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Diskussion

Bärbel Kofler zu Gast in Amberg

Die Beauftragte der Bundesregierung für Menschenrechtspolitik und humanitäre Hilfe stellte sich einer Diskussionsrunde.
Von Andreas Brückmann

Bärbel Kofler nahm sich eineinhalb Stunden Zeit für die Gesprächsrunde. Foto: Brückmann
Bärbel Kofler nahm sich eineinhalb Stunden Zeit für die Gesprächsrunde. Foto: Brückmann

Amberg.Auf Einladung von SPD-Landtagsabgeordneten Reinhold Strobl war die Beauftragte der Bundesregierung für Menschenrechtspolitik und humanitäre Hilfe, Bärbel Kofler, zu einer Diskussionsrunde zu Gast in Amberg. Im Mittelpunkt stand dabei die Grundsatzfrage: „Was können wir als einzelner aktiv für eine gerechte humanitäre Hilfe beitragen?“

Gestellt von unter anderem den Mitgliedern der Zukunftsakademie Amberg, mit Dr. Helmut Kollhoff als Vorsitzendem, Kinderärztin Conni Siebenbürger, Helmi Netta, seit 30 Jahren im Eine Welt Laden, Eine Welt Laden Vorsitzeden Helmut Koller, Werner Weigl, Heinz Netta, Heike Eick, Andrea Rössler, Brigitte Netta als 3. Bürgermeisterin sowie Richard Gaßner.

„Wenn man auf Ihre Frage eine sehr gute Antwort geben kann, dann bekommt man sicherlich den Friedensnobelpreis dafür“, so Kofler auf die einleitende und allgemein gehaltene Frage. „Was man beitragen kann, das ist die Bildungsarbeit in den Ländern zu machen, diese zu unterstützen.“ Wobei dies nicht so einfach sei, wie auch die Mitglieder der Amberger Diskussionsrunde aus eigener Erfahrung wussten. „Ich muss sagen, wir machen jetzt Entwicklungspolitik, die darauf aufbaut, dass dann die Leute, also die Flüchtlinge aus den Ländern nicht mehr zu uns reinkommen. Das ist aus meiner Sicht der falsche Ansatz.“

Für Kofler stellt sich die Frage: „Was können wir vor Ort, in den afrikanischen Ländern bewirken, damit es den Leuten dort bessergeht.“ Ein Knackpunkt auch für die Amberger Runde. Angesprochen und bezugnehmend auf Großkonzerne und deren Ausbeutung der natürlichen Ressourcen und Arbeiter, die Korruption der Regierungen vor Ort selbst und einige weitere Einflüsse. „Wir können die, unsere, Zivilgesellschaft fördern, und durch diese, durch Wahrnehmung der Probleme dazu veranlassen etwas zu bewirken. Kauft Kaffeebohnen nicht bei Großkonzernen, zum Beispiel.“

Gut eineinhalb Stunden nahm sich die oberbayerische Bundestagsabgeordnete Zeit für die Anliegen der Amberger. Sicherlich eine gute Zeit, um Ideen mit einzubringen.

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