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Region Amberg
Montag, 24. September 2018 12° 2

Polizei

Bettler treten teilweise aggressiv auf

Die Amberger Polizei warnt vor offensichtlich organisierten Gruppen aus Osteuropa, die verstärkt wieder auftreten.

Die Amberger Polizei rät zur Vorsicht bei dubiosen Bettlern.
              Symbolfoto: Arne Dedert/dpa
Die Amberger Polizei rät zur Vorsicht bei dubiosen Bettlern. Symbolfoto: Arne Dedert/dpa

Amberg.Trotz der noch kalten Jahreszeit scheinen organisierte Bettlergruppen aus Osteuropa bereits wieder verstärkt ihre Arbeit aufzunehmen, so die Polizei im Pressebericht. Mehrere solcher Hinweise, auch über ein teilweise aufdringliches Auftreten dieser Personen, gingen in den vergangenen Tagen bei der Polizeiinspektion Amberg ein.

Oft führen sie betrügerische Spendenlisten für angeblich Taubstumme mit sich oder zeigen Bettelzettel im Zusammenhang mit fragwürdigen Notlagen vor, um das Mitleid der Passanten zu erregen. Öffnet der bereitwillige Spender seine Geldbörse, ist er nach einem schnellen, unbemerkten Griff neben dem gespendeten Münzgeld nicht selten auch seine Geldscheine los, warnt die Polizei. Drei solcher Vorfälle, bei denen sich die Spender hinterher betrogen fühlten, wurden in dieser Woche bei Polizeiinspektion bereits angezeigt.

Selbst wenn es nicht zu Diebstählen oder Betrügereien komme, tue man solchen Bettlern mit einer Spende selten etwas Gutes: Das Erbettelte oder Erschwindelte fließt am Tagesende meist zum überwiegenden Teil in die Kasse dubioser Hintermänner, die sich damit nicht selten ein luxuriöses Leben finanzieren, so die Polizei.

Damit man nicht selbst Opfer derartiger Bettlerbanden wird, hat die Polizeiinspektion Amberg Ratschläge. Man sollte vorsichtig und zurückhaltend im Umgang mit fragwürdigen Bettlern sein. Persönliche Daten sollte man nicht in dubiose Spendenlisten eintragen. Die Bürger sollen außerdem aufmerksam sein und bei einem aggressiven Auftreten oder wenn sie Opfer einer Straftat wurden umgehend die Polizei über den Notruf 110 verständigen. Wer etwas spenden möchte, sollte dies am besten über offizielle Stellen und Organisationen tun. So könne man Benachteiligten am ehesten helfen, rät die Polizei.

Weitere Polizeimeldungen aus der Stadt Amberg und dem Landkreis Amberg-Sulzbach finden Sie hier!

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