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Vortrag

Eine Reise zur inneren Einkehr

Ursensollens Bürgermeister Franz Mädler erzählt mit einer Multivisionsshow von seinem Besuch in der Mönchsrepublik Athos.
Von Andreas Brückmann

„Athos – Zwischen Erde und Himmel“ heißt der Multivisionsvortrag, den Franz Mädler am Freitag im Kubus in Ursensollen präsentiert. Foto: Brückmann
„Athos – Zwischen Erde und Himmel“ heißt der Multivisionsvortrag, den Franz Mädler am Freitag im Kubus in Ursensollen präsentiert. Foto: Brückmann

Ursensollen.Es ist eine einmalige Region auf dieser Welt: Weltnatur- und Weltkulturerbe in Kombination – solche Orte gibt es weltweit gerade 14 Mal. Die Rede ist von der Mönchsrepublik auf der griechischen Halbinsel Athos. Die von rund 2000 Mönchen bewohnte Republik besitzt autonomen Status unter griechischer Souveränität. Ursensollens Bürgermeister Franz Mädler war dort bereits dreimal zu Gast – an einem Ort, zu dem pro Tag höchstens zehn nicht-orthodoxe Besucher Zutritt erhalten. Die auf seinen Bildern festgehaltenen Impressionen präsentierte er am Freitagabend im Kubus mit seiner Multivisionsshow „Athos – Zwischen Erde und Himmel“.

Mädler erklärte im Interview mit der Mittelbayerischen, was für ihn das Faszinierende an dieser Region ist: „Es ist ein Ort voller Geschichte, als 500 vor Christus die Persische Flotte am Berg Athos zerschellte, die Schlacht von Marathon dann stattfand. Und vor allem ist es das mystische Zentrum der gesamten Orthodoxie.“ Aus der Geschichte heraus entwickelten sich auf der 50 Kilometer langen und zehn Kilometer breiten Halbinsel 20 Großklöster und viele kleine Klöster. Frauen werde der Zutritt komplett verwehrt. Pro Tag werde höchstens zehn nicht-orthodoxen Besuchern der Zugang gestattet. Mädler: „Deshalb ist es schon etwas Besonderes, wenn einem der Zutritt gewährt wird.“

„Dort wird man gelassener“

Das Glück, die Region besuchen zu können, hatte Mädler bereits bereits zum dritten Mal. Das erste Mal war er vor fast genau 30 Jahren dort, im Jahr 1988, sagt er. Schon damals habe ihn das Erlebnis tief beeindruckt: „Man lebt in einer anderen Welt, denkt sehr, sehr viel nach, wird ein Stück gelassener und weiß wieder das, was wirklich wichtig ist, richtig einzuschätzen.“

1989 fuhr Mädler zum zweiten Mal zur Mönchsrepublik Athos. Damals habe er das erste Mal den Berg Athos bestiegen – „eine Anstrengung von Null Meter auf über 2000 Meter über dem Meeresspiegel, die mit dem Besuch der auf dem Gipfel stehenden Marienkapelle entlohnt wird. Im vergangenen Jahr nutzte ich nochmals die Chance, mit einem befreundeten Griechen auf die Insel zu gelangen.“

Vortrag zu Athos

  • Veranstaltung:

    In seiner Multivisionsshow „Athos – Zwischen Erde und Himmel“ gibt Franz Mädler am Freitag, 12. Oktober, um 19.30 Uhr im Kubus in Ursensollen einen visuellen Einblick und erzählt von der oft unruhigen Geschichte der über 1000 Jahre alten Mönchsrepublik und Begegnungen am heiligen Berg Athos. Einlass ist ab 19 Uhr.

  • Karten:

    Der Eintritt beträgt zehn Euro im Vorverkauf, 12 Euro an der Abendkasse. Karten sind im Rathaus, im Internet und an allen bekannten Vorverkaufsstellen erhältlich. Der Erlös kommt einem wohltätigen Zweck zugute.

In Kürze steht für Mädler ein weiterer Besuch in der Region an. Der Bürgermeister lernte im vergangenen Jahr einen deutschen Mönch kennen, der im Kloster Simonos Petras für die Technik zuständig ist. Darunter fällt auch das Feuerwehrwesen. Weil die Feuerwehr Ursensollen sich in diesem Jahr ein neues Einsatzfahrzeug angeschafft hat, verabredete Mädler, das alte Auto an das Kloster zu verkaufen.

Einnahmen für den guten Zweck

In der kommenden Woche wird er gemeinsam mit drei Ursensollener Feuerwehrleuten, Kreisbrandrat Fredi Weiß und dem dritten Bürgermeister Josef Schmaußer das Fahrzeug dann auf die Halbinsel überführen. Mädler will das Fahrzeug dann am Freitag in einer Woche dem Kloster übergeben.

Und so dient Mädlers Multivisionsshow nicht nur dazu, dass die Besucher beeindruckende Einblicke in die abgeschlossene Mönchsrepublik erhalten. Die Einnahmen würden dazu verwendet, zum einen die Überführungskosten das Feuerwehrautos nach Griechenland zu decken, zum anderen gehen alle restlichen Eintrittsgelder an die von Schwester Gregoria aus Edelsfeld geleitete Mission in Südafrika, sagt Mädler.

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