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Integration

Eine neue Heimat gefunden

Der Integrationsfachdienst ist umgezogen. Die Beratungsstelle hat eine neue Heimat gefunden.
Von Gerd Spies

Pfarrer Ludwig Gradl segnete die neuen Büroräume des Integrationsdienstes in der Emailstraße 13. Foto: Spies
Pfarrer Ludwig Gradl segnete die neuen Büroräume des Integrationsdienstes in der Emailstraße 13. Foto: Spies

Amberg.„Handicap ist keine Frage des Alters. Manche haben von Geburt an Glück. Andere starten unter schwierigen Bedingungen, werden chronisch krank oder erleiden einen Unfall. Wir begleiten diese Menschen im Arbeitsleben.“ So formuliert der Integrationsfachdienst (ifd) seine Aufgabe, als eine Beratungsstelle für Menschen mit Behinderung. Jetzt wurden ihre neuen Büroräume eingeweiht.

Es ist bereits die dritte Station in Amberg für die Außenstelle des Integrationsfachdienstes (ifd) Oberpfalz. Nach der Paulanergasse und der Salzgasse hat die Beratungsstelle für berufliche Integration nun in der Emailfabrikstraße 13, im neuen Dienstleistungebäude der Gewerbebau, der Amberger Wirtschaftsförderungsgesellschaft, eine neue Bleibe gefunden, jetzt auch mit kirchlichem Segen. Stadtpfarrer Ludwig Gradl segnete die Räume bei der feierlichen Einweihung.

Manina Sobe, die Leiterin des Integrationsfachdienstes in Regensburg, stellte bei der feierlichen Einweihung die Bedeutung des ifd zur Unterstützung der Teilhabe von Menschen mit Behinderung im Arbeitsleben heraus. „Die berufliche Inklusion ist ein zunehmendes Bedürfnis in unserer Gesellschaft. Dazu brauchen wir die Vernetzung des ifd“, erklärte Sobe.

„Es gehört zu den Aufgaben einer Stadt, dass alle Menschen am wirtschaftlichen Leben teilhaben können und nicht Menschen mit Behinderung auf der Strecke bleiben“, betonte Bürgermeister Martin Preuß in Vertretung des Oberbürgermeisters. Das treffe gerade auch für Amberg zu, die ja als die „lebens- und liebenswerteste Stadt in Deutschland“ durch Online-Voting 2015 gewählt wurde. Preuß bedankte sich im Namen der Stadt für die wertvolle Arbeit, die der ifd für die berufliche Inklusion in der Region leistet.

Manina Sobe (Bildmitte) feierte mit Ehrengästen die Einweihung der neuen Beratungsstelle des ifd in der Emailfabrikstraße. Foto: Spies
Manina Sobe (Bildmitte) feierte mit Ehrengästen die Einweihung der neuen Beratungsstelle des ifd in der Emailfabrikstraße. Foto: Spies

„Es ist aller Ehren wert, was sich in den letzten 20 Jahren seit Entstehung dieser Idee entwickelt hat“, zollte Michael Eibl, der Direktor der Katholischen Jugendfürsorge der Diözese Regensburg. Seine Organisation ist der Träger dieser Einrichtung, deren Leistungen seit 2001 im Sozialgesetzbuch niedergeschrieben sind. Die Strukturverantwortung hierfür liegt bei den Inklusionsämtern der Regierung. Wolfgang Eberl, der Leiter des zuständigen Inklusionsamts in Regensburg, bedankte sich auch für die Leistung des ifd und die gute Zusammenarbeit. „Es ist wichtig, sowohl die Arbeitgeber zu beraten als auch die Arbeitnehmer an die Hand zu nehmen“, erklärte Eberl.

Die neuen Räume des ifd wurden nötig, da in Amberg die Angebote ausgeweitet wurden. Raum für vier Arbeitskräfte stehen nun im Gebäude Emailstraße 13 zur Verfügung. Das alte Büro in der Paulanergasse 18 bleibt aber nach Information von Martin Golinski, dem Außenstellenkoordinator in Amberg, trotzdem bestehen.

Arbeits- und Ausbildungsvermittlung: Der ifd unterstützt bei der Suche nach einem gesundheitsgerechten Arbeitsplatz und hilft bei Bewerbungen. Arbeitgebern werden geeignete Bewerber empfohlen. Unterstützte Beschäftigung: Der Integrationsfachdienst begleitet betriebliche Qualifizierungen, wenn sich ein behinderter Mensch auf dem ersten Arbeitsmarkt ausprobieren möchte.

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