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Ursensollen

Eine bewegende Lesung über Stauffenberg

Das Interesse an der Lesung der Autorin Sophie von Bechtolsheim über ihr Buch „Stauffenberg – mein Großvater war kein Attentäter“ war groß.
Von Gerd Spies

Die Autorin bei ihrer Lesung im KUBUS in Ursensollen. Foto: Gerd Spies
Die Autorin bei ihrer Lesung im KUBUS in Ursensollen. Foto: Gerd Spies

Ursensollen.Auch wenn Uwe Bergmann, der Kreisvorsitzende der SPD, der Initiator war. Er ist aber auch Geschichtslehrer und der festen Überzeugung, dass man sich mit den Geschehnissen im Dritten Reich auseinandersetzen müsse. Das Attentat auf Adolf Hitler am 20 Juli 1944 ist eines der wichtigsten Ereignisse der jüngeren deutschen Geschichte. Bei der Sendung von Markus Lanz hatte Bergmann die Autorin Sophie von Bechtolsheim gesehen und den Entschluss gefasst, sie als Referentin nach Amberg zu holen.

Das Interesse an der Lesung der Autorin über ihr Buch „Stauffenberg – mein Großvater war kein Attentäter“ war groß. Nahezu bis auf den letzten Platz war der kubus in Ursensollen gefüllt. Als thematische Einführung in die Geschehnisse rund um den 20. Juli 1944 gab es einen 20-minütigen Film. Anlässlich des 75. Jahrestages des Attentats hatte Sophie von Bechtolsheim, die Enkelin von Claus Schenk Graf von Stauffenberg, das Angebot des Herder-Verlags angenommen und das Buch verfasst. Das Werk lebt von den Erzählungen und Erinnerungen der Großmutter, des Vaters und seiner Geschwister. Die Autorin schreibt aus ihrer Perspektive, als junges Mädchen, als Enkelin oder als junge Frau. Sie thematisiert moralische Zwiespalte, beschreibt die Rolle der Großmutter als Ehefrau Stauffenbergs. Dadurch entsteht ein ganz persönliches Bild von ihrem Großvater, wie er wirklich war – als Mensch.

Die Historikerin, die heute in Uffing am Staffelsee lebt, ist in einem kleinen oberbayerischen Dorf aufgewachsen, bevor sie die letzten beiden Jahre als Schülerin nach Bamberg zog, wo ihre Großmutter lebte. In dieser Zeit erfuhr sie von ihr viel über ihren Großvater. „Sie war mir eine seriöse Berichterstatterin, hatte ein fotografisches Gedächtnis. Auf jede Frage gab es eine Antwort, kurz, nüchtern und präzise“, erzählt sie.

Mit dem Begriff „Attentäter“ im Untertitel setzt sich Sophie von Bechtolsheim bewusst auseinander. „Die Attentäter von heute wollen Angst und Schrecken verbreiten. Die Männer vom 20. Juli 1944 wollten das Gegenteil: Nämlich Terror und Tyrannei beenden!“ Für die Autorin ist ihr Großvater aber vor allem eines: Vorbild. (age)

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