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Verwaltung

Ein Blick hinter die Bauhof-Kulissen

Die Aufgaben der Bauhofmitarbeiter sind vielen nur grob bekannt. Nun öffnete der neue Komplex seine Tore für Besucher.
Von Klaus Högl

Zum Tag der offenen Tür präsentierte der Bauhof seinen Fuhrpark. Foto: Klaus Högl
Zum Tag der offenen Tür präsentierte der Bauhof seinen Fuhrpark. Foto: Klaus Högl

Kümmersbruck.Man sieht sie mit ihren roten Jacken, Tag und Nacht, das ganze Jahr über: Die 25 Bauhofmitarbeiter, darunter 19 Festangestellte und sechs Saisonkräfte.

Das ist die eine Seite, die andere ist ein großer Fuhrpark im Lengenfelder Bauhof, Werkstätten, Lagerplätze für Baumaterial, die Heimat der Bauhof-Mannschaft. Der Bauhof ist, wenn man so will, eine der wichtigsten kommunalen Einrichtungen in der knapp 10 000-Einwohner-Gemeinde.

Das Verwaltungsgebäude hatte nach 40 Jahren ausgedient, im Juli 2017 wehte der Richtbuschen über einem funktionellen, zeitgemäßen Neubau, in dem seit Anfang 2018 die Fäden zusammen laufen. Ein Verwaltungs- und Sozialgebäude nach modernsten Standards, das die Öffentlichkeit bisher allerdings noch wenig kannte.

Am Samstag bot der Tag der offenen Tür eine ideale Gelegenheit, Mannschaft und Fuhrpark des Bauhofes sowie den Neubau kompakt zu sehen.

Viele Besucher machten davon gebrauch, wollten wissen, welchen Arbeiten Bauhofleiter Bernhard Kodalle und Vertreter Richard Eckl mit ihrem Team nachzugehen haben. In Reih und Glied waren sie aufgefahren worden: Bagger, Lader, Lkws mit Kran, zwei Unimog, fünf Transporter, drei Kleintransporter, eine Kehrmaschine, drei Kleintraktoren, eine Mähraupe.

Das alles ist erforderlich, um die Gemeinde mit in Schuss zu halten, da hängt viel dran. Niemand wird wissen, dass wöchentlich zweimal 97 Papierkörbe und 27 Hundetoiletten zu leeren sind.

Der Neue Bauhof

  • Geschichte:

    Ursprungsbau 1974, Anbau Sozialräume 1975, Beginn der Neubauplanung im Mai 2016, Kostenberechnung und Bauvorlage Gemeinderat am 13.9.2016, Genehmigungsbescheid am 16.9.2016, Abbruch des alten Gebäudes im April 2017, Baubeginn im März 2017, Richtfest am 24.7.2017.

  • Neubau:

    Gesamtkosten rund 600 000 Euro, 300 qm Nutzfläche, 1600 umbauter Raum. (aog)

Allein 17 Spielplätze hat der Bauhof im Gemeindegebiet zu pflegen. In einem gewöhnlichen Winter wie dem vergangenen werden außerdem rund 150 bis 200 Tonnen Salz auf die 200 Straßen der Gemeinde gestreut. „Lagerstätte“ des Salzes ist der Bauhof. Rund 3000 Quadratmeter groß ist das Areal, insgesamt an die 10 000 Quadratmeter inklusive Lagerplatz und Hackschnitzellager.

Der Bauhof verfügt über zuverlässige Handwerker. Denn viele Arbeiten, die in der Gemeinde anfallen, werden durch die Bauhofmitarbeiter selbst erledigt. Sie stellen beispielsweise sicher, dass die kommunalen Gebäude betriebsbereit sind.

Dass möglichst viele Blumen blühen, und die öffentlichen Flächen gemäht sind, auch dafür sorgt der Bauhof. Rund 14 Kubikmeter vermeidbarer Abfall fällt in der Gemeinde an, hauptsächlich im Ortskern Haselmühl, zweimal wöchentlich ist der zu entsorgen. Dass auch rund 60 Hektar Wald zu betreuen sind, darüber macht sich kaum jemand eine Vorstellung.

Der Tag der offenen Tür mit Bratwurst und Bier galt der Information und Aufklärung und war gleichzeitig auch eine Gelegenheit, um den Bauhof, sein neues Verwaltungsgebäude und seine Mitarbeiter und vielfältigen Arbeiten in den Focus zu rücken und der Öffentlichkeit zu präsentieren.

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