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Kommunalwahl

Die SPD nominiert Lisa Hartinger

Die 23-Jährige will Bürgermeisterin werden. Sie will die Jugend ansprechen und drängende Probleme im Ort anpacken.
Von Klaus Högl

Ambergs OB-Kandidatin Birgit Fruth gratulierte Bürgermeister-Kandidatin Lisa Hartinger (rechts).  Foto: Klaus Högl
Ambergs OB-Kandidatin Birgit Fruth gratulierte Bürgermeister-Kandidatin Lisa Hartinger (rechts). Foto: Klaus Högl

Kümmersbruck.Wenn das ein Probelauf war für die anstehende Kommunalwahl, dann darf sich Lisa Hartinger der vollkommenen Unterstützung des SPD-Ortsverbandes gewiss sein: Bei der von Markus Bayern geleiteten Nominierungsversammlung des Bürgermeisterkandidaten bekam die Kümmersbruckerin im Hotel Zur Post das Optimale an Stimmen: von 54 wahlberechtigten Mitgliedern gab‘s 54 mal ein „Ja“ – sie ist nunmehr ganz formell die Bürgermeisterkandidatin für die SPD beim Urnengang im März 2020.

Ein massiver Auftritt von örtlichen und überörtlichen Mandatsträgern und Mitgliedern gab ihr starken Rückhalt, die OB-Kandidatin Birgit Fruth aus Amberg gratulierte, Alt-Bürgermeister Richard Gaßner, Europa Abgeordneter Ismail Ertug war dabei, im vollbesetzten Saal haben die Genossen Geschlossenheit demonstriert. Das lag wohl auch an der couragierten, schneidigen und gewandten Vorstellungsrede der politisch aktiven 23-jährigen Lisa Hartinger. Ein Name, der schon seit Generationen mit der Gemeinde verbandelt ist. Sollte es vorher noch Bedenken gegeben haben in punkto Alter („Die ist erst 23 Jahre alt und will schon kandidieren?“), hat sie diese durch ein mutiges „Ja ich will kandidieren“ aus dem Weg geräumt.

Hartinger hat konkrete Vorstellungen, es liegt in ihrem Alter begründet, dass sie die Jugend ansprechen und mitreißen will, verkrustete Altersstrukturen aufbrechen möchte, es ginge ihr auch um „die Nähe zum Menschen“, die „Gegebenheiten vor Ort zu erneuern bzw. zu verbessern“. Ihr gehört ganz zweifelsohne die Zukunft, glauben Richard Gaßner und Ismail Ertug: „Sie ist das Kontrastprogramm zum politischen Gegner“, sie stünde auch für kommunale Glaubwürdigkeit einer Partei, die bundesweit so vor sich hin schmachtet. Richard Gaßner forderte die Genossinnen und Genossen auf, sich wieder an die eigenen Stärken zu erinnern und rief die jahrzehntelange SPD-Ära in Kümmersbruck in Erinnerung.

„Wir sind sozialpolitisch geprägt“, sagte Gaßner, bis auf die „Unterbrechung“ bei der letzten Kommunalwahl. „Lisa Hartinger ist ein gutes Signal für die kommenden Monate, steht für einen Generationswechsel“, hob Gaßner heraus.

Und das Publikum applaudierte mittlerweile stehend für Lisa Hartinger, die die anstehenden und drängenden Probleme für die Gemeinde Kümmersbruck angesprochen hat: Wirtschaft und Verkehr, Umwelt und Gesundheit, Bauen und Wohnen, Bildung und Soziales, die derzeit durch die vielen Baustellen hervorgerufene unerträgliche Situation bei der Ortsdurchfahrt mit rund 20 000 Fahrzeugen täglich, bezahlbarer Wohnraum, Schulstandort – um nur einige Themenfelder zu nennen.

Hartinger endete schließlich mit einem Zitat von Margaret Thatcher: „Wenn Sie in der Politik etwas gesagt haben wollen, wenden Sie sich an einen Mann, wenn Sie etwas getan haben wollen, wenden Sie sich an eine Frau“. Dafür erhielt sie prasselnden Beifall der Anwesenden.

(aog)

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