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Region Amberg
Samstag, 26. Mai 2018 26° 3

Konzert

Blick auf Ursprünge des Christentums

An Missionar Wunibald, der auch in der Region Amberg-Sulzbach wirkte, erinnert ein Multimediakonzert in Sulzbach-Rosenberg.

Eine Gedenkstätte erinnert an die älteste Kirche der Region in Ermhof. Foto: Archiv/Corinna Fried

Sulzbach-Rosenberg.Ein großes Multimediakonzert veranstalten am Sonntag, 22. April, die Sulzbacher Kantorei und die Dekanatsjugend. Im Zentrum des Konzerts steht der angelsächsische Missionar Wunibald.

Dessen Geschichte, die von der Heidenheimer Nonne Hugeburc überliefert wurde, beschreibt unter anderem einen mehrjährigen Aufenthalt Wunibalds in der Zeit von 744 bis 747 im Gebiet der Nordfilusa, das in etwa den Raum Amberg-Sulzbach beschreibt. Kurz nach dieser Zeit ist auf dem Fronherrnhof Ermhof eine Kapelle entstanden, die zu den ältesten Kirchenbauten in der Oberpfalz zählt. Bei archäologischen Untersuchungen im Jahr 2008 wurden in der Kapellenruine Grablegen gefunden, wo die Toten sowohl mit christlichen Insignien als auch heidnischen Bräuchen bestattet wurden, was für eine Erbauungszeit im achten Jahrhundert spricht. Mit dem Konzert möchte das Dekanat die Geschichte der ältesten und der jüngsten Kirche des Dekanats, der neuen Jugendkirche am benachbarten Knappenberg, verbinden.

Kirchenmusikdirektor Gerd Hennecke freut sich sehr auf das Projekt: „Nach zwei Jahren Vorbereitung wird das Konzert ,Die Legende des Heiligen Wunibald’ Wirklichkeit. Ich möchte explizit nach dem Reformationsjubiläum mit dem ökumenischen Thema an die Ursprünge des Christentums in unserem Landkreis erinnern.“

In der Amberger Autorin Christina Wagner hat Hennecke eine Schriftstellerin gefunden, die die Geschichte des Hl. Wunibald einfühlsam aus der Sicht der Nonne Hugeburc nachempfunden hat. Die Nonne Hugeburc kam wie Wunibald aus England in das Kloster Heidenheim und verfasste dort für Wunibald und dessen Bruder die Biografien. Hugeburc gilt heute noch als wichtigste weibliche Schriftstellerin des frühen Mittelalters.

Die Aufführung wird durch Texte und Filmsequenzen gegliedert sein, die mit Chormusik aus dem 15. und 16. Jahrhundert untermalt werden. Das Multimediakonzert, an dem insgesamt 50 Personen zwischen zehn und 80 Jahren beteiligt sind, ist ein Gesamtprojekt der Christuskirche, des Dekanats Sulzbach-Rosenberg und der Dekanatsjugend. Die Gesamtleitung und Konzeption liegt in den Händen von Dekanatskantor KMD Gerd Hennecke.

Das Konzert findet am Sonntag, 22. April, um 18 Uhr, in der Sulzbach-Rosenberger Christuskirche, Pfarrplatz, statt. Der Eintritt ist frei.

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