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Erfahrungen

Die Treffen werden fortgeführt

Die Förderphase ist abgeschlossen. Doch die Energieeffizienz-Netzwerkteilnehmer wollen sich in Amberg weiter austauschen.

Die Teilnehmer des Netzwerktreffens werden sich wieder regelmäßig treffen. Foto: Kristina Salonnikov
Die Teilnehmer des Netzwerktreffens werden sich wieder regelmäßig treffen. Foto: Kristina Salonnikov

Amberg.Nach dem Abschluss des vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) drei Jahre lang geförderten Energieeffizienz-Netzwerks, welcher im November 2018 an der Ostbayerischen Technischen Hochschule Amberg-Weiden zelebriert wurde, wurde die Fortführung, obwohl keine explizite Netzwerkförderung gegeben ist, gemeinsam beschlossen. Das Institut für Energietechnik an der Ostbayerischen Technischen Hochschule Amberg-Weiden (IfE) gründete das Netzwerk im Jahr 2016. Seither treffen sich Vertreter von Kommunen und Landkreise regelmäßig, um vom Erfahrungsaustausch zu profitieren.

Hintergrund: Das Netzwerk

  • Anfänge:

    Das Netzwerk wurde 2016 vom Institut für Energietechnik an der Ostbayerischen Technischen Hochschule Amberg-Weiden gegründet.

  • Teilnehmer:

    Landkreise Bamberg, Forchheim, Haßberge, Nürnberger Land, Pfaffenhofen a.d.Ilm, Roth, Schwandorf und Tirschenreuth sowie die Städte Amberg, Neumarkt und Straubing wie das Erzbistum Bamberg.

Nun fiel der Startschuss der Fortführung des Energieeffizienz-Netzwerks in Kemnath. Der zweite Bürgermeister Hermann Schraml der Stadt Kemnath begrüßte die Anwesenden und überlies das Wort Prof. Markus Brautsch (IfE). Brautsch stellte das vorgesehene Programm sowie aktuelle Förderprogramme und anstehende Veranstaltungen vor. Zudem wurde den Vertretern das Netzwerkjournal überreicht. Das Journal fasst die zwölf Netzwerktreffen der letzten drei Jahre sowie die bearbeiteten Projekte zusammen und stellt die beteiligten Kommunen vor.

Anschließend referierte Brautsch über das Energiedemonstrationsvorhaben (EDV) der Stadt Kemnath. Im Jahr 2011 sei beschlossen worden, ein EDV zu verwirklichen. Kemnath zählt rund 5500 Einwohner und es gibt zahlreiche Betriebe sowie typische Energieverbraucher. Das EDV sei zum Beispiel im Schulzentrum, am Marktplatz, in der Siemens Medical Solutions AG oder bei Ponnath Die Meistermetzger zum Tragen. Unter anderem wurden Wärmenetze, ein SolarCarport und mehrere Photovoltaikanlagen installiert. Nicht nur die Industrie war im Energienutzungsplan beteiligt, sondern auch die privaten Haushalte der Stadt sowie kommunale Liegenschaften.

Anschließend sprach Herr Weismeier über die integrierte Energielösung der Firma Ponnath. Er erklärte, welche Besonderheiten bei der Umsetzung des geplanten Energiekonzepts vorhanden waren, da es sich hier um einen lebensmittelverarbeitenden Betrieb mit großem durchgehendem Kältebedarf zur Lebensmittelkühlung handelt. Ein weiterer Baustein im Gesamtprojekt sei die Einbindung des BHKW zum Aufbau eines Netzersatzbetriebs am Standort. Dadurch sei ein hocheffizienter innovativer Energieverbund entstanden.

Bei der Umsetzung eines solchen komplexen Projekts sei die umfassende Datenerfassung und -auswertung zwingend notwendig. Er merkte an, dass ein CO2-Ausstoß von rund 1800 Tonnen im Jahr vermieden werden konnte. Das Projekt wurde 2017 zum BHKW des Jahres gekürt und hat 2018 den bayerischen Energiepreis erhalten.

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