MyMz
Anzeige

Imker

Der Varroadruck lastet auf den Bienen

Der Imkerverein Unteres Vilstal freut sich über sehr gute Honigausbeute. Sorgen bereiten die Viren und Schädlinge.
von Hubert Söllner

Natur braucht die Bienen, die Bienen brauchen die Natur. Foto: Boris Roessler/dpa
Natur braucht die Bienen, die Bienen brauchen die Natur. Foto: Boris Roessler/dpa

EBERMANNSDORF.Bei der Jahreshauptversammlung des Imkervereins Unteres Vilstal im Berggasthof konnte Vorsitzender Stephan Graf zahlreiche Mitglieder begrüßen. Nach einem Gedenken an die verstorbenen Mitglieder blickte Schriftführer Karl Siegert auf die im Vorjahr im monatlichem Abstand angebotenen Vorträge zu verschiedenen Themen zurück. Der Tagesausflug habe in Richtung Zwickau zur Imkerei Gruner geführt.

Insgesamt 276 Mitglieder haben die Vorträge besucht, 583 Völker wurden 2018 von den 72 aktiven Imkern des Vereins betreut und 14 Imker seien passiv, fasste Siegert zusammen. Als Gesundheitswart – „seit neuestem heißt das Bienensachverständiger“ – berichtete Siegert über die Faulbrut, von der auch im Landkreis mehrere Verdachtsfälle bestätigt wurden. Das Faulbrut-Monitoring beim Imkerverein Unteres Vilstal habe Faulbrutfreiheit bestätigt.

Eingeschleppte Raubinsekten

Siegert ging auch auf Schädlinge wie den kleinen Beutenkäfer, dessen Larven sich in der Hauptsache von Bienenbrut ernähren, und auch die Asiatische Hornisse ein. „Diese Art wurde vermutlich mit asiatischen Importwaren eingeschleppt, kommt bereits auch im Rheinland vor, von wo aus sie sich nach Norden ausbreitet“, so Siegert. Das Raubinsekt lauere gezielt an Bienenstöcken, um die heimkehrenden Sammlerinnen zu fressen.

Vorsitzender Stephan betonte: „Wir stehen unter sehr hohem Varroadruck, einer starken Virenbelastung der Völker“. Foto: Söllner
Vorsitzender Stephan betonte: „Wir stehen unter sehr hohem Varroadruck, einer starken Virenbelastung der Völker“. Foto: Söllner

„Beim Blütenhonig können wir die Ernte als durchschnittlich bis gut, bei der Waldhonigernte überdurchschnittlich bezeichnen“ betonte Vorsitzender Stephan Graf in seinen Rückblick auf das Imkerjahr. Der im Großhandel erzielte Honigpreis sei „weiterhin erfreulich gut“ gewesen. Die Gefahr durch die Varroamilbe, so Graf, sei ein Problem – „Wir stehen unter sehr hohem Varroadruck, einer starken Virenbelastung der Völker“. Bei der Zucht sei anzumerken, „dass durch wenig Regen zwar eine gute Begattung zu verzeichnen war, die große Hitze jedoch Probleme bereitete“.

Graf ging auch auf die Förderung durch den Landkreis für Varroamittel ein und sagte, „davon gehen wir wieder aus“. In seinem Rückblick ging Graf auch auf den für Jungimker durchgeführten Kurs am Lehrbienenstand in Ensdorf, „den wir kostenlos benutzen können und dessen neuer Betreuer Peter Schirm ist“ ein. „Dadurch können wir auf acht neue aktive Imker bauen“ freute er sich.

Imker für das Volksbegehren

Das Volksbegehren „Rettet die Bienen“ laufe bis 13. Februar und werde von den Imkerverbänden unterstützt, betonte Graf. Im Finanzbericht konnte Kassier Albert Stepper auf einen positiven Kassenstand verweisen. Entlastung wurde einstimmig erteilt. In einem Ausblick auf das Jahresprogramm 2019 stellte Graf kurz die geplanten die Vortragsthemen „Varroamittel und Anwendung“, „Wachskreislauf“, „Dany’s Bienenwohl“, „Honiganalyse“ und Honig, Pollen, Propolis“ vor. Dazu komme noch eine Waldbegehung am Eggenberg und das Imkerfest am Lehrbienenstand. Der Bayerische Imkertag 2019 finde im September in Amberg statt Mit einem Fachvortrag über „Wie viele Waben benötigt ein Volk im Brutraum“ rundete Stephan Graf die Jahreshauptversammlung ab. Sein Fazit: „Die Wabenzahl sollte an die Legeleistung der Königin angepasst sein“. (azd)

Volksbegehren rettet die Bienen

  • Volksbegehren:

    Noch bis 13. Februar läuft das bayernweite Volksbegehren zum Artenschutz. Knapp 700 000 Menschen hatten sich bis ca eine Woche vor Ablauf der Eintragungsfrist bereits in die Listen in ihrer Heimatgemeinde eingetragen.

  • Eintragungsort:

    Rathaus Ebermannsdorf, Schulstraße 8, barrierefrei; Kontakt: (09624) 9 20 30; gemeinde@ebermannsdorf.de ; Öffnungszeiten: Mo - Fr 8.00 - 12.00 Uhr; Mo 8.00 - 12.00 und 13.00 - 17.00; Di, Mi 8.00 - 12.00 und 1300 - 16.00.

Mehr Nachrichten aus Ebermannsdorf lesen Sie hier.

Erhalten Sie täglich die aktuellsten Nachrichten aus der Region bequem via WhatsApp auf Ihr Smartphone. Alle Infos dazu finden Sie hier.

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht