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Region Amberg
Mittwoch, 15. August 2018 24° 2

Ausbildung

Ein absoluter Zukunftsberuf kommt

Die neue Ausbildung „Kaufmann/ -frau im E-Commerce“ stärkt die Berufsschule in Sulzbach-Rosenberg und die ganze Region.

Der Online-Handel wird immer wichtiger – dem trägt der neue Ausbildungsberuf „Kaufmann/-frau im E-Commerce“ Rechnung, der ab September in der Berufsschule Sulzbach-Rosenberg unterrichtet wird. Symbolfoto: Jens Kalaene/dpa
Der Online-Handel wird immer wichtiger – dem trägt der neue Ausbildungsberuf „Kaufmann/-frau im E-Commerce“ Rechnung, der ab September in der Berufsschule Sulzbach-Rosenberg unterrichtet wird. Symbolfoto: Jens Kalaene/dpa

Sulzbach-Rosenberg.Ab dem kommenden Schuljahr wird an der Berufsschule Sulzbach-Rosenberg die Ausbildung „Kaufmann/-frau im E-Commerce“ angeboten. Ein junger und zukunftsträchtiger Beruf, mit dem die rasche digitale Entwicklung im Bereich des Handels berücksichtig wird, Kaufleute von morgen ausgebildet und die jungen Menschen fit für die Zukunft gemacht werden.

Landrat Richard Reisinger, MdL Dr. Harald Schwartz (CSU) und Schulleiter Bernhard Kleierl informierten nun über Einzelheiten zum Ausbildungsberuf und den Erfolg, diesen für den Berufsschulstandort Sulzbach-Rosenberg zu gewinnen. Landrat Reisinger war die Euphorie beim Pressegespräch in der Berufsschule regelrecht anzusehen. Der Landkreischef freute sich nicht nur über die Aufwertung des Berufsschulstandorts Sulzbach-Rosenberg, sondern auch über die Stärkung der gesamten Region Amberg-Sulzbach, die diese Entscheidung aus München mit sich bringt.

Es ist der dritte Streich

MdL Dr. Harald Schwartz, Landrat Richard Reisinger und Schulleiter Bernhard Kleierl haben gemeinsam für den neuen Ausbildungsberuf an der Berufsschule Sulzbach-Rosenberg gekämpft. Mit Erfolg! Foto: Ch. Hollederer
MdL Dr. Harald Schwartz, Landrat Richard Reisinger und Schulleiter Bernhard Kleierl haben gemeinsam für den neuen Ausbildungsberuf an der Berufsschule Sulzbach-Rosenberg gekämpft. Mit Erfolg! Foto: Ch. Hollederer

Gemeinsam mit dem Landtagsabgeordneten Dr. Harald Schwartz habe er sich in den vergangenen Monaten auf politischer Ebene intensiv um den zukunftsträchtigen Ausbildungsberuf „Kaufmann/-frau im E-Commerce“ beworben – und umso größer sei jetzt die Freude darüber, dass diese Bemühungen um den noch jungen Beruf im Bereich des Online-Handels nun tatsächlich Früchte tragen und diese Ausbildung ab September in der Herzogstadt angeboten wird.

Es war nicht der erste Coup für den Berufsschulstandort Sulzbach-Rosenberg. Bereits im Jahr 2013 fiel die Entscheidung pro Sulzbach-Rosenberg als einziger Berufsschulstandort in ganz Nordbayern, an dem Auszubildende zum/r Fachangestellten für Arbeitsmarktdienstleistungen beschult werden. Vor zwei Jahren gelang es Landrat Richard Reisinger außerdem, die Ausbildung der Fachkräfte für Lagerlogistik sowie Fachlageristen in die Herzogstadt zu holen.

