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Bald kann geskatet werden

Viele Jahre hat sich die Kümmersbrucker Jugend einen Skatepark und Jugendtreff gewünscht. Jetzt kommt beides endlich.
Klaus Högl

Beim Spatenstich hinter dem TSV Sportheim herrschte ausgelassene Stimmung. Foto: Klaus Högl
Beim Spatenstich hinter dem TSV Sportheim herrschte ausgelassene Stimmung. Foto: Klaus Högl

Kümmersbruck.Zur Olympiade 2021 in Tokio wird es nicht mehr reichen, aber mit dem Training beginnen können die Kümmersbrucker Inliner-, Longboard-, Scooter- oder BMX-Fans wohl schon im August diesen Jahres. Dann nämlich sollen der Skatepark und der angrenzende Jugendtreff in sechs Containern fertiggestellt sein. Der Spatenstich zu beiden Projekten hat jetzt hinter dem Sportzentrum stattgefunden. Treibende Kräfte waren unter anderem Bürgermeister Roland Strehl, Verwaltung, Gemeinderat und insbesondere auch Jugendpflegerin Helena Schubert.

Denn sowohl Jugendtreff als auch Skateanlage standen gut 15 Jahre lang auf der Agenda der Kümmersbrucker Jugend. Bisher allerdings kamen beide Projekte aus verschiedenen Gründen nicht zusammen. Zwei der Hauptgründe waren dabei, dass kein passender Standort gefunden werden konnte und der politische Wille im Gemeinderat nicht ausgeprägt genug war. Doch das hat sich mittlerweile geändert. Auf „vielfachen Wunsch von Jugendlichen“ habe sie seit 2018 bei der Gemeinde „kräftig mitangeschoben“, um das Projekt zu realisieren, so Jugendpflegerin Helena Schubert. Das zeigte Wirkung: Im Januar 2020 erfolgten die entsprechenden Beschlüsse im Gemeinderat, und nach Absprache mit der Pächterin im Sportzentrum ging es nun an den Spaten.

Offen für Sportler jeden Alters

Beim Spatenstich waren neben dem federführenden Architekten Manfred Steininger auch Alexander Greiner vom Bauamt, Richard Eckl und Michael Pollok vom gemeindlichen Bauhof, die beiden Jugendbeauftragten Gabi Pilz und Karola Hirsch, und Steve Werner von der ausführenden Skateparkanlagen-Baufirma Good Great Construction aus Regensburg mit dabei. Der gemeindliche Bauhof ist mittlerweile mit den Vorarbeiten zur Fundamentierung und Grundarbeiten schon gut vorangekommen. „Die Nutzung der Anlage sieht vor, dass sich Sportler jeden Alters hier tagsüber ausprobieren können“, sagte Jugendpflegerin Helena Schubert beim Spatenstich.

Für den Jugendtreff hat Bürgermeister Roland Strehl herausgestellt, dass der Bedarf dafür „schon lange vorhanden“ gewesen sei. Das Raumangebot sei bisher der „Hemmschuh“ gewesen; nicht funktionierende Übergangslösungen hätten im Raum gestanden. Außerdem habe das „unrühmliche Ende eines Vorgängermodells“ zu der Vorgabe geführt, dass der Treff nur unter Aufsicht erfolgen könne, so Strehl.

Kosten

  • Jugendtreff:

    Nach momentanen Schätzungen sind für den Treff in den sechs Containern rund 60 000 Euro aufzuwenden plus Fundamentierung. Für beide Projekte, Skatepark und Jugendtreff, sind vom Landkreis Fördermittel in Höhe von 20 000 Euro zu erwarten.

  • Skatepark:

    Bürgermeister Strehl beziffert die Kosten mit 80 000 Euro, plus 6 000 Euro Lärmschutz und 25 000 Baumeisterarbeiten.

Dementsprechend betonte Jugendpflegerin Helena Schubert, dass künftig eine pädagogische Fachkraft der gemeindlichen Jugendpflege den offenen Treff begleiten werde. Konkret heißt das, dass die Jugendlichen innerhalb der Öffnungszeiten im Treff ihre Freizeit selbst gestalten können – aber im Rahmen der Regeln des Jugendschutzgesetzes. Grundsätzlich seien Jugendpflegerin und Gemeinde „von der Sinnhaftigkeit und Notwendigkeit dieser Begegnungsstätte überzeugt“, hieß es. Skatepark und offener Jugendtreff in Kombination seien ein „langfristiges und bedarfsgerechtes Projekt“, hieß es beim Spatenstich weiter.

Beton ist anwohnerfreundlich

Sven Werner von Good Great Construction erläuterte zudem, dass der Skatepark auf einer rund 500 Quadratmeter großen, versiegelten Fläche aus Beton gebaut werde, weil sich dieser aufgrund leiser Nutzung als anwohnerfreundlich gezeigt habe. Die Anlage sei zudem für Anfänger und Fortgeschrittene gleichermaßen konzipiert.

Zudem ließen sich von der Terrasse des Jugendtreffs aus die Sportler später gut beobachten, wie Helena Schubert betonte. Für den rund 100 Quadratmeter großen Treff solle gelten, dass es sich um kostenlose und freiwillige Angebote handle. Auch Aktionen in den kommenden Sommerferien seien vorstellbar – solange Corona das zulasse. Außerdem könne der Treff auch für Vereine, Gruppenstunden und Schulungen genutzt werden. (aeu)

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