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Event

Das Rennen der heißen Kisten

Zum dritten Mal war das Seifenkistenrennen. Heiße Wägen und kultige Typen heizten den Butzenweg in Kümmersbruck hinunter.
von Klaus Högl

Sie war der Star unter den Seifenkisten – die Ente des Weideners Herve Glatigny. Foto: Högl
Sie war der Star unter den Seifenkisten – die Ente des Weideners Herve Glatigny. Foto: Högl

Kümmersbruck.Ein richtiges Spektakel war das Kümmersbrucker Seifenkistenrennen. Nicht nur die Temperaturen waren brandheiß, auch so manche Kiste war ziemlich heiß. Zum dritten Mal hat die FFW Kümmerbruck mittlerweile das Event mit der Raiffeisenbank ausgerichtet. Rennleiter Chirstopher Richter war der Hauptorganisator, aber natürlich halfen jede Menge Kümmersbrucker auch tatkräftig für den Erfolg des Rennens mit.

Damit alles Sicher über die Bühne gehen konnte, wurde die Strecke weiträumig abgesperrt. 300 Strohballen sorgten extra auf der 300 Meter langen Strecke für Sicherheit am Butzenweg. Die gesamte FFW Kümmersbruck war eingespannt. Christopher Richter, Bürgermeister Roland Strehl, Volksbank Chef Dieter Paintner und Streckensprecher Tom Retzer schickten um 13 Uhr die ersten Seifenkisten auf die Strecke.

300 Strohballen

Da bebte der ganze Butzenweg nicht nur wegen Fahrzeugen, es waren auch so viele Menschen gekommen, um das Spektakel nicht zu verpassen. Am Tag drauf war auch noch Sommerfest, so wurde das Feuerwehrhaus zu einer reinen Fest- und Rennmeile. Und diese war international: Die Partnergemeinde Holysov aus Tschechien war dabei und Rennfahrer aus Weiden. Längst ist das Teilnehmerfeld nicht mehr nur regional.

Flying Bauhof war der drittschnellste auf der Strecke.  Foto: Högl
Flying Bauhof war der drittschnellste auf der Strecke. Foto: Högl

Fünf Stunden lang hat sich alles um das Rennen gedreht. Nur um die kühnen Männer und Frauen mit ihren noch kühneren Seifenkisten. 18 Fahrzeuge gingen an den Start, um den Butzenweg hinunter zu brettern. Boxenstopp oder „Safety Car“ hat es nicht gebraucht. 22 bis 30 Sekunden brauchten die Rennfahrer durchschnittlich für die Strecke. Angekommen ist jeder, aber wie, da gab es Unterschiede: Manche auf dem direkten Weg, manche recht wacklig. Die Wackligen mussten dann per Traktor nach oben zum Start gezogen zu werden.

Das Rennen

  • Start:

    Die Karriereberatung der Bundeswehr aus Weiden ging als erste an den Start, gefolgt von der Jugendfeuerwehr, der Kirwagemeinschaft Kümmersbruck, der Wasserwacht und vielen mehr.

  • Sieger:

    Auf Platz 1. Stefan Franz mit „Fast Forward“ vor „Anno 1960“ Weiden mit Max Seiler und auf Platz 3. Bernhard Schießlbauer und Robert Bauer mit ihrem „Flying Bauhof“.

Nicht nur auf das Tempo kam es an, auch auf die Kreativität. Schnell war ein Liebling ausgemacht: Die Cocotte von Pierre Herve Glatigny aus Weiden, eine wunderbar nachgebaute Ente. „Bei rund 100 Arbeitsstunden habe ich aufgehört, zu zählen“, erklärte der Besitzer. Nach seiner „süße Tochter“ habe er das Fahrzeug getauft.

Die Cocotte war der Liebling

Er sei auf das Rennen der FFW Kümmersbruck im Internet aufmerksam geworden. Da es ihm auch nur um den Spaß gehe, habe er teilgenommen. Mit Erfolg: Sein Gefährt gewann den Preis der kreativsten Kiste zusammen mit den Pegasus-Pferden von Selina Ernst und Mira Winkler.

Am Ende war das dritte Seifenkistenrennen trotz der hohen Temperaturen ein voller Erfolg. Auch Bürgermeister Roland Strehl freute sich über den gelungen Tag. Die größte Fangemeinde brachten die Kirwaleit mit. Gewonnen hat Stefan Franz mit seiner Kiste „Fast Forward“.

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