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Region Amberg
Montag, 23. April 2018 21° 6

Ereignis

Eine Musiklegende, die nicht satt wird

Gitarrist Martin Gruber schreibt mit seinen vier Bands in Amberg Geschichte – eine Nacht lang gemeinsam im „Musikomm“.
Von Andreas Brückmann

Gitarrist Martin Gruber hat mit „seinen“ vier Bands im Amberger Musikomm ein sattes Kapitel Amberger Kulturgeschichte geschrieben. Foto: Brückmann

Amberg.Vier Bands an einem Abend, vereint durch Martin Gruber. Der Gitarrist hatte mit dem Amberger Kulturwerk ins Musikomm an der Fleurystraße eingeladen, um dort einen ganzen Abend lang beste handgemachte Musik zu präsentieren.

Für Martin Gruber war es eine echte Herzensangelegenheit, mit der aber auch viel Vorbereitungsarbeit einherging: „Proben, Vorbereiten, Organisieren, Ausfälle kompensieren – das heißt, noch mehr proben – , am Tag vorher schon mit dem Aufbau beginnen, am Samstag ab 12 Uhr mittags Instrumente aufbauen, Soundchecks von 13.30 bis 16.30 Uhr. Da bist du schon gefordert“, blickte er zu zurück. Aber es sollte sich gelohnt haben.

Electro-Progrock, treibende Grooves

Electrified Groove Orchestra: Martin Gruber lotet hier mit seinem Bruder Andi an den Keyboards und mit dem quirligen Wirbelwind Axel Stieber aus, wie viel Prog-Rock und Electronic in Amberg sein Publikum findet. Foto: Brückmann

Martin Gruber stand mehr als vier Stunden selbst auf der Bühne, jeweils stündlich mit einer jener Bands, in denen er in seinem Musikerleben inzwischen gelandet ist. Zur Eröffnung waren das die „Praekers“. Diana Laden, Oli Allwardt, Tobi Stöcklmeier und Georg „Fruit“ Fruth sorgten für eine sanfte, aber kraftvolle Einstimmung. Electro-Prog-Rock, treibende Grooves ohne Gesang waren im Anschluss vom „Electrified Groove Orchestra“ (EGO) zu hören. Mit Andi Gruber an den Keyboards und Axel Stieber mit Gitarre und Bass präsentierten sie einen ausgefeilten musikalischen Leckerbissen, der in der Region in dieser Art eher selten zu hören ist.

Eingängiger, gitarrenlastiger Mundart-Rock’n’Roll: Dafür ist „Der Ernst des Lebens“ in der Region seit fast 30 Jahren bekannt. Auch im Musikomm zeigten sich Hans Ernst, Martin Gruber, Jeff Fichtner und Hubert Stepper in glänzender Form, bekamen für ihren Auftritt auch viel Applaus. Und „Aushilfs-Bassist“ Axel Stieber hatte eine Menge Spaß dabei, hier mal mit erdigem Rock den verletzten Stamm-Bassisten Werner Wisgickl ersetzen zu dürfen.

Klicken Sie sich hier durch unsere große Fotostrecke zum Festival „One Night Connected“:

"One Night Connected"

Wunderschöne fünf Stunden Musik

Bourbon: Die Band. Seit zig Jahren auf den Bühnen in nah und fern, bejubelt, bestens eingespielt. Klassischer Rock, aber stets auch mit neuen Ideen. Dafür sorgt auch hier unter anderem Martin Gruber, rechts. Foto: Brückmann

Vergnügen machte Bourbon als abschließende Band. Die Urgesteine des Powerrock Josef Schatz, Andi Gruber, Adi Wirth und Tom Thoma sowie Martin Gruber sorgten für einen rundum gelungenen, rockigen Abschluss des Abends, der nicht nur den Gästen gefallen hat. Für zusätzliche Background-Vocals erster Güte sorgten hier noch einmal Diana Laden und Oli Allwardt.

Martin Gruber war nach diesen wunderbaren fünf Stunden an Gitarre, Groove-Box und Mikrofon zufrieden: „Nach all der Vorbereitung ist es der einfachste, schönste Teil bei solchen Konzerten, Musik zu machen mit den Bands und Freunden, die man über lange Jahre kennt und die einen in die unterschiedlichsten Stilrichtungen begleitet und musikalisch inspiriert haben.“

Dankbar war der Musiker für „ein Marathon-Publikum, das tatsächlich bis zum Schluss durchhält. Da ist man schon ein bisschen dankbar, was die Musik einem gibt. Und meine Finger tun eigentlich gar nicht so weh“. (ahk)

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