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Region Amberg
Sonntag, 15. Juli 2018 27° 5

Tradition

Bei der Kirwa wurde ausgelassen getanzt

Erstmals wurde auf den Kirwamontag verzichtet. Florian Salzhuber und Marlen Badura wurden zum Oberkirwapaar gewählt.
Von Andreas Brückmann

Bei der Thonhausener Kirwa präsentierten acht Kirwapaare sechs Tänze und acht Gstanzln beim Austanzen am Kirwasonntag. Foto: Brückmann
Bei der Thonhausener Kirwa präsentierten acht Kirwapaare sechs Tänze und acht Gstanzln beim Austanzen am Kirwasonntag. Foto: Brückmann

Ursensollen.Für Thonhausen war es in diesem Jahr eine kurze Kirwa. Immer mehr Auflagen und der damit verbundene Arbeitsaufwand führten heuer dazu, dass erstmals in der Kirwageschichte des kleinen Dorfs in der Gemeinde Ursensollen kein Kirwamontag mehr gefeiert wurde. Dafür lockten die vorhergehenden Tage wieder hunderte Besucher ins Dorf.

Eröffnet wurde das Patrozinium der Kapelle, die Johannes dem Täufer geweiht ist, mit dem Preisschafkopf. Mit 68 Teilnehmer kamen in diesem Jahr fast doppelt so viele wie im Vorhergehenden, um ihren Meister zu finden. Mit 124 Gesamtpunkten sicherte sich Tanja Sperl den ersten Platz, gefolgt von Dieter Stiegler mit 110 und Oswald Jäger mit 106 Punkten.

Der Kirwasamstag stand zunächst ganz im Zeichen des Fußballs. Natürlich durfte die Liveübertragung des Spiels der deutschen Nationalmannschaft nicht fehlen. „Der Samstagabend war zunächst trotz des Spiels gut besucht“, zog Feuerwehrvorstand Josef Prüfling Bilanz. „Nach dem Abpfiff sind dann immer mehr Leute gekommen, die noch lange bis in die Nacht hinein gefeiert haben.“ Auch hier gab es eine Neuerung. Für die richtige Musik sorgte keine Liveband mehr, sondern DJ Maiky aus Hohenkemnath.

Beliebtes Brauchtum

  • Tanz:

    Im Rahmen eines Kirchweihfestes tanzen in der Regel am Sonntag die Kirchweihpaare den Baum aus.

  • Oberkirwapaar:

    Darunter versteht man das ranghöchste Tanzpaar aller Kirwaburschen und Kirwamädeln. Es wird durch unterschiedliche Zeremonien beim Austanzen gewählt und erhält aus Auszeichnung den Kirwastrauß.

Nach Festgottesdienst, Frühschoppen und Mittagstisch standen mit dem Austanzen des Baums und der Wahl des neuen Oberkirwapaares am Sonntag die Höhepunkte an. Die acht Paare präsentierten ein Programm aus sechs bayerischen Tänzen, acht Gstanzln und weiteren Einlagen, für die sie viel Applaus erhielten.

Beim Straußtanz, der Wahl des neuen Oberkirwapaars, hielten Florian Salzhuber und Marlen Badura das Blumengesteck am Ende in der Hand. So zogen sie nach der Darbietung als führendes Paar vom Platz hinein in den Kirwastodl. „D’Hoglbouchan“, die bereits das Austanzen des Baums musikalisch begleiteten, sorgten im Anschluss und zum Abschluss der Kirwa am Sonntagabend für entsprechende Stimmung.

Einen Kirwamontag gab es nicht mehr, somit auch kein offizielles Kirwabärtreiben. „Als kleine Dorfgemeinschaft hilft zwar jeder fleißig mit, aufgrund der immer höheren Auflagen ist es einfach nicht mehr rentabel, auch noch einen Kirwamontag zu stemmen“, sagte Prüfling. Trotzdem werde es auch 2019 die Kirwa in Thonhausen geben „wahrscheinlich aber wieder ohne Kirwamontag“.

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