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Rückblick

Das Jahr 2019 in Rieden

Von Nachtschwimmen bis Marktsonntag: 2019 war viel geboten in Rieden. Die Mittelbayerische gibt einen Überblick.

Die Theatergruppe „Goaslandler“ begeisterten mit dem Stück „Klosterfraunarzissengeist“. Foto: Hubert Söllner
Die Theatergruppe „Goaslandler“ begeisterten mit dem Stück „Klosterfraunarzissengeist“. Foto: Hubert Söllner

Rieden.Die Fertigstellung großer Maßnahmen wie Kindertagesstätte und Wieskirche setzte besondere Akzente, doch richtig rund und lebendig machten dieses Jahr auch viele kleinere Ereignisse.

1. Theater: Die „Goaslandler“ sorgen jedes Jahr zwischen Weihnachten und Dreikönig für beste Unterhaltung

Theaterspielen hat in Rieden eine lange Tradition, bereits für 1866 ist eine Aufführung des damaligen Gesellenvereins belegt. Die im Jahr 2001 gegründete Theatergruppe „Goaslandler“ tritt nun jedes Jahr mit sechs Aufführungen zwischen den Weihnachtstagen und Dreikönig vor ihr Publikum. Drei Nonnen begeisterten beim „Klosterfraunarzissengeist“ im abgelaufenen Jahr die Zuschauer, seit dem 27. Dezember sorgen die Goaslandler mit dem Lustspiel „Da Grantlhuaber“ für viel Spaß.

2. Narrhalla: Die Faschingsgesellschaft ist seit 40 Jahren ein Garant für mitreißende Darbietungen

Präsident Daniel Kellner (rechts) stellte gemeinsam mit Ehrenpräsident Jochen Ernst Hofnarr Kurt Zittlau als neues Ehrenmitglied der Narrhallesen vor. Foto: Hubert Söllner
Präsident Daniel Kellner (rechts) stellte gemeinsam mit Ehrenpräsident Jochen Ernst Hofnarr Kurt Zittlau als neues Ehrenmitglied der Narrhallesen vor. Foto: Hubert Söllner

Ministerpräsident Dr. Markus Söder schrieb zum 40-jährigen Bestehen der Narrhalla Rot-Weiß-Gold in seinem Grußwort: „Der Faschingszug in Rieden in der Oberpfalz ist ein Begriff.“ Und er gab sich überzeugt: „Die Garden des Vereins begeistern in jeder Saison ihr Publikum.“ Damit sprach er vielen aus dem Herzen. Mit Prinz Andreas II. und Prinzessin Tamara I., dem Kinderprinzenpaar Tim I. und Angelina I. sowie Prinzen-, Jugend-, Kinder- und Bambinigarde startete die Narrhalla ins Jubiläumsjahr des 40-jährigen Bestehens.

3. Abschied: Das evangelische Pfarrersehepaar verlässt Rieden nach zehn Jahren Seelsorge

Mit einem Gottesdienst in der Paul-Gerhardt-Kirche in Rieden und einem anschließenden Empfang im Bildungshaus des Klosters im benachbarten Ensdorf verabschiedete sich im März das Pfarrersehepaar Birgit Schwalbe und Klaus Eberius von der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde. Im Rückblick auf ihre zehnjährige Tätigkeit nahmen sie das Bild vom Weinberg zu Hilfe. Ihr Dank galt allen, die sie unterstützten, betonten sie, „denn der Weinberg im Unteren Vilstal hat Nachbarn, die mithelfen“.

4. Segnung: Die Sanierung der Wieskirche auf dem Pfarrberg Vilshofen ist abgeschlossen

Die renovierte „Wieskirche zum Gegeißelten Heiland“ im Friedhof Vilshofen. Foto: Hubert Söllner
Die renovierte „Wieskirche zum Gegeißelten Heiland“ im Friedhof Vilshofen. Foto: Hubert Söllner

Am Ostersonntag fand die feierliche Segnung der renovierten Wieskirche am Pfarrberg in Vilshofen statt. Weihbischof Reinhard Pappenberger zelebrierte mit Pfarrer Gottfried Schubach und Pfarrer Pradyut Bahla den feierlichen Gottesdienst. Die Kirche, eines der drei prägenden Bauwerke auf dem Pfarrberg, ist Eigentum des Marktes Rieden. So freute sich auch Bürgermeister Erwin Geitner, „dass diesem Schmuckstück Vilshofener Geschichte wieder ein würdiges Aussehen gegeben werden konnte“.

Blick auf das neue Jahr

  • Feuerwehrgerätehaus:

    Die Riedener Feuerwehr kann sich auf einen großen Tag freuen: „Im Frühjahr werden wir die Segnung des neuen Gerätehauses feiern“, ist Bürgermeister Erwin Geitner überzeugt. Lange hatten die Floriansjünger schon auf ein modernes Domizil mit viel mehr Platz gehofft - 2017 konnte dann mit dem Neubau begonnen werden. Kräftig haben die Mitglieder mit angepackt, derzeit erledigen sie noch mit Feuereifer die letzten Arbeiten am neuen Feuerwehrgerätehaus.

  • Freibad:

    Viele Jahre wird in Rieden schon über die nötige Sanierung des im Jahr 1971 erstellten Freibads diskutiert, jetzt können die Arbeiten für das rund 3,33 Millionen teure Projekt bald starten. Die Marktgemeinde freut sich über eine beachtliche Bundesförderung zur Renovierung des Freibads – und zwar 1,3 Millionen Euro. Der Baubeginn ist zum Ende der Badesaison 2020 geplant. Bürgermeister Erwin Geitner hofft, dass bereits im Sommer 2021 im neuen Bad geplanscht werden kann.

