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Region Amberg
Samstag, 21. Juli 2018 24° 8

Fest

Die Gäste bei der Kirwa gut bewirtet

Pater Hermann Sturm erinnerte beim Patrozinium an Johannes den Täufer. Die weltliche Kirwa litt diesmal unter dem Wetter.
Von Hans Babl

Das kühle Wetter und Nieselregen machte der Kirwa diesmal einen Strich durch die Rechnung. Foto: Babl
Das kühle Wetter und Nieselregen machte der Kirwa diesmal einen Strich durch die Rechnung. Foto: Babl

Hirschwald.Die wie jedes Jahr prächtig geschmückte Jagdkapelle konnte die vielen Gläubigen zum Kirchweihpatrozinium nicht fassen. Viele mussten im Freien dem von Pater Hermann Sturm zelebrierten und vom Don-Bosco-Blasorchester musikalisch umrahmten Gottesdienst folgen.

Wer einmal vor der Geburt eines Kindes den Prozess der Namenssuche mitgemacht habe, der wisse, wie viel Phantasie und Liebe dabei aufgewendet werde, welche Überlegungen eine Rolle spielen. Soll man auf Namen von Verwandten zurückgreifen, lieber einen Modenamen nehmen oder einen Heiligen als Patron nehmen?, fragte Sturm. „Doch selber hat man letztlich auf die Wahl seines Vornamens genauso wenig Einfluss wie auf seine Geburt“, stellte der Geistliche in seiner Predigt fest. Beides sei zwar Entscheidung anderer, doch der Name solle nicht nur Kennzeichnung sein, sondern unserem Leben eine Bedeutung, gar ein Leitbild geben. Manchmal sei der Name zugleich Programm.

So sei es laut Bibel auch beim heiligen Johannes dem Täufer gewesen, dem die Kapelle geweiht sei. Seine Eltern hätten sich für Johannes entschieden, wie der Engel gesagt habe. Verwandte und Nachbarn seien verwundert gewesen. Johannes heißt übersetzt: „Gott ist gnädig“. Und alle hätten sich Gedanken darüber gemacht, was aus diesem Kind wohl werde. „Nomen est omen – Name ist Zeichen, ist Programm, Name verleiht Identität: Ich bin unverwechselbar“, betonte Pfarrer Sturm.

So sei der spätere Heilige zum Vorläufer, zum Wegbereiter für den Messias geworden. Jesus selbst habe ihn „den Größten unter den Propheten“ genannt. Als erwachsener Mann habe sich Johannes in der Wüste auf seine Sendung vorbereitet, dann viele Menschen getauft. Den Leuten gegenüber habe er unmissverständlich bekannt: „Nicht ich bin der Messias, kehrt um, ich bereit nur den Weg!“

Johannes der Täufer

  • Person:

    Johannes der Täufer war ein jüdischer Bußprediger, der um 28 n. Chr. in Galiläa und Judäa auftrat. Seine Historizität ist umstritten, wird aber nach heute vorherrschender Ansicht durch den jüdischen Geschichtsschreiber Flavius Josephus verbürgt.

  • Religion:

    Mehrere Kirchen verehren Johannes den Täufer. Im Islam gilt er als drittletzter Prophet vor Jesus und Mohammed.

Er habe nicht sich selbst verkündet, sondern den, der da kommen soll, der sich dann von ihm im Jordan hat taufen lassen, dessen Jünger sich dann zu Jesus gesellten, erinnerte Pfarrer Sturm. „Ändert euer Leben – wendet euch wieder Gott zu! Das gilt heute auch für uns“, sagte Pater Sturm.

Anschließend bewirtete die DJK bei der weltlichen Kirwa die Gäste mit Getränken und Rostbratwürsteln. Wer wollte, konnte sich auch die frischen Kirwa-Kücheln schmecken lassen. Nieselregen und das kalte Wetter verhinderten allerdings, dass die Gäste in diesem Jahr bei der Kirwa allzu lange beisammensaßen.

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