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Initiative

Brot beim Wachsen auf dem Acker zusehen

Die Zusammenarbeit zwischen Bäckern und Bauern in der Öko-Modellregion Amberg-Sulzbach soll gestärkt werden.

Biobauer Hubert Lautenschlager (rechts) und Bäckermeister Michael Kredler begutachten den Dinkel „Oberkulmer Rotkorn“, den Lautenschlager in Heinzhof anbaut und Kredler für seine BioDinkel-Schiene verarbeitet. Foto: Ströll
Biobauer Hubert Lautenschlager (rechts) und Bäckermeister Michael Kredler begutachten den Dinkel „Oberkulmer Rotkorn“, den Lautenschlager in Heinzhof anbaut und Kredler für seine BioDinkel-Schiene verarbeitet. Foto: Ströll

Amberg.„Die Netzwerke in unserem Lebensraum sind es, die uns verlässlich ernähren – vom Regenwurm, über den Bauern und den Bäcker zum Brot“, meint Barbara Ströll. Die Projektmanagerin der Öko-Modellregion Amberg-Sulzbach/Amberg möchte diese Netzwerke gemeinsam mit den Bäckern stärken.

Aktuell arbeiten im Amberg-Sulzbacher Land rund 120 Bauern nach den Bio-Richtlinien. Die meisten erzeugen auch Getreide für die Lebensmittelverarbeitung: Braugerste, Dinkel, Roggen, Weizen, Hafer. Von den mehr als 35 Bäckereien in der Region verarbeiten fünf Betriebe Bio-Getreide. Zwei verarbeiten ausschließlich Bio-Rohstoffe, drei bieten zusätzlich zum normalen Angebot ein mehr oder weniger breites Sortiment an Bio-Backwaren an. Alle drei beziehen unter anderem Bio-Getreide direkt von Bauern aus dem Amberg-Sulzbacher oder dem Nürnberger Land. „Wenn Bäcker und Bauern eng zusammenarbeiten, können wir als Konsumenten unserem Brot schon beim Wachsen auf dem Acker zuschauen“, so die Idee der Projektmanagerin. „Kurze Wege und maximale Transparenz stärken das Vertrauen der Konsumenten in die Öko-Qualität der Lebensmittel.“

Die Bäckerinnungen Amberg und Sulzbach-Rosenberg unterstützen diese Idee und bieten gemeinsam mit der ÖMR-Projektmanagerin eine Info-Veranstaltung für Bäcker an. „Bioregionale Wertschöpfung im Bäckerhandwerk – Chancen und Wege“ ist der Titel des Workshops am Mittwoch, 11. Oktober, von 15 bis 18 Uhr in Gebenbach. Alle interessierten Bäcker, auch aus Nachbarlandkreisen, können teilnehmen. Michael Kredler bietet eine Besichtigung seiner Bäckerei an, BioVollkorn-Bäcker Wehr berichtet aus seiner Praxis, Judith Hock-Klemm (ABCERT) erläutert die Möglichkeiten der Bio-Zertifizierung und Gerald Meierhöfer (Gailertsreuther Mühle) stellt mit Barbara Ströll Möglichkeiten der bioregionalen Rohstoffbeschaffung vor. Die Anmeldung ist möglich im Projektbüro der Öko-Modellregion, Infos unter www.oekomodellregionen.bayern/amberg-sulzbach/.

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