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Region Amberg
Mittwoch, 20. Juni 2018 28° 3

Tarifkonflikt

Die Zukunft der Beschäftigten sichern

Auch bei der AOK in Amberg folgten die Mitarbeiter am Montag dem Aufruf der Gewerkschaft ver.di zum Warnstreik.
Von Rolf-Dieter Reichert

Manuela Dietz von ver.di Oberpfalz machte vor den Streikenden deutlich, wofür die Gewerkschaft kämpft. Foto: arr
Manuela Dietz von ver.di Oberpfalz machte vor den Streikenden deutlich, wofür die Gewerkschaft kämpft. Foto: arr

Amberg.Unter dem Motto „Zusammen können wir etwas verändern“ hat die Vereinigte Dienstleistungsgewerkschaft ver.di am Montag zu einem Warnstreik vor der AOK-Zentrale in Amberg aufgerufen. Hintergrund sind die laufenden Verhandlungen der Tarifkommission AOK, die bis heute noch kein befriedigendes Angebot von Seiten der Arbeitgeber gebracht hätten, so Manuela Dietz von ver.di Oberpfalz.

Die Gewerkschaft fordert sechs Prozent Erhöhung für die Entgelte für alle Arbeitnehmer und bei der Auszubildenden- bzw. Studierendenvergütung. Das Angebot der Tarifgemeinschaft AOK liegt nach Angaben der Gewerkschaftsvertreter zurzeit bei mageren 2,2 Prozent ab 2018 und 1,9 Prozent für 2019 bei einer Laufzeit von 24 Monaten. Stocken würden auch die Verhandlungen über die Erhöhung des Gesundheitszuschusses (gefordert werden 350 Euro jährlich je Beschäftigtem für gesundheitliche bzw. sportliche Aktivitäten) und der Zuschüsse für Nacht- und Samstagsarbeit. Ebenso wird eine Erhöhung der vermögenswirksamen Leistungen auf 40 Euro pro Monat bisher abgelehnt, so Manuela Dietz von ver.di weiter.

Letzte Besprechung vor dem Warnstreik: Birgit Fruth, Sigi Stenzel von ver.di Bayern und Manuela Dietz von ver.di Oberpfalz Foto: arr
Letzte Besprechung vor dem Warnstreik: Birgit Fruth, Sigi Stenzel von ver.di Bayern und Manuela Dietz von ver.di Oberpfalz Foto: arr

Aufgerufen zum Warnstreik wurden die Gewerkschaftsmitglieder nicht nur in Amberg, sondern an fast allen der 39 Standorte der AOK in Bayern. „Die AOK bietet bisher völlig unzureichende Gehaltserhöhungen an. Das wollen wir mit den Warnstreiks ändern“, so Sigi Stenzel, Leiterin Fachbereich Sozialversicherungen ver.di Bayern vor Ort.

Die Gewerkschaft fordere eine konkrete Zukunftssicherung, machte sie deutlich. Hintergrund sei, dass die AOK Bayern einen einschneidenden Personalabbau plane; dieser solle einhergehen mit der Zusammenlegung von Standorten, was Versetzungen von Beschäftigten bedeute – in vielen Fällen sei auch eine Rückgruppierung vorgesehen.

Die Forderungen von ver.di sind das Ergebnis einer Mitgliederbefragung aus dem Jahr 2017. Sollte die Tarifgemeinschaft der AOK nicht auf diese Forderungen eingehen wollen, werde es zur Urabstimmung über einen Streik kommen, gaben sich die Gewerkschaftsvertreter kämpferisch.

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