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Aktion

Drehscheibe: Jetzt ist der Kokswaggon da

Wegen Überbreite durfte der Waggon erst abends transportiert werden. Jetzt steht er im künftigen Museum in Amberg
Von Rolf-Dieter Reichert

Im wahrsten Sinn des Wortes Millimeterarbeit mussten die beiden Kranführer verrichten. Denn der tonnenschwere Waggon am Haken waren nicht so einfach zu bewegen. Foto: Rolf-Dieter Reichert
Im wahrsten Sinn des Wortes Millimeterarbeit mussten die beiden Kranführer verrichten. Denn der tonnenschwere Waggon am Haken waren nicht so einfach zu bewegen. Foto: Rolf-Dieter Reichert

Amberg.Es hat doch geklappt mit dem Transport des Kokswaggons der ehemaligen Maxhütte in Sulzbach-Rosenberg. Der Transport durfte erst um 20:30 Uhr in Regensburg starten, da er keine Durchfahrtserlaubnis für die Marienstraße in Amberg erhalten hatte. Nach Auskunft des Fahrers war der Lkw mit dem doch recht großen Eisenbahnwaggon auf der Ladefläche um kurz vor 22 Uhr auf dem Behelfsparkplatz bei der Drehscheibe angekommen. Dort hat die Begleitmannschaft dann im Lkw übernachtet und um 9 Uhr wurde mit dem Abladen begonnen. Hintergrund für diese Aktion ist die vereinbarte enge Zusammenarbeit des Vereins Amberger Kaolinbahn (AKB) und des RSWE (Regensburg).

Der Waggon wurde speziell für den Transport von Koks gebaut. Solche Waggons waren in sogenannten Ganzzügen von der Kokerei zur Hütte unterwegs, meist bis in die 60ger Jahre noch mit schweren Dampflokomotiven. In den nächsten Tagen werden noch einige weitere Fahrzeuge in Amberg erwartet. Ein Besuch an der Drehscheibe ist bestimmt sehr interessant. Können Besucher doch dort jetzt an einem Aufbruch in eine neue Zeit teilhaben. Denn mit den Fahrzeugen, die jetzt umziehen mussten, ist nicht nur der Grundstock einer aufregenden Sammlung gelegt. Auch für die gesamte Region Amberg/Amberg-Sulzbach dürfte das geplante Museum eine Bereicherung sein, weit über die Grenzen der Oberpfalz, sogar über Bayern hinaus.

Ein Video vom Transport sehen Sie hier:

14 Loks und Waggons ziehen von Regensburg nach Amb

Spenden sind für diese Aufgabe dringend nötig. Denn das geplante Museum wird ausschließlich von Privatleuten in der Freizeit errichtet. Eine erkleckliche Summe ist bislang schon zusammengekommen. Allerdings wird allein die Restauration des Daches des Lokschuppens auf rund 250 000 Euro beziffert. Um dafür aber noch einen Zuschuss der Stadt Amberg flüssig zu machen, werden noch rund 14 000 Euro an Eigenmitteln benötigt.

Ein Leuchtgas

  • Koks:

    Koks ist entgaste Steinkohle. Das Leuchtgas wird in einem aufwendigen Prozess unter Luftabschluss gewonnen. Koks wurde als Zuschlagbrennstoff bei der Eisenverhüttung in Stahlwerken wie der Maxhütte benötigt.

  • Waggon:

    Das Koks ist sehr leicht und daher kommt auch das große Ladevolumen des Waggons von über 24 Kubikmetern. Der fast zehn Meter lange und 3,30 Meter breite Waggon hat ein Gesamtgewicht von 27,5 Tonnen.

Dann kann endlich die Sanierung des erhaltenswerten Rundlokschuppens in Angriff genommen werden. Auf diese Weise könnte nächste Drehscheibenfest im Jahr 2019 bereits im Lokschuppen stattfinden. Die Ansprechpartner für Spenden und eine eventuelle Mitgliedschaft sind vor Ort, jeden Mittwoch am Lokschuppen zu erreichen, auch auch per Mail, über die die Homepage oder telefonisch.

Bilder vom Transport sehen Sie hier:

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