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Bilanz

Bau des Heims geht gut voran

Die Schmidmühlener Fischer waren wieder fleißig. Die Besatzmaßnahme mit Salmoniden-Eiern in der Lauterach war ein Erfolg.
Von Josef Popp

  • Die Arbeiten am Vereinsheim der Fischer in Schmidmühlen gehen gut voran. Foto: Josef Popp
  • Den geehrten Mitgliedern des Fischereivereins gratulierten die beiden Vorsitzenden Josef Deml und Richard Sandner (hinten) sowie Bürgermeisterin Eva Feuerer (rechts). Foto: Josef Popp

Schmidmühlen.Eine breite Palette an Themen stand heuer auf der Agenda bei der Jahreshauptversammlung des Fischereivereins, die in mehr als drei Stunden sukzessive, teilweise lebhaft und kontrovers, aber immer sachlich abgearbeitet wurden. Das Arbeitsprogramm reichte von den Rechenschaftsberichten über Anträge bis hin zu Ehrungen.

1. Vorsitzender Josef Deml freute sich, dass mehr als 100 Mitglieder zur Versammlung gekommen waren; dabei waren unter anderem auch Ehrenvorsitzender Reinhard Ott und 2. Bürgermeisterin Eva Feuerer. Diese würdigte die geleistete Arbeit der Fischer, sei es bei der Gewässerpflege, bei der Umsetzung des Artenschutzprogrammes oder auch bei den Arbeiten im Vereinsheim.

Karpfen und Zander umgesetzt

Der Mitgliederstand blieb wie schon in den vergangenen Jahren relativ stabil, abgesehen von geringfügigen Schwankungen. So zählte der Verein zum Jahreswechsel 183 Aktive, 85 Passive und 24 Jugendliche, wie aus den Rechenschaftsberichten des 1. Vorsitzenden hervorging. Dieser informierte zudem über zahlreiche Veranstaltungen. Ein erfreuliches Ergebnis, so der Vorsitzende, erzielte man heuer beim Marktfest. Viele Besucher wären zum Fischereiverein gekommen, freute sich Josef Deml.

Durchaus besser hätte allerdings die Beteiligung beim Königsfischen und beim Fischerfest sein können, merkte. Den Teilnehmern standen drei Vereinsgewässer – der Mathiassee bei Haselbach, der Hüttlwiesenweiher bei Deislkühn sowie die angepachtete Vils – zur Verfügung. Das Abfischen eines der Aufzuchtweiher Ende Oktober vergangenen Jahres brachte auch einen Erfolg in Form von Besatzfischen bestehend aus Karpfen und Zandern, die unmittelbar in die Vereinsgewässer umgesetzt wurden, erinnerte Deml. Im Dezember wurde wieder unter der Regie des Gewässerwartes in der Lauterach das bereits bewährte Salmoniden-Eierprojekt mit 20 000 Stück begonnen. Mittlerweile sind fast alle geschlüpft. Wieder ein toller Erfolg, so der Vorsitzende Josef Deml.

Als erfreulich bezeichnete er es, dass nach vier Jahren wieder ein Ausbildungslehrgang zur Staatlichen Fischerprüfung begonnen werden konnte. Groß war der Zuspruch auch beim Ferienprogramm in Kümmersbruck, Ebermannsdorf und Schmidmühlen.

Auch im vergangenen Jahr wurden die Bauarbeiten am Vereinsgebäude, das in Schmidmühlen im Zieglerweg entsteht, fortgeführt. Nach Auskunft von Josef Deml konnten die Pflasterarbeiten im Außenbereich abgeschlossen werden. Das öffentliche WC sei zur Eröffnung bereit, man habe es aber aus Zeitgründen nicht mehr geöffnet. Die Putzarbeiten im Lagerraum gehen teilweise noch weiter und sind bis auf zwei kleine Restflächen fertig. Die Stromverdrahtung ist mittlerweile ebenfalls schon fertiggestellt. Eine Treppe aus Fichtenholz zum Dachgeschoss ist in Arbeit.

Positiv fiel auch der Bericht von Jugendleiter Valentin Löwen aus. 24 Jugendliche gehören dem Verein an. Der Jugendleiter berichtete über die verschiedenen Ausbildungsinhalte, mit denen die Jugendlichen zu verantwortungsvollen Anglern geschult würden. Zahlreiche Veranstaltungen standen auf dem Jahresprogramm, das mit einer eigenen Jugendversammlung im Januar begonnen hat und mit einer Weihnachtsfeier beendet wurde. Ein schöner Erfolg war wieder das Jugendzeltlager. Nach wie vor ist das Interesse groß am Fischen, betonte der Jugendleiter Valentin Löwen.

Kassier Manuela Madsen informierte über den Kassenstand. So konnte im vergangenen Jahr der Schuldenstand des Vereins wieder reduziert werden. Zahlreiche Investitionen wurden in den vergangenen Jahren getätigt. Hier nannte Manuela Madsen den Ankauf von Gewässern und den Bau des Vereinsheimes.

Gewässerwart Christian Kosel informierte über die Arbeit an den Gewässern und die Besatzmaßnahmen. Auch im abgelaufenen Vereinsjahr habe man verschiedene Besatzmaßnahmen im Rahmen des Artenschutzprogramms durchgeführt. Artenschutz werde beim Fischereiverein Schmidmühlen schon seit der Vereinsgründung großgeschrieben, betonte Kosel.

So hätten die Mitglieder wieder einmal bei einer gemeinsamen Aktion zahlreiche eher seltene und unbekannte Fische in der Vils – und zwar im Bereich des gesamten südlichen Landkreises – eingesetzt.

Vereinsbeitrag wird erhöht

Unter den vielen Anträgen stand auch das Thema Beitragserhöhung an. Mit deutlicher Mehrheit stimmte die Versammlung für eine Erhöhung. Diese sei besonders den allgemeinen Verteuerungen geschuldet, hieß es zur Begründung. So beträgt der Beitrag für Aktive jetzt 180 Euro (15 Euro mehr), für passive Mitglieder 40 Euro (zehn Euro mehr), für Jugendliche 50 Euro (zehn Euro mehr); die Aufnahme wurde um 30 Euro heraufgesetzt auf nun 150 Euro.

Manuela Madsen wies noch auf die besonderen Schutzmaßnahmen für den Bereich der Vils bei Schmidmühlen hin. Dieser Gewässerabschnitt sei mit Blick auf die Artenvielfalt bedeutend. Angesprochen wurde auch eine bessere Krebshege. Signalkrebse sollen verstärkt aus den Gewässern entnommen werden. (ajp)

Treue Mitglieder des Vereins

  • Zehn Jahre beim Fischereiverein:

    Alexander Bauer, Uwe Bessert, Andre Heisig, Axel Heisig, Hans Honis, Waldemar Janz, Wolfgang Kraus, Tony Rogga, Tobias Werner, Hans-Georg Egelkraut, Bernhard Janner-Reis, Michael Marling und Tobias Matschinger

  • 20 Jahre:

    Anton Christinger, Edmund Felser, Rafael Resch, Philipp Reich, Karl-Heinz Schmid

  • 30 Jahre:

    Tobias Seidenbeck, Wolfgang Seidenbeck

  • Nadel in Bronze:

    Hans-Jürgen Götz

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