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Das Luftboottreffen fällt ins Wasser

Die Großveranstaltung muss wegen der Corona-Krise heuer ausfallen. Zwei Sonderausstellungen sind zu sehen.

In den letzten Jahren tummelten sich rund 150 teilnehmende aufgeblasene Schwimmgeräte auf der Vils zwischen Kräuterwiese und Luftmuseum.  Foto: Johanna Foitzik
In den letzten Jahren tummelten sich rund 150 teilnehmende aufgeblasene Schwimmgeräte auf der Vils zwischen Kräuterwiese und Luftmuseum. Foto: Johanna Foitzik Foto: Johanna Foitzik /Johanna Foitzik

Amberg.Auch der 14. Geburtstag des Luftmuseums wird Opfer der Corona-Pandemie: Mit über 200 Teilnehmern zählt das Luftboottreffen seit einigen Jahren schon den zu großen Veranstaltungen und fällt daher unter das Veranstaltungsverbot, heißt es in einer Pressemitteilung des Museums.

Was jedoch nicht verboten sei: unter Beachtung der Kontaktbeschränkungen mit dem Schlauchboot auf der Vils treiben und Amberg vom Wasser aus erblicken. Und noch praktischer sei es doch, dass man sich sein eigenes Luftabenteuer nun auf einen Termin seiner Wahl legen könne. „Die Vils schlängelt sich durch die Amberger Innenstadt bis ins Landesgartenschaugelände ohne Wehr, so dass die Fahrt gemütlich fortgesetzt werden kann.“

In den vergangenen 13 Jahren hat das Luftboottreffen immer mehr an Bekanntheit und Beliebtheit gewonnen. Zuletzt tummelten sich rund 150 teilnehmende aufgeblasene Schwimmgeräte auf der Vils zwischen Kräuterwiese und Luftmuseum. Begleitet von Blasmusik auf den Booten und den Blicken vieler Schaulustiger an den Brücken Ambergs stand dabei besonders das Miteinander im Mittelpunkt. So ging es nicht darum, möglichst schnell oder als „erste/r“ am Ziel Luftmuseum anzukommen, sondern möglichst langsam gemeinsam gen Schiffgasse zu schippern – und jeder kann teilnehmen. Im vergangenen Jahr waren besonders kuriose Schwimmgeräte an den Start gegangen: ein Floß aus 400 luftgefüllten Milchtüten, eine Schwimminsel mit Schattenpalme, ein aufblasbares Tretboot, sogar Einhörner, Flamingos, Schwäne, Pfauen und Kamele – und unzählige Schlauchboote. Der Kreativität waren keine Grenzen gesetzt. Nach einer fröhlichen Vils-Fahrt waren alle Matrosen eingeladen, am Luftmuseum beim bunten Museumsfest auszusteigen und sich verköstigen zu lassen oder die Luftkunst zu genießen.

Das Luftboottreffen habe sich schon als fester Termin im Amberger Veranstaltungskalender etabliert. Die vom Luftmuseum initiierte Veranstaltung beziehe die gesamte Stadt mit ein. Das Luftmuseum plane, sollte es die gesundheitliche Lage in Deutschland und Bayern zulassen, 2021 eine Wiederaufnahme des Luftboottreffens.

Aktivitäten

  • Ausstellungen:

    Mit „Catching Air“ von Toer, einem interdisziplinären Designkollektiv, gegründet von Castor Bours und Wouter Widdershoven (Foto: M. Rebmann), im Erdgeschoss und „Songs of Sky“ von Matthias Loebermann in der gotischen Hauskapelle werden zwei sehr unterschiedliche Arten der Luftkunst gezeigt.

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