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Region Amberg
Freitag, 25. Mai 2018 21° 3

Patrozinium

Der Auftritt war ein Glücksfall

Hubert Treml und Franz Schuier begeisterten das Publikum im voll besetzten Pfarrsaal in Ebermannsdorf.

Hubert Treml und Franz Schuier bezogen auch das Publikum mit ein. Foto: awe

Ebermannsdorf.„‘s Leben is a Glücksach“ – davon sind Hubert Treml und Franz Schuier überzeugt. Im voll besetzten Pfarrsaal der Bruder-Konrad-Kirche ließen sie auch die Gäste an ihrer Einstellung zum Leben teilnehmen. Gemeindereferentin Kathrin Blödt begrüßte das Kleinkunstduo im Namen der veranstaltenden Kirchenverwaltung und des Pfarrgemeinderats. Treml freute sich, zum Konrad-Patrozinium auftreten zu dürfen, wo er doch selbst auch in St. Konrad groß geworden sei. Allerdings in Weiden.

Stimmgewaltig und mit viel Witz und Charme erzählte er in den folgenden zwei Stunden quasi eine Fortsetzung des Brandner Kaspers, der ja bereits vor Ewigkeiten vom Boandlkramer in dieselbige abgeholt wurde. Diesmal hatte er eine Mission im Tegernseer Land zu erfüllen, kam jedoch aufgrund technischer Mängel des himmlischen Navis in Brennsuppengrün irgendwo bei Hof heraus. „O Gott! In Oberfranken!“, entfährt es da dem Oberpfälzer. Er stößt auf einen Bulldog fahrenden Menschen, den er Bisl nennt (weil er „a bisl“ mitfährt). Mit ihm macht er sich auf den Weg ins Tegernseer Land, immer entlang der B15. „Ebermannsdorf liegt ja grob gesehen auch direkt an der B15. Also, relativ gesehen zumindest – wenn man es zum Beispiel mit Hongkong vergleicht…“, erklärt der große Mann mit dem kleinen Hut. Treml, der sich selbst als Möchtegern-Musiker bezeichnet, wird nicht direkt im Hintergrund, aber sehr hintergründig von Franz Schuier am Piano begleitet. Gelegentlich auch stimmlich, was die ganze lustige Geschichte manchmal fast wie ein kleines Musical wirken lässt. Der Bisl kurvt mit dem Brandner Kasper und dem Boandlkramer auf dem Bulldog (ein – wie passend! – Kramer 130 KL) immer entlang der B 15. Erzähler Treml bindet auf dieser Reise nicht nur die entlang der Strecke liegenden Sehenswürdigkeiten und Dialekte, sondern auch das Publikum mit ein. Mittendrin bekannte Melodien, aber auch eigene Songs. Wenn „B 15-Glück, Stück für Stück“ geschmettert wird, erinnert man sich irgendwann, dass diese Melodie doch eigentlich zu „Route 66“ von Chuck Berry gehört. Hubert Treml versteht es vorzüglich, sein Publikum zu begeistern.

Mittendrin wird die Story sentimental, rührselig und fast traurig, schließlich ist die Moral von der Geschicht' „‘S Leben is a Glücksach!“ und das ist am Ende allen klar. Die beiden Künstler werden erst nach mehreren mit donnerndem Applaus geforderten Zugaben von der Bühne gelassen. Nicht nur die Verantwortlichen aus der Pfarrei, die sich auch bestens um die Bewirtung der Gäste kümmerten, zeigten sich vollauf zufrieden. (awe)

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