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Ausstellung

Aus der „AAA“ wurde die „AMotion“

Zehn Jahre war Pause – jetzt konnten Amberger und Interessierte aus nah und fern wieder Neues rund ums Auto bestaunen.
Von Gerd Spies

Flaggschiff von BMW: Der i8, auch beim Nachwuchs schon sehr beliebt. Foto: Spies
Flaggschiff von BMW: Der i8, auch beim Nachwuchs schon sehr beliebt. Foto: Spies

Amberg.Auf neun großen Plätzen der Amberger Innenstadt funkelten am Wochenende die frisch herausgeputzten Nobelkarossen aller Couleur im Sonnenlicht. Nach zehnjähriger Pause startete an diesem Muttertags-Wochenende eine Neuauflage der Amberger Automobilausstellung, jetzt mit neuem Namen und neuem Design. Aus der AAA wurde die AMotion. Neben der klassischen Autoschau gab es auch neue Trends wie E-Bikes, Segways und E-Autos zu begutachten.

So leicht geht tanken! Annette Schwabenhaus lädt ihren Renault Zoe auf dem Parkplatz des Landratsamtes auf. Foto: Spies
So leicht geht tanken! Annette Schwabenhaus lädt ihren Renault Zoe auf dem Parkplatz des Landratsamtes auf. Foto: Spies

Unter der Regie der Amberger Wirtschaftsförderung präsentierten 15 Aussteller auf den verschiedenen Plätzen in der Altstadt ihre Produkte. Allerdings hielt sich das Interesse der Amberger Bürger vor allem am Samstag in Grenzen.

Die Zukunft der Mobilität war allerdings auf dem Parkplatz vor dem Landratsamt zu sehen. Das behaupteten zumindest die rund 20 Autobesitzer, die hier ihr privates Fahrzeug zur Schau stellten. Allen Autos war gemeinsam, dass sie an der Steckdose hängen. E-Fahrzeuge aller Preisklassen, vom Renault Twitzy mit einem Preis von unter 10 000 Euro bis zum 145 000 Euro teuren Tesla X durften beschnuppert und sogar Probe gefahren werden. Und die Besitzer gaben auch bereitwillig Auskunft. Koordiniert wurde das Treffen der E-Mobilisten vom Amberger Solarenergie-Förderverein unter der Regie ihres Vorsitzenden Hans-Jürgen Frey.

Auch auf dem Malteserplatz gab es die neuesten Auto-Modelle zu bestaunen. Foto: age
Auch auf dem Malteserplatz gab es die neuesten Auto-Modelle zu bestaunen. Foto: age

Die weiteste Anreise von rund 600 Kilometern hatte Detlev Glum mit seinem Hyundai Ioniq aus Aachen hinter sich. „Es macht einfach Spaß und Laune“, beschreibt er sein Gefühl als E-Mobil-Fahrer. Problemlos mit drei kurzen Stopps habe er die Strecke nach Amberg zurückgelegt.

Über zwei große Baustellen, die nach wie vor die Entwicklung der E-Mobilität behindern, waren sich beim Informationsaustausch alle E-Mobilisten einig: Die nach wie vor ungenügende Ladeinfrastruktur und die vielen bürokratischen Hürden.

Attraktion auf dem Marktplatz: Segway-Fahren durch einen abgesteckten Parcours. Foto: age
Attraktion auf dem Marktplatz: Segway-Fahren durch einen abgesteckten Parcours. Foto: age

Auch für Annette Schwabenhaus, aus Regensburg mit ihrem Renault Zoe angereist, reicht die Zahl der installierten Ladesäulen bei weitem nicht aus, auch wenn sie sich in den letzten vier Jahren auf rund 10 000 verdoppelt hat. „Wir sind noch ganz am Anfang der Entwicklung“, konstatierte die hauptberufliche Beraterin für Elektromobilität. Besser sieht es inzwischen auf Deutschlands Autobahnen aus.

An allen 400 Tank & Rast-Tankstellen könne man bereits Strom tanken, informiert Wolfgang Wegmann. Er ist Vorstand des Vereins eMobilCafé, des größten Zusammenschlusses von E-Mobilisten in der Oberpfalz.

Noch etwas Berührungsängste mit dem 145 000 Euro teuren Tesla X. Foto: age
Noch etwas Berührungsängste mit dem 145 000 Euro teuren Tesla X. Foto: age

Das Angebot für die verschiedenen E-Autos sei aber nicht immer gleich groß. „Am Irschenberg stehen fünf Ladesäulen für Tesla, aber nur eine einzige für alle anderen E-Autos“, beklagt Hans-Jürgen Frey, der Vorsitzende des Solarenergie-Fördervereins. Frey sieht zudem die Verknüpfung der E-Mobilität mit der PV-Anlage auf dem eigenen Dach als Rohstoff-Lieferant als die große Aufgabe der Zukunft an.

Die vielen bürokratischen Vorschriften, die den Fortschritt behindern würden, beklagen alle Besitzer von Elektroautos. „Politisch wird noch gebremst“, ist Wegmann überzeugt. Die nordeuropäischen Länder würden hier bereits wieder eine Vorreiterrolle einnehmen.

„Jedes zweite Auto in Norwegen fährt bereits mit Strom“, erklärte Wegmann weiter. Bei den Vertretern der großen Automarken auf der Ausstellung in Amberg fristeten aber die E-Autos noch ein etwas kümmerliches Dasein.

Neuigkeiten

  • Segway:

    Gleich mehrere interessante Neuigkeiten gab es auf dem Marktplatz zu testen. Mit einem Segway konnte jeder einen aufgebauten Parcours durchfahren. Round Table 235 Amberg-Sulzbach unterstützte die Aktion des Unternehmens PT-Pro.

  • E-Bike:

    Und gleich nebenan konnte man die neuesten E-Bikes von Cube, der in Amberg einen neuen Store eröffnet hat, testen.

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