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Region Amberg
Freitag, 20. April 2018 24° 2

Lokales

Die alte Grube „Heide“ ist keine Gefahr

Eine Fachfirma schließt Absenkungen am Ebermannsdorfer Sportplatz aus. Eine Buslinie nach Schafhof wird neu eingerichtet.

Entwarnung in Ebermannsdorf: Untersuchungen haben ergeben, dass durch die aufgelassene Grube „Heide“ keine Einbrüche mehr am Sportplatz zu befürchten sind. Foto: Archiv abl

Ebermannsdorf.Aufatmen in Ebermannsdorf: Juri Boeck von der Firma Taberg Ost GmbH aus Chemnitz hatte gute Nachrichten für den Gemeinderat, als er das Gutachten über den Altbergbau in Ebermannsdorf vorstellte. Die Firma war beauftragt, die Erkundung der verlassenen Grube „Heide“ sowie eine Risikoeinschätzung zu Tagebrüchen durchzuführen.

Auf der Fläche des Sportplatzes nördlich der Bergstraße von Ebermannsdorf traten erstmals in den 1990er Jahren Einsenkungen und Tagebrüche auf. Die Gemeinde entschloss sich aus Sicherheitsgründen deshalb 2017, weitere Untersuchungen durchführen zu lassen. Boeck erläuterte aus der zusammenfassenden Bewertung des Erkundungsergebnisses, dass keine größeren, offenen Resthohlräume festgestellt wurden, frühere Resthohlräume sollen inzwischen verschlossen sein.

Das Grubenverbauholz sei seit den 1930er Jahren sicherlich verfault und zusammengebrochen, die Stollen eingesackt. Auch der Einfahrschacht, der mitten im Spielfeld lag, zeigte keine Hohlräume auf, so der Fachmann. Eine Entstehung weiterer tiefer Tagebrüche schließt die Fachfirma nahezu aus, keine weiteren Arbeiten seien nötig.

„Da fällt mir ein großer Stein vom Herzen“, so 1. Bürgermeister Josef Gilch. „Zum einen weil wir die Sicherheit für unsere Kinder gewährleisten können und zum anderen, weil uns wirklich große Ausgaben für einen neuen Fußballplatz erspart bleiben!“

Auch die „Neue Mitte“ ist sicher

Bedenken hatten einige Bürger in der Diskussion zur „Neuen Mitte“, dass es dort zu Rissen in den Gebäuden kommen könnte oder sogar zu Einstürzen. Das schloss Boeck aus. Tagebrüche im Bereich der geplanten „Neuen Mitte“ werde es nicht geben, da dieser Teil außerhalb der Erzabbaugebiete liegt, erläuterte er.

Ein weiteres Thema im Gemeinderat war die Schaffung von barrierefreien Bushaltestellen bis zum Jahr 2022. Das Vorhaben stellte der Geschäftsleiter des Zweckverbandes Nahverkehr Amberg-Sulzbach (ZNAS), Hans-Jürgen Haas, vor. Man sei per Gesetz verpflichtet, bis zum 1. Januar 2022 eine vollständige barrierefreie Nutzung des öffentlichen Nahverkehrsangebotes herzustellen. Der Kreis der Menschen mit Einschränkungen in der Mobilität umfasse nicht nur körperbehinderte Menschen, sondern auch reisebehinderte oder altersbehinderte Menschen.

Umsetzung erfolgt erst später

Barrierefreie Bushaltestellen müssen künftig eine Bordsteinhöhe von mindestens 20 Zentimetern haben und parallel anfahrbar sein. Auch die elektronische Anzeige von Abfahrtszeiten wurde angesprochen. Dies alles soll im Zug der „Neuen Mitte“ umgesetzt werden und nicht schon jetzt. Auch die Bushaltestelle in der Hauptstraße sollte erst nach dem dortigen Kanalbau umgesetzt werden, war man sich einig. Weiter informiert Haas, dass ab Mai in Ebermannsdorf mindestens jede Stunde ein Bus nach Amberg fahren wird.

Ab September 2018 verkehrt zusätzlich eine neue Buslinie 90 ins Industriegebiet Schafhof ab Amberg und zurück. Bürgermeister Gilch dankte Haas für seinen Einsatz für diese neue Linie. Sie werde für das Industriegebiet und ihre Betriebe immer wichtiger, da jetzt fast tausend Menschen dort beschäftigt sind. Er erinnerte daran, dass bereits vor acht Jahren die ersten Gespräche zu dieser Linie geführt wurden.

Weitere Themen

  • Heizungsanlage trennen

    Thema war auch die Trennung der Heizung im Berggasthof und Sportheim. Eine Anlage versorgt derzeit Gaststätte, Wohnung, Kegelbahn und den Bereich des Sportvereins; eine Einzelabrechnung ist nicht möglich. Der Gemeinderat beauftragte die Planungsgesellschaft Eisenreich, Pirkl & Weigl GmbH mit der Kostenfeststellung für die Trennung der Heizanlage.

  • Heizung neu planen

    Beim Umbau des gemeindlichen Bauhofes ist im Zuge der Einrichtung von Sozialräumen für die Beschäftigten die Überprüfung und Neuplanung der Heizungsanlage, auch im Hinblick auf Energieeinsparung, notwendig. Der Gemeinderat beschloss, dass Planungsbüro Eisenreich, Pirkl & Weigl GmbH aus Amberg mit der Planung der Heizanlage im Bauhof zu beauftragen.

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