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Inklusion

Das Wundernetz geht in die zweite Runde

Die Finanzen für drei weitere Jahre sind nun gesichert. Menschen mit Handicap sollen in Amberg noch mehr gestärkt werden.

33 Wundernetzler trafen sich kürzlich zum ersten gemeinsamen Gruppentreffen in der OBA. Weitere zehn Menschen haben ihre Mitarbeit in den neuen Teams fest zugesagt. Foto: Monika Ehrenreich
33 Wundernetzler trafen sich kürzlich zum ersten gemeinsamen Gruppentreffen in der OBA. Weitere zehn Menschen haben ihre Mitarbeit in den neuen Teams fest zugesagt. Foto: Monika Ehrenreich

Amberg.Im April bekam Projektleiterin Hildegard Legat die erlösende Zusage: Die Aktion Mensch und die Lebenshilfe Amberg-Sulzbach stellen die Mittel für weitere drei Jahre Arbeit im Wundernetz bereit. Mit dabei sind die bisherigen Projektpartner aus der Erwachsenenbildung (VHS Amberg, VHS Amberg-Sulzbach, EBW und KEB), von OTH und OTV und der OBA. Und natürlich viele erfahrene Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus den vergangenen drei Jahren.

„Wir freuen uns auch sehr über neue Kollegen, die unsere Arbeitskreise mit ihren Erfahrungen und Ideen bereichern“, erklärt Legat. Im Wundernetz arbeiten Menschen mit körperlichen Einschränkungen, mit Sinnesbehinderungen, psychischen Handicaps oder mit Lernbehinderungen zusammen mit Menschen ohne Behinderungen. Für das neue Projekt hat das Wundernetz sein Logo angepasst: Aus „Gemeinsam unterwegs – das Wundernetz“ wurde „Wundernetz 2 – gemeinsam stärker“.

Als Ziele des neuen Projekts wurden „Empowerment und barrierefreie Mediennutzung“ definiert. Hinter dem etwas sperrigen Titel verbirgt sich der Wunsch, Menschen mit Handicap noch mehr zu befähigen und zu stärken, um ihre Anliegen rund um Inklusion selbst vertreten zu können. Zum einen persönlich in den Gemeinden und Pfarreien unseres Landkreises und bei Veranstaltungen, zum anderen mithilfe verschiedener Medien.

„Im Bereich der Erwachsenenbildung gibt es weiterhin eine Assistenz für Menschen mit Behinderungen“, berichtet Hildegard Legat. Geplant sei auch ein inklusives Lernfest im Herbst. „Damit hörbehinderte Menschen Kurse und Führungen besser verfolgen können, schaffen wir eine induktive Höranlage an“, sagt Legat. Auch die Arbeit an der barrierefreien Homepage und den Wundernetz-Magazinen bei OTV gehe natürlich weiter. In insgesamt acht Arbeitsgruppen werden in den kommenden drei Jahren unter anderem Clips für Youtube produziert, inklusive Gesprächsrunden als Podcasts veröffentlicht und eine Zeitschrift in Leichter Sprache erstellt.

Die besten Umarmungen gibt es im Wundernetz. „Wir suchen noch mehr Kolleginnen und Kollegen mit und ohne Handicap, besonders Menschen mit einer Seh- oder Hörbehinderung wären eine große Hilfe“, sagt Legat. Interessenten können sich bei ihr unter (0 96 21) 30 81 266 melden.

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