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Ereignis

Bald ist wieder Zeit für den „Junut“

Peter Fochtners Team fiebert dem Junut entgegen. Für die Ultraläufer gibt es in Schmidmühlen wieder einen Rundum-Service.

Das Helferteam freut sich auf den Junut: von links: Vanessa Fochtner, Annelies Fochtner, Maja Burkhardt und Peter Fochtner. Fotos: Fochtner/Archiv
Das Helferteam freut sich auf den Junut: von links: Vanessa Fochtner, Annelies Fochtner, Maja Burkhardt und Peter Fochtner. Fotos: Fochtner/Archiv

Schmidmühlen.Mittlerweile traditionsgemäß kreuzen sich Freunde von Extremsportlern das erste Aprilwochenende im Kalender an. Es ist wieder „Junut“-Time! Junut ist die Abkürzung für Jurasteig Nonstop Utra Trail – eine Veranstaltung, die nun schon seit neun Jahren für Kopfschütteln, aber auch Bewunderung sorgt. Natürlich ist auch der SV Schmidmühlen wieder mit dabei: Im Roadbook ist der Verein als Verpflegungsstation 7 geführt und öffnet die Pforten für die Extremläufer am Samstag, 6. April ab 6 Uhr. Es werden nicht nur rund 100 Läufer, sondern auch zahlreiche Zuschauer, Fans und Angehörige erwartet.

„Schon von Beginn an“, so weiß 1. Vorsitzender Peter Fochtner, „haben wir uns als Vereins bestens präsentiert. Es gab bei uns schon immer den Full Service, aber wir haben die Grundidee immer weiter ausgebaut.“ Bei den ersten Läufen war man auf die Umkleidekabinen beschränkt, mittlerweile steht das gesamte Sportheim inklusive Gaststätte zur Verfügung.

Veganer Nudelsalat ist der Hit

Für den Verein keine leichte Aufgabe, da der parallel stattfindende Spielbetrieb an diesem Tag ausgesetzt werden muss. „Wir brauchen jeden einzelnen Raum, um den Läufern auch das zu bieten, was sie verdienen: das möglichst Beste“, so Peter Fochtner.

Beim veganen Nudelsalat greifen alle gern zu. Foto: Fochtner
Beim veganen Nudelsalat greifen alle gern zu. Foto: Fochtner

Ein Grundstamm an Helfern ist dabei schon von Anfang an mit dabei: Der SV-Vorsitzende selbst, seine Mutter Annelies und Tochter Vanessa. Die Aufgaben der Drei sind auch in den letzten Jahren gleich geblieben: Vanessa ist die Chefin bei der Zeitnahme, Annelies macht die heiß begehrte Gemüsesuppe und Peter kümmert sich um die Organisation und die Nudelsalate. Der Vorsitzende musste dabei aber auch dazulernen, wie er erzählt. Denn einen „normalen“ Nudelsalat wollten die Extremsportler nicht. So scheiterte die erste Variante mit Mayonnaise, Schinken usw. krachend. „Vegan“ hieß das Zauberwort, mit dem sich der leidenschaftliche Koch erst auseinandersetzen musste.

Der vegane Nudelsalat

  • Zutaten (für sechs Personen):

    500 g Penne (am besten Dinkelnudeln, da sie hochwertiger sind), 250 g Cocktailtomaten, 1 Glas Pesto Rosso, 1 Glas Tomaten (getrocknet, in Öl), 1 Schale Rucola, 50 g Pinienkerne, 1 Packung italienische Kräuter (Salatfix zubereitet mit Olivenöl), Salz, Pfeffer (nach Bedarf)

  • Zubereitung:

    Die Nudeln in Salzwasser al dente kochen und abkühlen lassen. Die getrockneten Tomaten in Stücke schneiden, die Pinienkerne ohne Fett anrösten. Rucola waschen und etwas zerrupfen. Alle anderen Zutaten miteinander mischen, unterheben und den Salat mindestens eine Stunde ziehen lassen. Vor dem Servieren nochmals abschmecken.

