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Den Energieverbrauch senken

Der „Heizspiegel-Flyer“ gibt Aufschluss darüber, wo sich Einsparpotenzial bei Öl und Gas in den eigenen vier Wänden bietet.
Von Hubert Söllner

Klimaschutzkoordinator Joachim Scheid betont: „Mit dem Heizspiegel-Flyer können Mieter und Eigentümer Verbrauch und Heizkosten ihres Wohngebäudes bewerten.“  Foto: Hubert Söllner
Klimaschutzkoordinator Joachim Scheid betont: „Mit dem Heizspiegel-Flyer können Mieter und Eigentümer Verbrauch und Heizkosten ihres Wohngebäudes bewerten.“ Foto: Hubert Söllner

Ensdorf.Durchschnittlich 700 Euro haben Bewohner einer 70 Quadratmeter großen Beispielwohnung im Mehrfamilienhaus im Abrechnungsjahr 2018 fürs Heizen mit Erdgas gezahlt. Vor allem aufgrund des energetischen Zustands der Gebäude gab es dabei große Unterschiede. Während die Heizkosten in energetisch gut gedämmten Häusern im Schnitt bei 470 Euro lagen, zahlten Bewohner von energetisch schlechteren Häusern mehr als doppelt so viel: 980 Euro.

Das zeigt der „Heizspiegel für Deutschland 2019“, den die gemeinnützige Beratungsgesellschaft co2online im Auftrag des Bundesumweltministeriums und in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Mieterbund sowie dem Verband kommunaler Unternehmen im Rahmen der Kampagne „Mein Klimaschutz“ veröffentlicht hat.

Der Heizspiegel-Flyer mit den 2018er Vergleichswerten für zentral beheizte Wohngebäude ist bereits in den Rathäusern sowie im Zentrum für erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit (ZEN) erhältlich. Mit dem kostenlosen Heizkostenrechner „HeizCheck“ auf www.zen-ensdorf.de können Verbraucher zudem prüfen, wo sie mit ihren Heizkosten im Vergleich zu ähnlichen Haushalten stehen. Außerdem erhalten sie auf Wunsch viele Tipps zum Sparen.

Aufgrund gestiegener Energiepreise war das Heizen mit Heizöl im vergangenen Kalenderjahr mehr als zehn Prozent teurer als noch im Jahr 2017. In einer 70 Quadratmeter großen Beispielwohnung mit Heizöl-Zentralheizung zahlten Bewohner im Schnitt 845 Euro – 95 Euro mehr als im Jahr davor. Die Heizkosten von ölbeheizten Häusern werden voraussichtlich auf dem hohen Niveau von 2018 bleiben. „Wenn es um die Heizkosten geht, schauen viele nur auf die Entwicklung der Energiepreise und auf das Wetter. Dabei ist der Sanierungsstand eines Hauses der entscheidende Faktor für Heizkosten und den Klimaschutz“, sagt Tanja Loitz, Geschäftsführerin von co2online.

In einem energetisch sanierten Mehrfamilienhaus mit Erdgas-Zentralheizung entstehen in einer 70-Quadratmeter-Wohnung pro Jahr etwa 1,5 Tonnen klimaschädliches CO2 durchs Heizen.

In einem energetisch schlechteren Gebäude sind es im Schnitt 3,8 Tonnen. „Mit dem Heizspiegel-Flyer können Mieter und Eigentümer die Verbräuche und Heizkosten ihres Wohngebäudes bewerten. Und mit dem interaktiven Heizkostenrechner HeizCheck kann sogar jeder herausfinden, wie groß das Sparpotenzial in den eigenen vier Wänden ist“, erklärt Klimaschutzkoordinator Joachim Scheid. Alternativen zur Ölheizung werden in einem Vortrag an der VHS in Sulzbach-Rosenberg am 10. Februar um 18 Uhr erläutert. Näheres gibt es unter Telefon: (09624) 90 36 46 oder auf www.zen-ensdorf.de.

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