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Investition

Die neue Vilsbrücke ist jetzt eröffnet

Das neue Brückenbauwerk erhielt den kirchlichen Segen. Es soll Verkehrs- und Hochwasserprobleme in Theuern lösen.
Von Klaus Högl

  • Die neue Vilsbrücke in Theuern kann in Betrieb genommen werden. Foto: Högl
  • Brückenheiliger St. Nepomuk Foto: Högl

Theuern. . Im August 2016 war Spatenstich für das „größte Brückenbauwerk der Oberpfalz“, wie es seinerzeit hieß. Geradezu vorbildlich ist der Neubau der Brücke über die Vils in Theuern ohne jede Störung sozusagen nach Plan vorangegangen. Im Oktober 2016 wurden neben der alten Brücke die ersten Pfeiler gesetzt, in der Folge gab es keine nennenswerten Beeinträchtigungen, im November 2017 fuhren die ersten Fahrzeuge drüber.

Am Freitag war die offizielle Einweihung, und ausgerechnet da, klappte es nicht nach Plan: Ein starker Gewitterregen zwang die Offiziellen, allen voran Kümmersbrucks Bürgermeister Roland Strehl, die beteiligten Firmenvertreter und Mandatsträger, unter die Schirme. Der offiziellen Einweihung durch Pfarrerin Birgit Schwalbe-Eberius und den seit 2013 im Ruhestand befindlichen Pfarrer Josef Beer tat dies aber keinen Abbruch. Anschließend konnten sich die gut 100 Theuerner Augenzeugen und die Verantwortlichen mit Leberkäse stärken, so lange der Vorrat reichte.

Gleichwohl: Selbst ein „Jahrhundertregen“ hätte keinen Schaden mehr angerichtet in Theuern; das war vorher allerdings anders. Denn mit dem gewaltigen Brückenbauwerk, die Kosten wurden auf rund 3,2 Millionen Euro beziffert, wurde auch der Hochwasserschutz verbessert. Durch das Nadelöhr (jetzt alte) Vilsbrücke führte das Jahrhunderthochwasser damals zu einem Rückstau, zur Überschwemmung im Bereich Schloss Theuern und der Vils-talstraße.

Dass dies nicht mehr passiert, darüber wacht jetzt auch der Brückenheiligen St. Nepomuk, gesponsert mit einer fünfstelligen Summe des örtlichen Heimat- und Kulturvereins. Nepomuk wird künftig dem Verkehr über das Bauwerk zusehen, die Theuern doch ganz erheblich verändert hat, was die Verkehrssituation betrifft.

Bürgermeister Roland Strehl ging noch einmal auf die Entstehungsgeschichte der neuen Brücke ein: Da ist nicht nur das Wasser darunter, sondern auch der „Beton in Strömen geflossen“, wie Dipl. Ing. Rainer Rubenbauer gesagt habe. Genau 675 Kubikmeter Beton waren es, mit 85 Tonnen Stahl versehen; die Brücke hat ein Gesamtgewicht von 1700 Tonnen, davon der Überbau 550 Tonnen. Die Fahrbahnbreite beträgt 6,50 Meter, daneben seniorengerechte Gehwege, die lichte Weite beträgt 32 Meter.

An sich hätte der Schwerlastverkehr angesichts der Tatsache, dass die alte Brücke nur eine Traglast von 18 Tonnen hatte, ja gar nicht mehr drüber fahren dürfen. Auch das ist vorbei: Die neue Brücke hat eine Traglast von 40 Tonnen. Die Brücke ist die Verbindung zwischen Theuern links und rechts der Vils; das gesamte Areal hat ein neues Gesicht bekommen, die Omnibushaltestelle in Richtung Wolfsbach bekommt ebenfalls ein völlig neues Aussehen. Keine Frage: Das Brückenbauwerk hat Theuern „zum Vorteil ganz wesentlich verändert“, wie Strehl zusammenfasste.

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