  • Dinkelnudeln:

    Dinkel liefert mehr Mineralstoffe und Spurenelemente als Weizen. Während im Dinkel beispielsweise 4,2 Milligramm Eisen pro 100 Gramm stecken, sind es im Weizen nur 3,3 Milligramm. Auch von Magnesium, Zink, Mangan oder Kupfer schlummern im Dinkel mehr Milligramm. Hoch ist im Dinkel der Gehalt an Kieselsäure – sie gibt den Körpergeweben Festigkeit und Elastizität und fördert die Konzentration.

  • Gesunde Fette:

    Dieser Salat ist beileibe nicht fettarm. Aber es kommt darauf an, welche Fette man zu sich nimmt. Bei diesem Salat stammen sie aus Sonnenblumenöl (Pesto) und den Pinienkernen, ergänzt durch Olivenöl (für die italienischen Kräuter).

Seit einigen Jahren klappt aber auch das und wird von den Läufern explizit nachgefragt. „Rund 15 Kilo muss ich schon machen“, so der Chef-Koch, „und das in zwei Varianten“. Hinzu kommen noch rund 15 Liter Gemüsesuppe, die Annelies Fochtner zubereitet. Insgesamt ist das Buffet rund 15 Meter lang, denn die Sportler ernähren sich natürlich nicht „nur“ vegan: Nüsse, Käse, extrem fette Würste, aber auch Wassermelonen und anderes sind ebenso zu haben wie warme und kalte Getränke. Das Team der Familie Fochtner wird in diesem Jahr ergänzt um die bewährten Kräfte aus Vilshof: Maja Burkhardt und ihr Mann Stephan Neumaier-Burkhardt, der 2018 als Zweiter beim 239-Kilometer-Lauf finishte, sind wieder mit dabei. Neu dabei ist Bastian Stadlmann, ein sehr ambitionierter Läufer aus der Gemeinde Schmidmühlen.

Aber warum hängt der SV da so viel Herzblut hinein? „Im Alltagsgeschäft eines Vereins wird von vielen Mitgliedern das ganze Drumherum als Selbstverständlichkeit hingenommen und niemand macht sich mehr Gedanken, was für ein Aufwand dahinter steht. Ich höre an diesem einen Tag so oft ein kleines Danke, wie im ganzen restlichen Jahr nicht“, erzählt Peter Fochtner. Manchmal seien es halt einfach die kleinen Gesten, die ein Engagement würdigen und fördern würden.

40 Personen im Orga-Team

Zwölf Verpflegungspunkte (plus den Start und Zielort Dietfurt) weist das Roadbook der Läufer aus. Drei davon sind Sportvereine (Schmidmühlen, Hohenburg und Deining). In den anderen Stationen sind die Gemeinden selbst, Feuerwehren und auch Private Personen verantwortlich. In Schmidmühlen gibt es kalte und warme Getränke, Kalte und warme Verpflegung, Toiletten, Duschen, Schlafplätze und Massagen. Insgesamt sind rund 40 Personen nur im Organisations-Team eingebunden.

Der Junut hat sich seit Jahren zu einem festen Bestandteil der Ultralaufszene entwickelt und dabei ohne Übertreibung echten Kultstatus erreicht. Besonders erfreulich ist, dass auch immer mehr Teilnehmer aus der Region beim Junut antreten. Die Läufer haben maximal 54 Stunden Zeit, den kompletten Jurasteig mit einer Länge von 239 Kilometern und einem Höhenunterschied von rund 7500 Metern zu bewältigen. Normalerweise wird der Jurasteig in 13 Tagesetappen erwandert.

Aktuell stehen für die Auflage 2019 insgesamt 13 Damen und 109 Herren aus sieben Nationen auf der Teilnehmerliste. Etwa die Hälfte hat sich für die komplette Runde mit 239 Kilometern entschieden. (asv)

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