Nun also der dritte Streich mit dem neuen Ausbildungsberuf „Kaufmann/-frau im E-Commerce“, das „Sahnehäubchen“, wie es der Landkreischef formulierte. Dessen Dank richtete sich vor allem an MdL Dr. Harald Schwartz. Es sei sein Erfolg gewesen, die Ausbildung nach Amberg-Sulzbach zu holen, sagte Reisinger.

Den ländlichen Raum stärken

Am Berufsschulstandort Sulzbach-Rosenberg werden künftig auch Kaufleute im E-Commerce ausgebildet. Foto: Archiv hcr
Am Berufsschulstandort Sulzbach-Rosenberg werden künftig auch Kaufleute im E-Commerce ausgebildet. Foto: Archiv hcr

Dr. Schwartz selbst sprach von einer Konkurrenzsituation zwischen den einzelnen Berufsschulstandorten in ganz Bayern. Jeder Standort wolle attraktive Berufe, so Schwartz. Bei der Vergabe des neuen Ausbildungsberufs seien nun vor allem kleinere Berufsschulen zum Zug gekommen, um den ländlichen Raum zu stärken. Mit dem interessanten Ausbildungsberuf „Kaufmann/-frau im E-Commerce“, einem absoluten Zukunftsberuf, werde dies gelingen, sagte der Abgeordnete.

In den kommenden Wochen und Monaten ist es nun an Schulleiter Bernhard Kleierl und seinem Team, Kontakt mit den potenziellen Ausbildungsbetrieben aufzunehmen. Mit der IHK in Regensburg habe man sich deshalb bereits in Verbindung gesetzt, so der Oberstudiendirektor.

Derzeit arbeite man intern mit Hochdruck an den organisatorischen Rahmenbedingungen für die personelle und sachliche Ausstattung. Von den verantwortlichen Stellen wurde der Schulleitung laut Kleierl bereits Unterstützung zugesagt. Mitte September fällt dann der Startschuss für den neuen Ausbildungsberuf „Kaufmann/-frau im E-Commerce“, zunächst mit einer Klasse mit bis zu 25 Schülern.

Schülerzahlen am Berufsschulzentrum

  • Entwicklung bis heute

    Waren es vor 2015 noch knapp 900 Berufs- und Berufsfachschüler am Beruflichen Schulzentrum Sulzbach-Rosenberg, liegt aufgrund der gewonnenen Ausbildungsberufe Fachkraft für Lagerlogistik und Fachlageristen die aktuelle Zahl bei 1060.

  • Perspektive

    Mit dem Vollausbau der Lagerlogistiker und dem neuen Ausbildungsberuf Kaufmann/-frau im E-Commerce soll die Schülerzahl am Beruflichen Schulzentrum in Sulzbach-Rosenberg auf mehr als 1200 junge Menschen ansteigen.

Online-Handel immer wichtiger

Die Einführung des neuen Ausbildungsberufs ist auf die wachsende Bedeutung des Onlinehandels zurückzuführen, Grundlage ist ein Beschluss der Kultusministerkonferenz. Die Auszubildenden werden für die damit verbundenen neuen Tätigkeitsfelder, Prozesse und Geschäftsmodelle qualifiziert. Rund 300 Ausbildungsplätze werden derzeit bayernweit angeboten. Die Ausbildung besteht aus einem beruflichen und einem allgemeinbildenden Teil.

Neben den fächerübergreifenden Kompetenzen des Berufslebens beschäftigen sich die jungen Menschen mit vielfältigen Inhalten des Onlinehandels – von der Sortimentsgestaltung im Online-Shop eines Unternehmens über zielgruppen- und produktbezogene Online-Marketing-Maßnahmen bis hin zu rechtlichen Regelungen im Verkauf, besonders im Online-Shop. Rahmenlehrplan und Ausbildungsordnung liegen bereits vor. Da die Zusprengelung ein Oberpfalzsprengel ist, wird die Berufsschule Sulzbach-Rosenberg, wie auch bei anderen Berufen, im Rahmen der Blockbeschulung Schülerunterkünfte anbieten, kündigte Kleierl an.

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