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Kultur

Der Schlossstadel wird beben

Mit Rock, Metal und Country sorgen Bands im Doppelpack für Stimmung. Auch für Fans von Tanz und Kabarett ist gesorgt.
Von Josef Popp

„Der Ernst des Lebens“ blickt zurück auf eine Geschichte bis zum Anti-WAA-Festival in Burglengenfeld.  Foto: Anthony F. Lapkus
„Der Ernst des Lebens“ blickt zurück auf eine Geschichte bis zum Anti-WAA-Festival in Burglengenfeld. Foto: Anthony F. Lapkus

Schmidmühlen.Das neue Jahr ist erst wenige Wochen alt, aber dennoch läuft die Organisation des Heimat- und Kulturvereins für die kommenden Veranstaltungen auf Hochtouren. Viele Trumpfkarten haben die beiden Vorsitzenden Martina De Wille und Beate Braun mit ihrem Vorstandsteam in der Hand, die sie heuer ausspielen werden. Diese reichen von den traditionellen Veranstaltungen wie dem Allerseelenschiffchen und der Hubertusmesse hin zu Rock im Schlossstadel, einem feinen Schwarz-weiß Ball und Kabarett allerbester Sahne.

Lange braucht man nicht mehr warten – bald ist es so weit am „Schalttag“, dem 29. Februar. Zum kernigen, prallen und bunten Mittelalter-Rock-Fest im Schloss-Stadel haben drei Bands sowie der Heimat- und Kulturverein heuer ein besonders starkes Programm in petto. Bereits im Schlosshof kann man sich gleich auf dem Händlermarkt umschauen und Leckereien genießen. Dort spielen auch die „Rammeschucksn“ aus Floß auf, mit mittelalterlicher Marktmusik.

Musik auch im Hof

Schon im vergangenen Jahr haben die Jungs von Deus Vult einen Gast mitgebracht – dieses Jahr ist es Vera Lux aus Nürnberg. Die Musiker sind ohne jeden Zweifel ebenfalls bereit für ein Rockfest der Extraklasse. Foto: Wolfgang Hoffmann
Schon im vergangenen Jahr haben die Jungs von Deus Vult einen Gast mitgebracht – dieses Jahr ist es Vera Lux aus Nürnberg. Die Musiker sind ohne jeden Zweifel ebenfalls bereit für ein Rockfest der Extraklasse. Foto: Wolfgang Hoffmann

Drinnen geht es dann los mit „Vera Lux“ aus Nürnberg, mit Folk-Metal – und zwei Frauen ganz vorneweg. Dazu: kompromisslose Gitarrenriffs und Folk-Instrumente wie Geige, Drehleier oder Bouzuki. In der Pause, in der man den einen oder anderen Becher Met im Hof genießen kann, zechen die „Rammeschucksn“ nochmals ordentlich auf.

Und dann: „Deus Vult“! Die sieben Musiker aus der Region wollen den Saal zum Kochen und alle zum Tanzen und Singen bringen. Und, ja: Da pfeift der Sack! Ein einzigartiges Spektakel in der Oberpfalz. Beginn ist um 18.30 Uhr, Einlass ab 17.00 Uhr am Samstag, 29. Februar. Die Tickets kosten zwölf Euro plus Gebühr, es gibt sie über www.okticket.de oder mit Glück noch an der Abendkasse (für 15 Euro).

Deus Vult aus Amberg sind mit ihrem satten Mittelalter-Rock der Extraklasse ganz schnell zu großem Erfolg gereift. Die Musiker sind nun zum zweiten Mal in Schmidmühlen zu Gast – schon 2019 räumten sie ab. Foto: mike@heider.pics
Deus Vult aus Amberg sind mit ihrem satten Mittelalter-Rock der Extraklasse ganz schnell zu großem Erfolg gereift. Die Musiker sind nun zum zweiten Mal in Schmidmühlen zu Gast – schon 2019 räumten sie ab. Foto: mike@heider.pics

Rund zwei Monate nach den Mittelalter-Rockern, am 30. April, geben sich zwei gestandene und gefragte Rockbands die Ehre. „Bourbon“ und „Der Ernst des Lebens“, beide aus Amberg und der Region, beweisen im Schloss-Stadel, dass es auch heute noch Rockmusik gibt, die fast schon zeitlos im Gedächtnis der Musikfreunde verankert ist.

