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Energie

Die Sonne sorgt für Licht in der Nacht

In der Gemeinde Ensdorf wurden netzunabhängige Straßenleuchten installiert - die ersten in der Oberpfalz. Solar- und LED-Technik haben viele Vorteile.
Von Hans Babl

  • Gemeinsam wurden die neuen netzunabhängigen Straßenleuchten montiert. Foto: Babl
  • Der Bohrer für das spezielle Fundament wird angesetzt. Foto: Babl
  • Neun dieser neuen Straßenleuchten wurden aufgestellt. Foto: Babl
  • So wird das Solarmodul montiert. Foto: Babl
  • Die solarbetriebene LED-Straßenlampe leuchtet. Foto: Babl

Ensdorf. Die Gemeinde Ensdorf ist wieder einmal ganz vorne dabei – diesmal beim autarken solaren Straßenlicht. Am Donnerstag wurden zwischen dem Wertstoffhof und dem DJK-Sportgelände insgesamt neun netzunabhängige Straßenleuchten installiert. Es sind die ersten in der gesamten Oberpfalz!

Das waren die Ensdorfer schon mit einem anderen Projekt: Als erste in der Oberpfalz haben sie einen kompletten Ort mit LED-Straßenlampen ausgerüstet. Die Installierung der neuen netzunabhängigen Straßenleuchten mit Solar- und LED-Technik hatte der Gemeinderat dann bereits im September vergangenen Jahres beschlossen.

Viele interessierte Bürger, aber auch die Bürgermeister Franz Birkl (Poppenricht), Alois Böhm (Schwarzach), Stefan Braun (Kastl), und Richard Gaßner (Kümmersbruck) sowie Ingenieure und Planer verfolgten die Montage der innovativen Leuchten am Donnerstag. Diese ging sehr schnell: Durch spezielle Schraubfundamente einer in mehr als 40 Ländern agierenden Firma aus Straßkirchen war dies pro Leuchte in einer halben Stunde möglich.

Robert Graf, Leiter des Amtes für Abfallwirtschaft am Landratsamt, sieht darin ein „Pilotprojekt“. Der Ensdorfer Wertstoffhof werde nun mit zwei solcher Lampen ausgeleuchtet. „Wenn sich die Sache bewährt, sollen alle Wertstoffhöfe damit bestückt werden“, sagte er.

Gerhard Kopf, Geschäftsführer des Zentrums für erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit (ZEN), erklärte: „Sehr vorbildlich geht die Gemeinde Ensdorf wieder einmal voran, was die Verwendung erneuerbarer Energien anbelangt.“ Als die letzte Leuchte stand, baten die Firmen in die DJK-Sportgaststätte zu Imbiss und weiteren Informationen.

Bürgermeister Markus Dollacker bezeichnete das neue netzunabhängige Beleuchtungssystem gerade im Außenbereich als ideal, brauche man doch keine Kabel zu verlegen. „Die neuen Leuchten an der alten Thanheimer Straße bis zum Sportgelände tragen auch zur Sicherheit der Bürger und Sportler bei“, betonte er. Es sei für Ensdorf ein Test. Bewähre sich das System könne es auch an anderer Stelle Verwendung finden.

Johann Dirscherl stellte das spezielle Schraubfundamentsystem seiner Firma vor. Bernhard Weiß, Inhaber der seiner Angabe nach weltweit agierenden Firma Photinus aus dem österreichischen Lochau am Bodensee, hob das „Grundrecht auf Licht“ hervor. Es sorge für komfortables und sicheres Leben. Solarlicht sei zudem ökologisch und ökonomisch. „Erneuerbare Energien“, so Weiß, „haben nur eine Chance, wenn sie ökonomisch sind.“ Er betonte die minimalen Eingriffe in die Umwelt, wenn solares Licht verwendet werde. Es sei flexibel einsetzbar und schnell verfügbar, höchsteffizient auf kleiner Fläche und biete hohe Versorgungssicherheit.

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