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Region Amberg
Freitag, 21. September 2018 27° 3

Wohnungsbau

Endlich rollen die Bagger

Häuslebauer in Amberg können sich freuen. Die Erschließung des Baugebiets „Bergsteig Mitte II“ hat begonnen.
Von Gerd Spies

Die Vertreter des Stadtrats, der Stadtverwaltung und der beteiligten Firmen beim symbolischen Spatenstich gemeinsam mit OB Michael Cerny Foto; Spies
Die Vertreter des Stadtrats, der Stadtverwaltung und der beteiligten Firmen beim symbolischen Spatenstich gemeinsam mit OB Michael Cerny Foto; Spies

Amberg.Seit 2014 beschäftigt sich der Stadtrat mit diesem Thema. Mehrmals machten Umplanungen neue Beschlüsse notwendig. Jetzt rollen endlich die Bagger im neuen Baugebiet „Bergsteig Mitte II“, um das Areal zu erschließen. Oberbürgermeister Michael Cerny, Vertreter des Stadtrats und des Bauamts sowie der beteiligten Unternehmen läuteten jetzt mit dem symbolischen Spatenstich die Erschließung der 62 Hektar großen Fläche ein.

„Heute geht es richtig los mit der Erschließung“, konnte Oberbürgermeister Michael Cerny verkünden. Für die Bewohner dieses Amberger Stadtteils sei dies eine lang ersehnte Nachricht, nachdem sich schon in der Vergangenheit die Nachfrage häuften. „Es war die Zielsetzung des Stadtrats, attraktiven Wohnraum anzubieten, damit sich der Bergsteig weiter entwickelt“, erklärte Cerny vor dem Spatenstich. Auf 6,2 Hektar, davon drei Hektar Wohnbaufläche, sollen einmal 34 Einzelhäuser, sechs Doppelhäuser, zwei Reihenhausblöcke (die schon erstellt sind) und zwei Geschosswohnbauten stehen. Auch ein Seniorenzentrum ist geplant, um in diesem Gebiet auch seniorengerechtes Wohnen anbieten zu können.

„Heute geht es richtig los mit der Erschließung.“

Michael Cerny, Oberbürgermeister

Bei den Geschosswohnbauten werde ein in der Oberpfalz bisher einmaliges Pilotprojekt gestartet, informierte der Oberbürgermeister. Die beiden Wohneinheiten, die im Rahmen des sozialen Wohnungsbaus vorgesehen sind, würden nämlich frei vergeben. Zum Ausgleich dafür werde die Stadtbau als Bauherr an anderer Stelle neue Einheiten für sozialen Wohnungsbau zur Verfügung stellen.

Auch bei den ausführenden Baufirmen gibt es eine Premiere. Erstmalig führen zwei Firmen gemeinsam eine Baumaßnahme durch, erklärte Markus Schmidt, Leiter der Tiefbauabteilung der Fa. Mickan, die sich hier mit der Fa. Englhardt zusammengetan hat. „Wegen des großen Volumens der Baumaßnahme wäre es für jede der beiden Firmen schwierig gewesen, diese bei der derzeitigen Auftragslage alleine zu schultern“, informierte Schmidt über den Hintergrund.

Das Tiefbauamt der Stadt Amberg und die Amberger Stadtwerke fungieren bei der Erschließung von „Bergsteig Mitte II“ als Bauherren. Die Planung obliegt dem Ingenieurbüro „Umwelt+Tiefbau Ingenieure Amberg“. Rund 4,3 Millionen Euro wird die Stadt allein für den Bau der Erschließungsstraßen und des Kanals investieren. Bis Oktober 2019, so hofft man, soll die Erschließung abgeschlossen sein, so dass dann der Verkauf der Grundstücke mit anschließender Bauphase erfolgen kann.

Für die ordnungsgemäße Ableitung des Oberflächenwassers in diesem Baugebiet mussten ja mit der Durchleitung des Kanals unter den Bahngleisen und Errichtung von drei Sammelbecken jenseits der Bahnlinie aufwändige Maßnahmen getroffen werden. Sogar die Genehmigung durch die Deutsche Bahn musste eingeholt werden.

Auf dem Areal zwischen der Rosenthalstraße und der Breslauer Straße stand ja einmal das Wahrzeichen des Bergsteigviertels, der große Rundbau mit 64 Wohneinheiten. Zahlreiche Flüchtlinge aus osteuropäischen Ländern hatten hier nach dem zweiten Weltkrieg in den 50er-Jahren eine Bleibe gefunden. Bereits vor zwei Jahren ist das architektonisch hervorstechende Gebäude abgerissen worden. Seitdem liegt die Fläche brach. Die Stadtbau sorgt nun dafür, dass wieder mehr Leben in das Stadtviertel einkehrt. Die hier ansässigen Sportvereine können Nachwuchs gut gebrauchen.

Technische Daten

  • Straßenbau:

    Erdarbeiten: 12 000 Kubikmeter; Asphaltflächen: 10 200 Kubikmeter; Granitbordstein: 3200 Meter; Bäume: 76; Straßenbeleuchtung: 55 Stück.

  • Kanalbau:

    Gesamtlänge: 2050 Meter; Schächte: 76 Stück; Rohrgrabenaushub: 5500 Meter; Hausanschlussleitungen: 570 Meter.

  • Bauausführung:

    Arbeitsgemeinschaft Englhardt Bau und Mickan.

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