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Auszeichnung

Beispiel für gelungene Integration

Die Amberger Berufsschule ehrt ihre besten Absolventen. Die Leistung einer Absolventin ragt aber heraus.
Von Gerd Spies

  • Die Jahrgangsbesten der Amberger Berufsschule mit den Vertretern der Stadt Amberg, der Schule, der Kammern und des Fördervereins. Foto: Spies
  • Selma Nesredin Mohamed Idris mit ihrer Mutter, OB Cerny und Schulleiter Martin Wurdack Foto: Spies

Amberg. „Sie haben sich eine hervorragende Ausgangsbasis für ihre berufliche Zukunft geschaffen!“ So beglückwünschte Ambergs Oberbürgermeister Michael Cerny die besten Berufsschul-Absolventen bei ihrer Ehrung im Rathaussaal. Eine Schülerin erhielt aufgrund ihrer Leistung und ihres Werdegangs ganz besonders viel Applaus.

Gemeinsam zeichneten das Amberger Stadtoberhaupt, der Leiter des Beruflichen Schulzentrum Martin Wurdack, Johann Schmalzl von der IHK, Johann Weber von der Handwerkskammer und Alexander Düssil vom Förderverein 14 Absolventen für ihre Leistungen bei ihrer Abschlussprüfung aus. Jeweils fünf der Absolventen erhielten den Förderpreis der Stadt bzw. der Regierung, vier den Förderpreis der Schule. Zusätzlich überreichte der Förderverein ein Geschenk.

„Wissen Sie eigentlich, dass Deutschland schon wieder Weltmeister ist? Aber nicht im Fußball, sondern in der Investitionskraft seiner Wirtschaft!“ Martin Wurdack, der Schulleiter des Beruflichen Schulzentrums in Amberg, stellte bei seiner Begrüßung die hohe Wirtschaftskraft Deutschlands heraus. Und für diese sei besonders der Mittelstand verantwortlich. Hier wiederum würden gerade die hochqualifizierten Mitarbeiter, zu denen hoffentlich bald auch die Absolventen zählen werden, einen großen Beitrag leisten. „Wir sind zuversichtlich, dass wir mit Ihnen als Fachkräfte diese Weltmeisterschaft auch in Zukunft verteidigen können“, ist Wurdack überzeugt.

In den unterschiedlichsten Berufszweigen, vom Industriemechaniker über die medizinische Fachangestellte, den Mechatroniker bis hin zum Bäcker haben die Absolventen eine Ausbildung abgeschlossen, und das mit einem hervorragenden Ergebnis. Alle erzielten einen Notendurchschnitt von 1,5 und besser. Viele von ihnen wählten bereits den weiteren Schulweg an der Fachoberschule.

Eine der Absolventinnen mit der Abschlussnote 1,0 ist Selma Nesredin Mohamed Idris. Die junge 19-jährige Schülerin kam erst 2016 als Flüchtling aus Eritrea nach Deutschland, lebt jetzt mit ihrer Mutter und ihrem Bruder seit zwei Jahren in Amberg. Ihr Vater ist in dem nordafrikanischen Land geblieben, das als eines der ärmsten Länder der Welt gilt. Aufgrund ihrer hervorragenden schulischen Leistungen durfte Selma, die inzwischen fließend Deutsch spricht, die 10. Integrationsklasse überspringen. Jetzt schloss sie die 11. Klasse mit einem Notendurchschnitt von 1,0 ab.

Seit Beginn dieses Schuljahres besucht die 19-jährige Selma bereits die Fachoberschule in Amberg. Ihr beruflicher Wunschtraum liegt im medizinischen Bereich, sie will medizinisch-technische Assistentin werden. Die junge Frau steht als hervorragendes Beispiel dafür, dass Integration von Flüchtlingen in unserer Gesellschaft gelingen kann.

Die besten Absolventen: Preis der Amberger Berufsschule: Stefan Schöner, Kerstin Lehmeier, Melina Marks und Jennifer Harant. Preis der Stadt Amberg: Selma Nesredin Mohamed Idris, Berta Rost, Jan Bingart, Luis Schatz und Lukas Stümpfl. Staatspreis: Franziska Aschenbrenner, Dominik Birner, Lukas Hiltner, Tobias Purrer und Benedikt Dietrich.

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