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Mobilität

Ein „Ruf-Bus“ auf den Mariahilfberg soll her

Der Berg ist ein beliebtes Naherholungsziel der Amberger. Doch der Aufstieg ist mühsam. Die SPD sucht nun nach einer Lösung.
Von Gerd Spies

Die Amberger SPD traf sich mit ihrer OB-Kandidatin Birgit Fruth (Bildmitte) am Parkplatz unterhalb der Mariahilfbergkirche. Foto: Gerd Spies
Die Amberger SPD traf sich mit ihrer OB-Kandidatin Birgit Fruth (Bildmitte) am Parkplatz unterhalb der Mariahilfbergkirche. Foto: Gerd Spies

Amberg.Der Amberger G’schichten-Schreiber Friedrich Brandl erzählt in seinem Buch „Ziegelgassler“, wie er schon als Kind mit seinen Eltern regelmäßig auf den „Berg“ gegangen ist, als eine von zwei Varianten beim traditionellen Sonntags-Spaziergang. Seit jeher ist für die Amberger ihr „Berg“ ein beliebtes Naherholungsziel, nicht nur zu Zeiten des Bergfestes. Aber wie dort hinaufkommen, wenn man als Senior nicht mehr so mobil ist? Jetzt hat sich die Amberger SPD mit ihrer OB-Kandidatin Birgit Fruth diesem Thema angenommen.

„Wir haben hier den Wasserwanderweg, Erlebnis-Wanderweg, und den Geologischen Pfad – alles Anziehungspunkte nicht nur für Touristen, sondern auch für Familien und Senioren aus der Region“, schwärmt Sonja Höcherl, die Vorsitzende der SPD-Arbeitsgemeinschaft „60 plus“ beim Ortstermin der Amberger SPD direkt auf dem Parkplatz am Fuß der Mariahilfbergkirche. Zudem würden, so Höcherl, auch außerhalb des Bergfestes schöne Anlässe wie das Sommerfest der Patres oder der Weihnachtsmarkt des Forstamts zum Besuch des Mariahilfbergs einladen. Doch ohne Auto ist der Weg nach oben beschwerlich, nicht nur für ältere Personen, auch für junge Mütter mit Kinderwagen.

Dass der Wunsch, eine regelmäßige Buslinie auf den Berg in den Gesamtfahrplan des Zweckverbands Nahverkehr Amberg-Sulzbach (ZNAS) einzurichten, kaum zu realisieren sei – sowohl aus logistischen als auch aus finanziellen Gründen – räumte SPD-Stadtrat Dieter Amann ein. Als Verbandsrat im ZNAS weiß er um die Probleme, die diese Umsetzung nach sich ziehen würde. „Es muss aber gar kein großer Bus sein. Auch nicht einer, der regelmäßig fährt, sondern nur bei Bedarf“, konkretisierte Sonja Höcherl die Bedürfnisse der Senioren.

Mobilität mit „BAXI“

  • Konzept:

    „BAXI“ ist ein neues Mobilitätskonzept, das den normalen Linienbusverkehr als modernes und bedarfsorientiertes Personentransportkonzept ergänzt.

  • Durchführung:

    Um „BAXI“ nutzen zu können, meldet man im Idealfall eine Stunde vorher unter einer zentralen Nummer seinen Fahrtwunsch an. Haltestelle, Uhrzeit und Zielort werden vereinbart, um Leerfahrten zu vermeiden.

„Ruf-Bus“ hieße das Lösungswort. Also ein Bus, der zwar nach einem festen Fahrplan fährt, die Haltestellen aber nur bei Bedarf bedient. Wer den Ruf-Bus nutzen möchte, muss seinen Fahrtwunsch spätestens eine Stunde vor der gewünschten Abfahrt melden.

In anderen Regionen Bayerns, besonders in dünn besiedelten, gibt es bereits dieses Modell. „BAXI“ heißt in der nördlichen Oberpfalz dieses Konzept, bei dem der Landkreis Tirschenreuth mit örtlichen Taxi-Unternehmen zusammenarbeitet und sich so teure Leerfahrten spart. Auch im Landkreis Neumarkt existieren diese sogenannten Bedarfsverkehre als Ergänzung zum bestehenden Linienverkehr. 20 Rufbus-Linien verkehren dort mittlerweile – mit Erfolg.

„Auf alle Fälle wäre die Anbindung des Mariahilfbergs durch den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) ein Beitrag zum Klimaschutz“, sind Birgit Fruth und ihre Mitstreiter überzeugt. Der Bedarf werde durch die steigende Zahl älterer Menschen auch in Amberg zunehmen. Und als positiver Nebeneffekt würde so auch der Tourismus gefördert. Die SPD-Chefin kündigte einen entsprechenden Antrag an die Stadtverwaltung bereits an.

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