5. Geburtstag: Vor allem auch die Kinder der Grundschule ließen Bürgermeister Erwin Geitner hochleben

„Wie schön, dass du geboren bist “ sangen die Kinder der Grundschule: Rektorin Christine Kölbl, Lehrkräfte und Kinder hatten eine Preisverleihung „fit-for-50“ für Bürgermeister Erwin Geitner vorbereitet. Zwar wollte Geitner seinen 50. Geburtstag nur im Familienkreis feiern, so die Rektorin, „aber wir haben es uns nicht nehmen lassen, zu diesem besonderen Tag zu gratulieren und uns zu bedanken“.

6. Nachtschwimmen: Mit Rockabilly vom Feinsten lockte im Riedener Freibad wieder eine besondere Party

Nachtschwimmen findet im Riedener Freibad schon seit 30 Jahren statt. Im Juni aber hieß es dazu wieder „Rawk'n Roll at it's best!“. Das ist das Motto des beliebten Scotty Bullock Trios, das an diesem Abend im Freibad wieder einmal so richtig auffeilte. Badcafé-Pächter Markus Meier und Schwimmmeister Max Wagner sorgten für eine zu einer lauen Sommernacht passende Beleuchtung. Mit Spezialitäten an der Cocktail-Bar, Deftigem vom Grill wurden die Gäste verwöhnt.

7. Kindertagesstätte: Die Kleinen aus dem Markt Rieden haben nun viel Platz in ihrem nagelneuen Haus

Im September war es soweit – die neue Kindertagesstätte St. Georg wurde eingeweiht. 2017 wurde mit dem Neubau begonnen, um mehr Platz für die Mädchen und Buben zu haben. 50 Kindergarten- und 24 Krippenplätze wurden nahe der Grundschule geschaffen. Nun gab es ein schönes Fest. Pfarrer Gottfried Schubach erflehte den Segen Gottes für die Kindertagesstätte, gab Kreuze an zwei Kinder für die Gruppenräume. Kindergartenleiterin Katharina Simon stellte kurz ihre Mitarbeiterinnen vor, Planer Thomas Hollweck ging auf die Baugeschichte ein.

Heimatgeschichte

Der Schmidmühlener Hopfen war begehrt

Schon im Mittelalter wurde Hopfen angebaut. Mauern der Hopfengärten und die Giebelhäuser mit den Trockenböden erinnern daran.

8. Krippenausstellung: Richtige Kunstwerke haben die leidenschaftlichen Krippenbauer geschaffen

Interessiert betrachteten die Besucher die rund 20 Krippen in verschiedenen Baustilen. Foto: Hubert Söllner
Interessiert betrachteten die Besucher die rund 20 Krippen in verschiedenen Baustilen. Foto: Hubert Söllner

Zu ihrer ersten Krippenausstellung luden die Krippenfreunde im Heimatverein Unteres Vilstal an zwei Wochenenden im Dezember ins Pfarrheim St. Josef ein. Der Leiter der Krippenbaukurse Fridolin Groß war in seinem Element, wenn er die rund 20 Krippen sowie deren Baustile und die bis ins Kleinste – von der Gartenbank über Brunnen, Holzstöße, Hackstöcke und Treppenaufgänge bis Abtritt beim Haus – genau angefertigten Kleinkunstwerke erläuterte.

9. Geschichte: „Riedner Geschichten“ von Hubert Haas entführen in eine andere, oft schwierige Zeit

Eine Ausgabe des zweiten Bands seiner „Riedner Geschichten“ überreichte Ortsheimatpfleger Hubert Haas (rechts) an Pfarrer Gottfried Schubach. Foto: Hubert Söllner
Eine Ausgabe des zweiten Bands seiner „Riedner Geschichten“ überreichte Ortsheimatpfleger Hubert Haas (rechts) an Pfarrer Gottfried Schubach. Foto: Hubert Söllner

Den zweiten Band seiner „Riedner Geschichten“ stellte Ortsheimatpfleger Hubert Haas beim Pfarrfamilienabend im November vor. 22 Geschichten in dem 193 Seiten starken, reich bebilderten Band erzählen von merkwürdigen Begebenheiten und Ereignissen aus Rieden und der Umgebung - Vorfälle aus einer Zeit, in der der Alltag stets ein Kampf ums Überleben war. Sie reichen von der Brandkatastrophe von 1749 über die Schüsse beim Löwenwirt bis zum Streit um die Frühmesseigentümer. Das Buch kann für 12,50 Euro im Rathaus, Zimmer 8, bei Franziska Haas erworben werden.

10. Marktsonntag: Im Riedener Ortskern gab es zum 15. Mal ein buntes Angebot

Eine „Stadtrundfahrt“ auf dem Traktor-Anhänger war der Renner. Der Erlös, so der Hirschenwirts-Bernhard, wird für den neuen Kindergarten gespendet. Foto: Hubert Söllner
Eine „Stadtrundfahrt“ auf dem Traktor-Anhänger war der Renner. Der Erlös, so der Hirschenwirts-Bernhard, wird für den neuen Kindergarten gespendet. Foto: Hubert Söllner

Mit ihren Schüssen trieben die Böllerschützen des Heimatvereins auch die Letzten aus den Federn, um den 15. Marktsonntag mitzufeiern. Die Blaskapelle St. Georg eröffnete ihn mit einem Standkonzert - und bei herrlichem Spätsommerwetter kamen unzählige Gäste nach Rieden, um zu flanieren, manches Schnäppchen zu machen und zu genießen. (azd)

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