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Hauptausschuss

Die Stadt Amberg unterstützt eCarsharing

Die Stadt unterstützt die Mobilität der Zukunft: Durch Parkmöglichkeiten für eCarsharing-Fahrzeuge.
Von Gerd Spies

Im Parkdeck an der Kräuterwiese steht der BMW i3 des Zweckverbands Kommunale Verkehrssicherheit. Foto: Gerd Spies
Im Parkdeck an der Kräuterwiese steht der BMW i3 des Zweckverbands Kommunale Verkehrssicherheit. Foto: Gerd Spies

Amberg.Leise, CO2-frei und mit 100 Prozent Ökostrom mal eben zum Einkaufen fahren oder einen emissionsfreien Wochenendtrip starten: Seit März 2019 kann man diese Form der Mobilität in Amberg mieten. Der Zweckverband Kommunale Verkehrssicherheit Oberpfalz (ZV KVS), der eigentlich für die Verkehrsüberwachung zuständig ist, hat mit dem eCarsharing-Konzept ein zweites wirtschaftliches Standbein aus der Taufe gehoben. Die Stadt unterstützt dieses Konzept nun, indem sie eine weitere Lademöglickeit für Elektrofahrzeuge des Zweckverbands zur Verfügung stellt. Das hat der Hauptverwaltungs- und Finanzausschuss beschlossen.

Im März 2019 brachte der Zweckverband das erste eCarsharing-Angebot in Amberg an den Start. Seitdem stehen zwei standortbasierte Elektroautos zur Verfügung: ein Renault ZOE am Liebgrabenweg 1, dem Standort der ZV KVS in Amberg, und ein BMW i3 im Parkdeck an der Kräuterwiese. Für 3,99 Euro die Stunde oder 20 Euro pro Tag kann man erste Erfahrungen mit E-Autos sammeln.

Sharing-Fahrzeuge gefragt

„Die beiden Fahrzeuge werden klasse angenommen, so dass wir uns entschieden haben, ein drittes Fahrzeug einzuführen“, informierte Julia Rösch, die Pressesprecherin des Zweckverbands, auf Nachfrage. Insgesamt 111 Mal, so Rösch, wurden die beiden Fahrzeuge im April und Mai gebucht, rund 14500 km damit gefahren. Sogar 732 km am Stück sei der BMW i3 bei einer Buchung unterwegs gewesen, schwärmt die ZV-Sprecherin. Im Mai habe die Auslastung des Renault bei 58 Prozent, die des BMW bei 46 Prozent gelegen. Der Zweckverband stellt nun ein drittes Fahrzeug, wieder einen BMW i3, bereit. Seit Juni steht dieser ebenfalls am Standort Liebgrabenweg und werde schon gut angenommen, wie der Zweckverband berichtet.

Um neben den ersten beiden Fahrzeugen auch für weitere Fahrzeuge die Möglichkeit zu erhalten, diese kostenfrei an Stellplätzen mit Ladeeinrichtungen innerhalb des Stadtgebiets abstellen zu können, stellte der Zweckverband bei der Stadtverwaltung den Antrag, auch diese Fahrzeuge kostenfrei abstellen zu können. Die Dauer des Abstellens solle nicht auf die dort geltende Höchstparkdauer von zwei Stunden begrenzt sein.

Die weiteren Beschlüsse

  • Kreisverkehr Sebastianstraße:

    Für die Auftragsvergabe zum Bau des Kreisverkehrs Sebastianstraße/Kennedystraße werden für das Jahr 2020 weitere 100 000 Euro zur Verfügung gestellt.

  • Homepage der Stadt:

    Um die Modernisierung des Website www.amberg.de abschließen zu können, werden nachträglich noch einmal 49 900 Euro bereitgestellt, insgesamt also 143 000 Euro.

Aktuell verfügt die Stadt über vier Stellplätze für E-Fahrzeuge mit Lademöglichkeit. Der Ausbau der Ladeinfrastruktur soll aber verstärkt werden. So sind auf dem Parkplatz am Schießstätteweg vier Ladepunkte geplant. Drei weitere sollen im Bereich des Malteserplatzes/Neustift folgen. Ein entsprechender Förderantrag wurde bereits gestellt, informierte Dr. Bernhard Mitko, der zuständige Referent der Stadt, den Hauptausschuss.

Die Stromkosten für den Ladevorgang stellte die Stadt bisher nicht in Rechnung. Bis jetzt ist auch noch gar keine Abbuchungsmöglichkeit in den Ladesäulen eingebaut, da diese bisher wesentlich teurer war als der zu erwartende Ertrag. Anders ist das bei der neuen Generation von Ladesäulen, von denen erst jüngst eine in der Parkgarage am Ziegeltor in Betrieb genommen wurde. Hier wird mit Hilfe des Parktickets die Standzeit und damit die geladene Strommenge ermittelt und beim Ausfahren aus der Tiefgarage bezahlt.

E-Autos parken kostenlos

Für seine E-Autos stellte der Zweckverband zugleich auch den Antrag, dass die Stadt auch weiterhin die Kosten für den Strom übernimmt. Bisher galt die Regelung, dass der Kunde den Strom mit einer Pauschale von einem Euro bezahlt, indem er ein entsprechendes Parkticket löst. Für Elektro-Autos ist im Parkdeck Kräuterwiese das Parken ohne Laden generell kostenfrei. Sobald Abrechnungseinheiten in den Ladesäulen eingebaut sind, wird die Stadt neu über die Abwicklung entscheiden.

Einstimmig beschloss der Ausschuss, das eCarsharing-Konzept auf diese Weise zu unterstützen. Welche genauen Standorte zur Verfügung gestellt werden, wird die Verwaltung noch entscheiden. Mit dem Ausbau der Ladeinfrastruktur unternimmt die Stadt einen weiteren Schritt in Richtung E-Mobilität.

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