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Der „Amtierende“ ist gut beschäftigt

Von Termin zu Termin: Schmidmühlens „Urlaubsbürgermeister“ Martin Bauer hat einen gut gefüllten Arbeitskalender.
Von Paul Böhm

Martin Bauer (links) ist in diesen Wochen der
Martin Bauer (links) ist in diesen Wochen der "Urlaubsbürgermeister" in Schmidmühlen. Sein Terminplan ist gut gefüllt und zu den täglichen Aufgaben gehört fast jeden Tag eine Besprechung mit Polier Albert Hausmann in der Harschhofer Straße über den Stand der Bauarbeiten. Foto: Paul Böhm

Schmidmühlen.Die großen Baustellen im Markt wollen koordiniert und betreut sein, dazu wartet die allgemeine Büroarbeit im Rathaus. Dass es viel zu tun geben wird, weiß Bauer aus seiner Arbeit im Marktgemeinderat. Jetzt hat er das verantwortungsvolle Bürgermeisteramt inne. Eine große Hilfe für den pensionierten Berufssoldaten war seine Verwendung als Spieß und Kompaniefeldwebel bei der Bundeswehr, zuletzt als Oberstabsfeldwebel bei der Panzerpionierkompanie 120 in der Schweppermannkaserne. Während seiner Dienstzeit hat er immer Umgang mit Menschen gehabt und das kommt ihm jetzt besonders zugute.

„Die Arbeit mit Menschen macht mir immer wieder Spaß, auch wenn man sich von den Aufgaben und den Anliegen aus der Bevölkerung manchmal vierteilen könnte“, sagt Bauer. Sein Ziel ist es, Bürgermeister Peter Braun keinen Arbeitsstau übergeben zu müssen. Bauer ist nicht nur im Rathausbüro zu finden. Er betreut in diesen Tagen auch noch die Großbaustellen in der Gemeinde. „Da ist es schon erforderlich, dass man sich jeden Tag dort blicken lässt.“ Und das tägliche Informationsgespräch mit der Verwaltung ist das A und O seiner Arbeit.

Es geht voran am „Ledererhang“

Im neuen Baugebiet „Ledererhang“ beginnen derzeit die Kanalbauarbeiten für die neue Erschließungsstraße. Foto: Böhm
Im neuen Baugebiet „Ledererhang“ beginnen derzeit die Kanalbauarbeiten für die neue Erschließungsstraße. Foto: Böhm

Sein erstes Ziel ist nach einigen Schreibtischarbeiten und einem Informationsaustausch mit Verwaltungsleiter Thilo Gawlista das neue Wohnbaugebiet „Ledererhang“. Denn dort beginnen derzeit die Kanalbauarbeiten für die neue Erschließungsstraße. Noch vor dem Sommerurlaub hatte die Baufirma die Straßentrasse ausgeschoben. Aber jetzt gehe es so richtig los mit den Erschließungsarbeiten, sagt Martin Bauer beim Rundgang durch die Baustelle. Im neuen Wohnbaugebiet entstehen 18 Bauplätze, die bis auf sieben Restplätze schon im Vorfeld vermarktet sind, ohne dass schon viel gemacht wurde. „Wie ich informiert bin, warten die Bauwilligen schon, um gleich nach der Fertigstellung der Erschließungsmaßnahme mit dem Hausbau anfangen zu können“, erzählt er beim Rundgang. Die Gesamtbaukosten beziffert Martin Bauer auf etwa 800 000 Euro. Die Straßenlänge beträgt 280, die Breite fünf Meter. Etwa 600 Quadratmeter Pflasterflächen für Gehwege und Parkbuchten werden gebaut. Stahlbeton-, Kunststoff- und Steinzeugrohre werden für die Abwasserbeseitigung verwendet. Die Länge der Wasserleitung beträgt 330 Meter. Die Straßenbeleuchtung ist auch schon vergeben.

Bauhof und Truppenbewegungen

  • Großbaustelle:

    Eine weitere Großbaustelle ist der Neubau des gemeindlichen Bauhofes im neuen Gewerbegebiet Brunnlettberg. In den vergangenen Wochen sind die großen Streusalzsilos aufgestellt worden und derzeit ist man mit dem Innenausbau beschäftigt. „Eine der nächsten Arbeiten wird die Aufstellung der überdachten Material-Lagerhallen sein.“ Etwa 1,2 Millionen Euro investiert der Markt. Die Eröffnung soll heuer noch im Spätherbst sein.

  • Übungslärm:

    Zufrieden zeigt sich Bauer mit geringen Lärmbelästigungen und dem Truppenverkehr durch die US-Großübung „Combined Resolve XII“, die im Truppenübungsplatz Hohenfels läuft. „Da sind wir den Militärs dankbar, dass sie die Truppenbewegungen schon seit einiger Zeit aufteilen und nicht mehr alle Fahrzeuge über die Vilstalroute kommen, sondern auch über die Autobahn, an Lauterhofen vorbei, bei Freischweibach in den Übungsplatz.“

Eine weitere große Baustelle ist in der Harschhofer Straße. Wegen der Länge der Straße hat man drei Ausbauabschnitte gebildet. Bauer spricht dort mit Polier Albert Hausmann, ob irgendwelche Probleme anstehen. In dieser Woche beginnen im ersten Bauabschnitt von der Schallerkapelle bis zur Einmündung der Imkerstraße die Pflasterarbeiten. „Da bitten wir die Anlieger um Verständnis, dass sie bis voraussichtlich zum 12. September nicht mehr mit ihren Autos auf ihre Grundstücke fahren können.“ Um den 12. September wird die erste Teerdecke aufgebracht, dann ist man in diesem Bereich wieder „staubfrei“.

Hundekot gefährdet Mitarbeiter

Die beiden Streusalzsilos werden sicherlich einmal das Bauhofwahrzeichen sein. Jedes Silo fasst 80 Tonnen Streusalz. Foto: Böhm
Die beiden Streusalzsilos werden sicherlich einmal das Bauhofwahrzeichen sein. Jedes Silo fasst 80 Tonnen Streusalz. Foto: Böhm

Zwischendurch gibt es noch eine Besprechung mit den Gemeindearbeiten, die sich derzeit um die Grünanlagen in Winbuch kümmern, denn zur Kirchweih soll dort alles gepflegt ausschauen. Immer wieder hört er, dass bei den Mäharbeiten das Problem „Hundekot“ hochkommt. „Da müssen unsere Leute mit besonderer Schutzkleidung, Gesichts- und Mundschutz arbeiten, weil es leider immer wieder Stinkstiefel gibt, die sich einfach nicht an die Abmachungen halten und Hundekotbeutel verwenden. Überhaupt gibt es derzeit im Gemeindebereich nach den Regenfällen der vergangenen Tage viel zu mähen.“ Eine nächste Baustelle wird in dieser Woche in der unteren Hauptstraße vom Sternwirt bis hinunter zur Eisernen Brücke zu finden sein. Schadhafte Teile der Teerdecke werden dort abgefräst und erneuert.

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