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Medizin

Betriebsfeuerwehr am Klinikum gegründet

Am Klinikum St. Marien nutzt man das Know-how der vielen Mitarbeiter, die sich in ihrer Freizeit in Feuerwehren engagieren.

Zwei Mitglieder der Betriebsfeuerwehr beim Einsatz Foto: Klinikum/Gräß
Zwei Mitglieder der Betriebsfeuerwehr beim Einsatz Foto: Klinikum/Gräß

Amberg.Zum Glück hat es am Klinikum St. Marien noch keinen großen Brand gegeben. Trotzdem ist jedes Feuer in einem Krankenhaus eine besondere Gefahrensituation: Täglich halten sich hier neben den Patienten auch viele Mitarbeiter und Besucher auf, die im Brandfall geschützt werden müssen. Dafür ist man am Amberger Klinikum in Zukunft noch besser gewappnet: mit einer eigenen Betriebsfeuerwehr, die jetzt offiziell gegründet wurde.

„Betriebsfeuerwehren an Kliniken gibt es nicht viele“, so Klinikumsvorstand Manfred Wendl bei der Gründungsveranstaltung. „Obwohl so eine Einrichtung sehr sinnvoll ist, weil die Betriebsfeuerwehr umgehend erste Hilfsmaßnahmen einleiten kann, bevor die örtlichen Feuerwehren eintreffen.“ Dabei sei die Betriebsfeuerwehr nicht als Ersatz, sondern als Verstärkung der örtlichen Feuerwehren zu sehen, fügte Oberbürgermeister und Verwaltungsratsvorsitzender Michael Cerny hinzu. „Im Klinikum gibt es viele Mitarbeiter, die sich in ihrer Freizeit schon bei der Feuerwehr engagieren – da bietet es sich an, dieses Know-how zu nutzen. Unsere Leute sind im Ernstfall schnell vor Ort und sind mit ihrer Ortskenntnis eine echte Unterstützung für die Feuerwehr.“

Um Besonderheiten wissen

Denn gerade in einem Klinikum ist es im Brandfall wichtig, auch die Besonderheiten zu kennen: „Da geht es beispielsweise darum, dass wir wissen, ob auf der Station, wo ein Brand ausgebrochen ist, infektiöse Patienten liegen oder ob in Brandherdnähe ein MRT-Gerät steht, das mit seiner Magnetkraft für Feuerwehrleute mit Atemschutz und Pressluftflaschen gefährlich werden könnte“, erläuterte Marc Bigalke, Ärztlicher Leiter der Zentralen Notaufnahme am Klinikum St. Marien und Leiter der neu gegründeten Betriebsfeuerwehr. Als stellvertretender Leiter wurde Christoph Bachmann von Stadtbrandrat Bernhard Strobl ernannt, Michael Birkl ist künftig Wachleiter Einsatz und Marco Bethmann Wachleiter Landeplatz. Er ist für die Qualifizierung und Einteilung der Landeplatzhelfer verantwortlich. Regelmäßig aufgefrischt werden soll auch das Wissen der Betriebsfeuerwehr: „Wir werden immer wieder Übungen im Klinikum abhalten, damit allen Mitgliedern unserer Feuerwehr die stetigen baulichen Veränderungen bekannt sind“, erläuterte Marc Bigalke.

Löschübungen geplant

Außerdem unterweisen die Betriebsfeuerwehrler auch alle anderen Mitarbeiter des Klinikums in Sachen Brandschutz. „Dafür arbeiten wir eng mit der Amberger Feuerwehr zusammen“, so Christoph Bachmann. „Für praktische Löschübungen haben wir beispielsweise eine Übungsbrandstelle mit Gasbefeuerung angeschafft, an der die Mitarbeiter mit einem Übungswasserlöscher einen nachgebauten Monitor oder Papierkorb ablöschen können.“

Landeplatzhelfer

  • Sicherheit:

    Auch zur Betriebsfeuerwehr gehören die Landeplatzhelfer: „Sie sind speziell dafür ausgebildet, rund um die Uhr für die Sicherheit auf dem Dachlandeplatz zu sorgen“, so Marco Bethmann.

  • Spezialisten:

    Sie sind im Brandschutz, im Umgang mit der Löschanlage und für Gefahren von Hubschraubern geschult und müssen ihr Wissen alle sechs Monate durch praktische Übungen auffrischen.

„Wir sind froh, dass wir mit der Betriebsfeuerwehr so kompetente Unterstützung haben“, freute sich Bernhard Strobl. „Wir arbeiten ja immer gegen die Zeit. Wichtig, dass die Hilfe schnell da ankommt, wo sie gebraucht wird.“

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