sich der Abwärtstrend am regionalen Arbeitsmarkt durch die Auswirkungen der Pandemie leider erheblich weiter. Trotz massiver Beantragung von Kurzarbeitergeld für ihre Beschäftigten haben viele Betriebe im Bereich Amberg Mitarbeiter freigesetzt. Zudem wurden zahlreiche Wiedereinsteller aus den saisonabhängigen Branchen von ihren Unternehmen noch nicht zurückgeholt“, berichtet Manfred Tröppl, der Ende März wieder die Leitung der Geschäftsstelle Amberg übernommen hat.

Zahlreiche Betriebe haben in den letzten sechs Wochen Kurzarbeitergeld beantragt und bereits ihre Bewilligungsbescheide erhalten. Auszahlungen für März sind in großer Anzahl überwiesen worden. Dies soll die Liquidität der Betriebe sicherstellen, die das Kurzarbeitergeld für ihre Arbeitnehmer vorfinanzieren. Tröppl empfiehlt allen Arbeitgebern, die sich angesichts der aktuellen Situation Sorgen machen, ein ausführliches Beratungsgespräch mit ihrem persönlichen Ansprechpartner im Arbeitgeber-Service. „In der Beratung können kreative Alternativen zur Entlassung aufgezeigt werden“, betont der Geschäftsstellenleiter. Auch Kurzarbeit verbunden mit Qualifizierung kann eine Alternative darstellen. Viele Bildungsträger haben zwischenzeitlich ihre Maßnahmenkonzepte der Lage angepasst und die Weiterbildungsangebote so umgestellt, dass sie auch während der Pandemie genutzt werden können.

Trotz eines massiven Einbruchs beim Zugang von Stellenangeboten seien immer noch knapp 900 freie Arbeitsplätze in der Region beim Arbeitgeber-Service gemeldet. Stornierungen bei Arbeits- und Ausbildungsstellen seien bis dato die Ausnahme. Tröppl empfiehlt allen Betroffenen, regelmäßig in der Jobbörse nach freien Stellen zu suchen und Bewerbungen abzugeben. Neben systemrelevanten Betrieben mit Sonderbedarf können auch andere Unternehmen die Möglichkeit nutzen, freie Fachkräfte perspektivisch einzustellen.

Die Betriebe und Verwaltungen meldeten dem gemeinsamen Arbeitgeber-Service von Jobcenter und Arbeitsagentur im Berichtsmonat knapp 80 neue Stellen. Dies entspricht einem Rückgang von rund 130 Offerten bzw. 63,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

Betriebe setzen auf Kurzarbeit

Im Bezirk der Geschäftsstelle Sulzbach-Rosenberg nahm die Arbeitslosigkeit von März auf April deutlich zu, und zwar um 100 Personen bzw. 14,2 Prozent. Mitte des Berichtsmonats waren rund 800 Personen arbeitslos gemeldet. Gegenüber dem April des vergangenen Jahres kletterte die Arbeitslosigkeit deutlich nach oben und zwar um knapp 190 Personen bzw. 30,1 Prozent. Im Laufe des Berichtsmonats beendeten 180 Personen ihre Arbeitslosigkeit, zirka 110 Arbeitnehmer bzw. 38,6 Prozent weniger als im März und rund 130 Personen bzw. 41,2 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum.

Auf der Gegenseite meldeten sich 280 Arbeitnehmer neu oder erneut arbeitslos und somit 60 Personen bzw. 27,3 Prozent mehr als im März und 70 Arbeitnehmer bzw. 34 Prozent mehr als im April 2019. Die Arbeitslosenquote kletterte von 2,7 Prozent im März auf 3,1 Prozent im Berichtsmonat. Im April des Vorjahres lag die Quote bei 2,4 Prozent. Trotz eines massiven Einbruchs beim Zugang von Stellenangeboten sind immer noch über 450 freie Arbeitsplätze in der Region Sulzbach-Rosenberg beim Arbeitgeber-Service gemeldet.

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