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Schulen

Decker-Schülerinnen reisen in Slowakei

Nach dem Schüleraustausch mit den Partnern in Nitra freuen sich die Ambergerinnen schon auf den Gegenbesuch im nächsten Jahr.

Behelmt und guter Dinge: Die Austauschüler der Dr.-Johanna-Decker-Schulen vor dem Stolleneingang des slowakischen Bergwerks. Foto: Ringeisen
Behelmt und guter Dinge: Die Austauschüler der Dr.-Johanna-Decker-Schulen vor dem Stolleneingang des slowakischen Bergwerks. Foto: Ringeisen

Amberg.Die Amberger Dr.-Johanna-Decker-Schulen pflegen bereits seit Jahren Partnerschaften mit Schulen in England und Luxemburg. Dieses Jahr wurde ein weiterer Schüleraustausch ins Leben gerufen – und zwar mit dem katholischen „Gymnasium der Hll. Cyrill und Method“ in Nitra. Die Stadt liegt in der westlichen Slowakei und hat rund 77 000 Einwohner. Damit ist Nitra die sechstgrößte und – neben Bratislava – älteste Stadt der Slowakei.

27 Schülerinnen reisen mit

27 Schülerinnen aus den Jahrgangsstufen neun bis elf der DJD-Realschule und des DJD-Gymnasiums, begleitet von Studienrätin Christine Maierhofer und Schulseelsorger Studienrat Reinald Bogensperger, machten sich frühmorgens auf den Weg Richtung Osten.

Nach einer fast zehnstündigen Busfahrt wurde die Reisegruppe aus Amberg herzlich von ihren Austauschpartnern und -partnerinnen sowie deren Lehrerinnen, drei Ordensschwestern von der Kongregation der „Familie Mariens“, empfangen. Bei einem slowakischen Buffet hatten die 52 Mädchen und zwei (!) Jungen Gelegenheit, sich nach Wochen des Chatkontakts persönlich kennenzulernen, bevor sie gemeinsam zur nahegelegenen Burg, dem Bischofssitz der Diözese Nitra, aufbrachen, um dort die Kathedrale des Hl. Emmeram, die jahrhundertealten Festungsanlagen und das Burgmuseum zu bestaunen. Den Abend verbrachten die Jugendlichen in ihren Gastfamilien.

Der nächste Tag begann bereits um 7.15 Uhr mit einem freiwilligen Gottesdienst in der Hauskapelle des zur Schule gehörenden Internats. Dann begleiteten die Oberpfälzerinnen ihre Austauschpartner in deren Unterricht, erlebten den Schulalltag mit und erhielten einen Einblick in die Sprache, Kultur und Geschichte des Gastlandes.

Kommunikationsprobleme gab es übrigens keine – die Austauschschülerinnen und -schüler gehören alle dem bilingualen Zweig des Gymnasiums an und sprechen sehr gut Deutsch. Nach dem Mittagessen in der Mensa ging es weiter zum nächsten Ausflugsziel, der historischen Bergwerksstadt Banská Štiamica (deutsch: „Schemnitz“), seit 1993 Weltkulturerbe der Unesco und älteste Bergbaustadt des Landes.

Bergbau bis in die 90er Jahre

Nach dem Besteigen des 726 Meter hohen Kalvarienberges, der einen schönen Ausblick auf die Stadt bietet, nahmen die Schüler an einer unterirdischen Führung durch die ehemaligen Bergwerksminen teil und erfuhren dabei viel über den noch bis in die 1990er Jahre andauernden Bergbaubetrieb, bei dem über Jahrhunderte hinweg Gold und Silber abgebaut worden waren.

Tags drauf stand eine Fahrt in die Hauptstadt Bratislava auf dem Programm. Das Gros der Schüler nahm daran teil, während die übrigen Ausflüge mit ihren Gastfamilien unternahmen. Als Erstes besichtigte die Gruppe die Bratislavaer Burg, nach dem deutschen Städtenamen auch „Pressburg“ genannt; im Anschluss folgte ein Rundgang durch das belebte Stadtzentrum.

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