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Kultur

Bühne frei für den Nachwuchs

Die Vorfreude ist bei den Protagonisten der Amberger Schultheatertage groß. An den vier Gymnasien laufen die Proben auf Hochtouren.
Von Gerd Spies

Gemeinsam mit Vertretern der Stadt Amberg und der Sparkasse freuen sich die Leiter der Theatergruppen auf die Schultheatertage. Foto: Gerd Spies
Gemeinsam mit Vertretern der Stadt Amberg und der Sparkasse freuen sich die Leiter der Theatergruppen auf die Schultheatertage. Foto: Gerd Spies

Amberg.Theaterarbeit fördert bei den Schülern neben dem Schulalltag zusätzliche Kompetenzen wie Kreativität, Ausdruck, Selbstbewusstsein. Daher dankte Ambergs Oberbürgermeister Michael Cerny bei der Pressevorstellung des neuen Programms der 28. Schultheatertage den beteiligten Lehrkräften, die sich hier mit viel Engagement einbringen. Kulturreferent Dr. Fabian Kern wies darauf hin, dass diese Theatertage nicht nur einen festen Bestandteil in der schulischen Bildung, sondern auch eine Bereicherung der Kultur in Amberg darstellen.

Acht Aufführungen stehen insgesamt in diesem Jahr auf dem Programm. Den Auftakt macht am 14. Februar wieder eine gemeinsame Veranstaltung, bei der alle Theatergruppen Ausschnitte aus ihren Produktionen auf die Bühne des Stadttheaters bringen.

Die erste Aufführung nach der Gemeinschaftsveranstaltung findet am Donnerstag, 12. März, um 19.30 Uhr statt. Dann nämlich lädt die Theatergruppe der Mittel- und Oberstufe des Max-Reger-Gymnasiums unter der Leitung von Nina Kohl ein. Ihr Stück stammt aus der Feder von Marlene Skala und trägt den Titel „Die Räuber. Schiller für uns“.

Druck und Reizüberflutung

Am Donnerstag, 19. März, folgt um 19 Uhr „Frühlingserwachen 2020“, frei nach Frank Wedekind, gespielt von der Oberstufen-Theatergruppe des Erasmus-Gymnasiums unter Leitung von Elisa Romfeld. Frank Wedekinds humorvolle Kindertragödie nimmt die Jugendlichen in der heutigen Welt zwischen schulischem Leistungsdruck und medialer Reizüberflutung in den Blick.

„Die Mauer“ von Max Frisch steht am Montag, 30. März, um 19.30 Uhr auf dem Programm. Die Theatergruppe der 7. bis 12. Jahrgangsstufe der Dr.-Johanna-Decker-Schulen unter Leitung von Peter Ringeisen hat sich diesem Thema angenommen. Der Kaiser von China lässt anlässlich des Baus der großen Mauer ein großes Fest vorbereiten. Ungewöhnliche Gäste sind geladen. Worüber werden sich Pontius Pilatus und Christoph Columbus oder Romeo und Julia unterhalten?

Eine Eigenproduktion der Mittel- und Oberstufengruppe des Gregor-Mendel-Gymnasiums unter Leitung von Claudia Ried ist „Das Experiment“. Es basiert auf dem sogenannten Stanford-Prison-Experiment, bei dem von Freiwilligen eine Gefängnissituation nachgestellt wird. Dazu wird den Teilnehmern eine Rolle als Wärter oder als Gefangener zugelost. Was als Spaß beginnt, wird nach und nach erschreckender Ernst.

Claudia Ried vom GMG ist auch die Spielleiterin der Theatergruppe „Obstsalat“. Sie zeigt am Samstag, 25. April, „Jedes Wort zählt“, ebenfalls eine Eigenproduktion nach dem Roman „Vox“ von Christina Dalcher.

Ein modernes Märchen

„Isa“ ist ein modernes Märchen von Ilse Hilpert und Beate Höhn-Marten. Die Unterstufen-Theatergruppe des Erasmus-Gymnasiums setzt dieses Stück unter Leitung von Sandra Häusler und Susanne Rosemann am Donnerstag, 7. Mai, um 19.30 Uhr in Szene.

Den Abschluss der Schultheatertage bildet „Irgendwas mit Märchen“ am Donnerstag, 9. Juli, um 19.30 Uhr, inszeniert von der Theatergruppe der 5. bis 8. Jahrgangsstufe des Max-Reger-Gymnasiums unter der Leitung von Gabi Biehler und Simone Nimmerrichter.

Die Koordination der Schultheatertage liegt wieder in den bewährten Händen von Theaterberaterin Barbara Hauk vom Kulturamt. Die Sparkasse unterstützt auch in diesem Jahr das Projekt. Die Rezensionen der Aufführungen sind auf der Internet-Seite www.hostasxeng.de nachzulesen.

Programmübersicht

  • April bis Juli:

    25. April „Obstsalat“, Club La Vida; 7. Mai Erasmus-Gymnasium, Aula; 9. Juli Max-Reger-Gymnasium, Meditationsraum

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