Das eine ist knackiger, klassischer und virtuoser Rock bei „Bourbon“, das andere ein topmoderner Mix aus Americana-Roots-Rock und Country, zumal mit Texten nur im Dialekt. Auch beim rockigen Frühlingsfest zieht der Heimat- und Kulturverein die Fäden. Das Konzert kam kurzfristig zustande, die Beteiligten freuen sich umso mehr.

„Der Ernst des Lebens“ und „Bourbon“ stehen seit Jahrzehnten auf den Bühnen in nah und fern. Sie haben nichts eingebüßt an Spielfreude und Leidenschaft. Ganz im Gegenteil – und beide Bands präsentieren in Schmidmühlen auch weniger bekannte Seiten ihrer jeweils großen, viele Bands prägenden Programme. (Tickets: Die Eintrittspreise im Vorverkauf bzw. an der Abendkasse stehen noch nicht fest.)

Bourbon (im Bild Martin Gruber und Diana Laden) ist auch 2020 eine ebenso leidenschaftliche wie manchmal überraschende Größe der Rockszene. Für das rockige Frühlingsfest hat sich die Band einiges überlegt. Foto: Stefan Gruber
Bourbon (im Bild Martin Gruber und Diana Laden) ist auch 2020 eine ebenso leidenschaftliche wie manchmal überraschende Größe der Rockszene. Für das rockige Frühlingsfest hat sich die Band einiges überlegt. Foto: Stefan Gruber

Denkt man an Bayern, dann gern an einen weißblauen Himmel, an grasgrüne Weiden vor Alpenpanorama oder glitzernde Seen. Der eine oder andere auch an schillernde Könige und Reichtum! Die wenigsten denken an eine „Gruam“. Düster, muffig, geheimnisvoll. Man könnte auch sagen: der Mist, der durchs Gitter fällt, das was gern verdrängt oder gar totgeschwiegen wird, was nur in Sagen, Mythen oder in geheimen Verschwörungstheorien überlebt.

Ein interessanter Erzähler

Musik spielt zwar eine Hauptrolle im Kulturprogramm im Schlossstadel, doch die Macher vom Heimat- und Kulturverein präsentieren auch ausgewählte Kabarettgrößen. Dazu gehört der Oberbayer Stefan Kröll. Foto: Gregor Wiebe
Musik spielt zwar eine Hauptrolle im Kulturprogramm im Schlossstadel, doch die Macher vom Heimat- und Kulturverein präsentieren auch ausgewählte Kabarettgrößen. Dazu gehört der Oberbayer Stefan Kröll. Foto: Gregor Wiebe

Stefan Kröll zählt seit vielen Jahren zu den erfolgreichen oberbayerischen Kabarettisten und gilt gleichzeitig vielleicht auch zu einem der interessantesten Erzähler in Sachen Bayerische Geschichte. Bemerkenswert, wie verblüffend aktuell manch historische Anekdote ist und wie tief der Aberglaube noch immer in der Gesellschaft verankert zu sein scheint. Er tritt am 3. April um 20 Uhr ( Einlass 19 Uhr) auf. Karten gibt es im Vorverkauf bei der Apotheke Alte Post und im Rathaus Schmidmühlen sowie online unter www.okticket.de

„Gestatten Sie“ heißt es am 9. Mai mit der Band „Cappuccino“, die begeisterten Tänzerinnen und Tänzern die passende Musik bietet – im richtigen Tempo, stilsicher und in dezenter Lautstärke. Die sechs Musiker legen größten Wert auf den natürlichen Klang ihrer Stimmen und Instrumente: Saxofon, Trompete und Flöte, Gitarre und Bass, Piano und Schlagzeug. Ein Tanzabend mit Stil.

Einen „runden“ Abschluss setzt Constanze Lindner am 29. November mit ihrem Programm „Miss Verständnis auf“. Alle Veranstaltungen finden im Schlossstadel statt. (ajp)

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