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Konzert

Ein unbeschreibliches Musikerlebnis

„LaBrassBanda“ riss im Köferinger Festzelt das Publikum zu Begeisterungsstürmen hin. Angeheizt wurde es durch die Lokalgröße „Keller Steff“.
Von Andreas Brückmann

  • Beste Musik mit bester Show für ein hingerissenes Publikum. „LaBrassBanda“ gab in Köfering Vollgas.
  • Immer vorne drann. LaBrassBanda Chef Stefan Dettl mit voller Hingabe und ohne Schuhe
  • Beste Musik mit bester Show für das Publikum. LaBrassBanda gab in Köfering Vollgas.
  • „I werd narrisch“. Steff Keller gab Vollgas.
  • Keller Steff& Band sowie LaBrassBanda waren am Freitag zu Gast in Köfering

Köfering. Es gibt einen offiziellen und vorgefertigten Pressetext zu Auftritten von LaBrassBanda. Diesen aber nun für den Auftritt der neun Musiker mit ihrem Kopf Stefan Dettl in Köfering zu verwenden, wäre einfach nur schnöde, abgedroschen und in keinster Weise objektiv. Denn das, was da am vergangenen Freitag im Festzelt am Sportplatz des SV Club Hubertus Köfering (SV) über die Bühne ging, muss man einfach selbst erlebt haben.

Wie Vorstand Josef Vogl von Köferings Heimat- und Kulturverein (HKV) prophezeite, waren alle Karten am Freitagabend weg, das Zelt ausverkauft und somit rappelvoll.

Der Keller Steff mit seiner Band durfte den Abend eröffnen. Ihn und seine Combo als Vorband zu bezeichnen, entspricht in keinster Weise der Darbietung der vier Musiker, die da auf der Bühne standen. Gerade im Kirwa-Landkreis Amberg-Sulzbach sind seine Lieder bekannt. Songs wie „Bulldogfahrer“, „Kaibeziang“ und weitere andere gehören zum Standardprogramm hiesiger Kirwabands. So war es nicht verwunderlich, dass das Zelt in Köfering bereits nach gut zehn Minuten „brannte“.

Gut eineinhalb Stunden sorgte der Steff Keller dabei für beste Stimmung. Und dies ohne Unterbrechung. Den abschließenden großen Beifall belohnte er dann noch mit Zugaben. Die darauf folgende Umbauphase auf der Bühne nutzen viel, um sich mit frischen Proviant im nicht bestuhlten Zelt zu versorgen, einen kurzen Plausch zu halten und sich dabei den bisher angesammelten Schweiß von der Stirn zu wischen.

Denn als die ersten Blasinstrumententöne erklangen, LaBrassBanda mit Lederhosen und im barfüßigen Gänsemarsch die Bühne betraten, gab es im gesamten Festzelt fast kein Halten mehr. Wobei man ja auch nicht umfallen konnte, so gefüllt waren die Reihen vor der Bühne. In der vorgefertigten Pressemitteilung der Band heißt dies: „Und wann warst du das letzte Mal auf einem Konzert, das dir noch Tage und Wochen später ein Lächeln ins Gesicht gezaubert hat? Frag mal jemanden, der LaBrassBanda gesehen hat, der kommt noch Monate später aus dem Grinsen nicht mehr raus.“

Nach dem Auftritt der überwiegend aus Oberbayern stammenden Musiker kann man dieses nur bestätigen. Nein, man muss einfach sagen, ihr Mix aus bayerischem Gypsy Brass, Funk Brass oder „Alpen Jazz Techno“ ist einfach nur genial. Vor allem live, denn es gibt hunderte Videos auf bekannten Online-Plattformen. Ihren bekanntesten Hit hatten sie im letzten Jahr mit „Nackert“, als sie damit beim Vorentscheid des Eurovision Song Contest den zweiten Platz belegten, und auch auf bayernweiten Radiosendern sind sie oft zu hören. Alles somit online, per Radio oder TV.

Wenn diese Buben aber live vor einem auf der Bühne stehen, ist dies, wie jetzt auch in Köfering, ein ganz anderes Gefühl, dass einen trifft. Ihr musikalisches Können, die Tempo- und Rhythmuswechsel, bayrischer Text, ungewöhnliches Arrangement, Ausstrahlung und eine Dynamik wird dabei präsentiert, die das Publikum einfach begeistert.

Dabei boten sie einen breiten Querschnitt ihres Programms, speziell zugeschnitten auf ihre derzeit laufende „Bierzelttour 2014“. Immer an vorderster Front Stefan Dettl, erzählend, wie es zu der diesjährigen Tour gekommen war, die Trompete schwingend oder einfach publikumsanimierend über die Bühne springend. Hierbei fuhren die Bandas musikalisch über die „Autobahn“, ließen den „Marienkäfer“ durchs Publikum fliegen und zelebrierten den letztjährigen Song Contest auf der Bühne nach.

Diese Kompositionen der seit 2007 bestehenden Band kam in Köfering bestens an, wie es aus zahlreichen Rückantworten auf Nachfrage aus dem Publikum kam. Von „Einfach geil“ über „Das war der Hammer“ bis zu „Der Wahnsinn“ hieß es auf Nachfrage aus den Reihen des Publikums. Aber auch HKV-Vorstand Josef Vogl zeigte sich vollkommen zufrieden: „Volle Hütte, volle Stimmung, voller Wahnsinn hier“ erzählt er erschöpft, aber immer noch mit einem Grinsen im Gesicht. Denn diese Stunden bester musikalischer Unterhaltung, wilder Tänze und einem mitfeiernden Publikum werden allen Beteiligten lange in bester Erinnerung bleiben.

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